Mittwoch, 20. Februar 2013

Gelesen: "Spiegelriss" von Alina Bronsky

Achtung!
Dies ist der zweite Teil einer Reihe!
Die Rezension könnte Spoiler enthalten!




-          Gebundene Ausgabe: 261 Seiten
-          Verlag: Arena (Januar 2013)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3401067990
-          ISBN-13: 978-3401067995


Kurzbeschreibung:
Sie nennen sich das Rudel und keiner traut dem anderen. Doch Juli ist froh, dass die abgerissenen Gestalten, die am Rand der Normalität leben, sie überhaupt aufgenommen haben. Nachdem ihr der Zugang zur Welt der Pheen verwehrt wird, hat sie keine Heimat mehr. Schlimmer noch, innerhalb der Normalität wird sie als letzte lebende Phee und gefährliche Mörderin gejagt. Verzweifelt versucht Juli, die Brücken zu ihrem früheren Leben wiederherzustellen. Doch bald muss sie erkennen, dass die Freunde von einst zu Feinden geworden sind und Verrat in der neuen Welt an der Tagesordnung ist.
(Quelle: Arena-Verlag)


Meine Meinung:
Seit „Spiegelkind“ ist einige Zeit vergangen.
Juli ist nun nicht mehr im Wald bei ihrer Mutter, sondern hat sich einem Rudel Jugendlicher angeschlossen, die sich alleine auf der Straße durchschlagen. Sie klauen beispielsweise Essen um nicht verhungern zu müssen.
Nach einer Razzia flieht Juli gemeinsam mit Kojote, dem Anführer des Rudels und von nun an bilden die beiden ein Team. Kojote zeigt Juli einiges aus seinem früheren Leben und bringt sie schließlich erst zu Ksü und dann zu ihren Großeltern. Dort erfährt Juli endlich etwas über sich selber, ihren Vater und ihre Pheenmutter.
Doch Juli, die immer noch für den Tod ihres Vaters verantwortlich gemacht wird, wird schließlich geschnappt und an den schlimmsten Ort gebracht, den sie sich vorstellen konnte, ins Dementio, dem Ort wo Pheen gefangen gehalten werden …

„Spiegelriss“ ist bereits der 2. Teil der „Spiegel“- Reihe von Alina Bronsky.
Allerdings knüpft dieser Band nicht direkt an „Spiegelkind“ an, es sind doch einige Monate vergangen, die jedoch im Dunklen bleiben. Zudem herrscht in diesem Buch direkt von Beginn an eine komplett andere Atmosphäre als noch im Vorgängerband.

Auch in diesem Teil ist die Hauptprotagonistin wieder Juliane, genannt Juli. Sie lebt nun auf der Straße in einem Rudel jugendlicher und muss lernen sich so durchzuschlagen. Zu Beginn ist es zwar schwierig zu verstehen wieso Juli nun so lebt aber dies klärt sich im Laufe des Buches. Juli ist nach wie vor nicht so die mutige und starke Heldin aber dennoch versucht sie sich nicht unterkriegen zu lassen und macht das Beste aus ihrer Situation. Sie wirkt, im Gegensatz zu „Speigelkind“, erwachsener und reifer.
Kojote ist ein neuer Charakter. Er ist der Rudelanführer und flieht mit Juli nach der Razzia. Die beiden bilden ein Team. Kojote bringt Juli zuerst zu Ksü und dann zu ihren Großeltern. Er bleibt auch an Julis Seite als er erfährt wer sie wirklich ist. Obwohl Kojote recht geheimnisvoll wirkt baut Juli langsam aber sicher Vertrauen zu ihm auf.

Neben den beiden genannten trifft man als Leser weitere, teilweise schon bekannte, Charaktere. Allerdings dreht sich die Handlung am Ende immer um Juli.

Der Schreibstil der Autorin ist wieder flüssig und schlicht. Man kommt gut durch die Seiten und alles ist verständlich.
Geschildert wird die Geschichte aus der Sicht von Juli in der Ich-Perspektive. Man ist also wieder direkt dabei.
Die Handlung selber ist düsterer und spannender als noch im ersten Teil. Nichts ist wirklich vorhersehbar und immer wieder gibt es Wendungen, die überraschen. Es gibt außerdem grausame Stellen und manchmal ist alles vielleicht etwas verwirrend aber es klärt sich auf.

Das Ende ist erneut ziemlich offen gehalten und es bleiben Fragen offen, die hoffentlich in einem 3. Teil endgültig geklärt werden.

Fazit:
„Spiegelriss“ von Alina Bronsky ist eine gelungene Fortsetzung und meiner Meinung nach noch besser als „Spiegelkind“
Die Handlung ist düsterer und spannender und die Mischung aus Dystopie und Fantasy weiß zu überzeugen.
Definitiv lesenswert!



Vielen Dank an Pia Mortensen und den Arena-Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Diese Rezension ist ebenso hier, hier (unter Manja T.), hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

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