Freitag, 11. Januar 2013

Gelesen: "Der geheime Name" von Daniela Winterfeld




-          Taschenbuch: 528 Seiten
-          Verlag: Knaur TB (11. Januar 2013)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3426511274
-          ISBN-13: 978-3426511275


Kurzbeschreibung:
Rumpelstilzchen wollte das Kind der Königin. Er bekam es nicht. Jahrhunderte später schließt ein anderes Wesen seiner Art einen neuen Pakt – und wird ebenfalls betrogen. Seitdem sucht es unablässig nach dem Kind …
Seit sie denken kann, ist Fina mit ihrer Mutter auf der Flucht. Doch jetzt, mit 19, will sie endlich ein richtiges Zuhause finden und zieht zu ihrer Großmutter, die am Rand eines düsteren Moores lebt. Das Moor fasziniert Fina vom ersten Moment an – genau wie der geheimnisvolle Junge, der dort lebt. Weder Fina noch der Junge ahnen, dass sie beide nur Figuren in einem Spiel sind, das dem betrogenen Wesen endlich seinen Lohn bringen soll …
(Quelle:  Knaur TB)


Meine Meinung:
Fina hat schon viel von der Welt gesehen und spricht auch verschiedenen Sprachen. Aktuell lebt sie mit ihrer Mutter in der Provence, wo sie gerade ihr Abitur gemacht hat. Doch nun steht mal wieder ein Ortswechsel auf dem Plan, müssen Fina und ihre Mutter doch ständig vor ihrem Vater auf der Hut sein.
Nachdem Fina ein Telefonat ihrer Mutter belauscht hat bekommt sie allerdings Zweifel ob die ganze Geschichte auch wirklich so stimmt. Als sie ihre Mutter dann auch noch beobachtet wie sich mit dem Mann vom Telefon, der ganz eindeutig ihr Vater ist, trifft bricht für sie eine Welt zusammen. Sie entschließt sich wegzulaufen, an einen Ort an dem sie seit ihrer Kindheit nicht mehr war, zu ihrer Großmutter. Diese freut sich sehr ihre Enkelin wiederzusehen und nimmt sie gerne bei sich auf.
In den nächsten Tage erkundet Fina die Umgebung und gelangt so ins nahegelegene Moor. Dort allerdings fühlt sie sich irgendwie beobachtet, kann aber niemanden entdecken. Panisch läuft sie davon und stürzt so in den Morosere, wo sie zu ertrinken droht. In letzter Sekunde retten sie zwei starke Arme, die Arme einen jungen Mannes.
Doch wer ist der geheimnisvolle Retter? Und vor allem was macht er im Moor?

„Der geheime Name“ stammt aus der Feder der Autorin Daniela Winterfeld. Sie ist auch unter den Namen Daniela Ohms bekannt und mit ihrem Roman „Harpyienblut“ hat sie sich besonders in die Herzen der vor allem jüngeren Leser geschrieben.

Die Charaktere im Buch „Der geheime Name“ sind alle samt wirklich einzigartig herausgearbeitet. Sie wirken lebendig und man kann sich richtig in sie reinfühlen.
Fina ist eine intelligente junge Frau, die gerade erst ihr Abitur gemacht hat. Doch ihr Leben hat auch Schattenseiten. Durch die ständige Flucht vor ihrem Vater kann sie keinerlei Freundschaften geschweige denn Beziehungen aufbauen. So ist sie ziemlich einsam und verlassen. Bei ihrer Großmutter findet Fina erstmals ein wirkliches Zuhause. Und mit dem Moor entdeckt sie den Ort, der sie bereits seit Jahren in ihren Träumen begleitet.
Mora is der Mann auf dem Moor. Er ist anfangs eher zurückhaltend, ja gar richtig ängstlich. Sein Herr, der sich der Geheime nennt, hat ihn großgezogen. Allerdings kennt Mora nur Gewalt und Unterdrückung. Als Fina in sein Leben tritt beginnt Mora sich zu wandeln. Er rebelliert gegen seinen Herren und ganz langsam kommt er so auch Fina immer näher. Mora ist ein Charakter, den man einfach mögen muss. Er schleicht sich ins Leserherz, ganz heimlich still und leise.
Der Geheime ist die Gefahr im Buch. Er besitzt magische Kräfte und scheinbar gibt es gegen ihn keine Gegenwehr. Oder etwa doch?

Auch die Nebenfiguren, wie Finas Mutter, den Postboten oder auch Finas Großmutter, hat Daniela Winterfeld ganz hervorragend dargestellt. Sie alle sind Teil der Geschichte und machen sie zu etwas Besonderem.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und flüssig. Die Umgebung der Lüneburger Heide beschreibt sie sehr bildhaft, man kann sich alles sehr gut vorstellen.
Die Handlung fesselt von Beginn an und die Spannungskurve bleibt immer konstant hoch. Man wird als Leser regelrecht in die Geschichte gezogen und kann gar nicht anders als immerzu weiterlesen.

Das Ende ist zwar an und für vorhersehbar aber durch geschickte Wendungen ist es am Ende dann doch noch überraschend.

Fazit:
„Der geheime Name“ von Daniela Winterfeld ist ein fantastisches Buch!
Die einzigartigen Charaktere, die tolle Umgebung und eine Handlung die spannender nicht sein könnte überzeugen auf ganzer Linie.
Rumpelstilzchen für Erwachsene.
Unbedingt lesen!



Vielen Dank an den Knaur TB Verlag für die Vorabfahne des Buches.

Diese Rezension ist auch hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (gekürzt, da nur 500 Zeichen; unter Manja Teichner) zu finden.

Kommentare:

  1. Das Bluch klingt wirklich toll!
    Ich glaube ich sollte das mal auf meine Wunschliste setzen!

    Liebe Grüße
    Vanessa

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  2. Gute Idee, glitzerfee! ;) Habe ich auch gleich gemacht nach dieser Rezension!
    Es ist bei uns in der Buchhandlung im Laufe der Woche eingetrudelt und das Cover hat regelrecht nach mir geflüstert, ganz unwiderstehlich, aber ich habe mich zusammen gerissen *lach* schließlich habe ich mir diesen Monat zwei andere Bücher gegönnt! Man muss ja haushalten... :D

    Liebe Grüße,
    Franci

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