Donnerstag, 16. Januar 2014

Gelesen: "Der Duft von Hibiskus" von Julie Leuze




-          Taschenbuch: 416 Seiten
-           Verlag: Goldmann Verlag (18. März 2013)
-           Sprache: Deutsch
-           ISBN-10: 3442476461
-           ISBN-13: 978-3442476466


Kurzbeschreibung:
Kann man für seine Zukunft kämpfen, wenn man seine Vergangenheit nicht kennt?
1858: Die junge Emma Röslin aus Süddeutschland verschlägt es ans andere Ende der Welt: in die australische Wildnis. Sie schließt sich den Botanikern Oskar Crusius und Carl Scheerer an, für die sie als Pflanzenzeichnerin arbeitet. Im australischen Busch beginnt die behütete Apothekertochter ein aufregendes und gefährliches Leben. Und für den Forschungsleiter Carl empfindet sie bald mehr als nur Bewunderung. Doch Emma wird immer wieder von bösen Träumen heimgesucht, die von dunklen Geheimnissen in ihrer Vergangenheit herrühren. Nur der Aborigine Yileen kann Emma helfen …
(Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:
Australien im Jahr 1858:
Die junge Emma, Tochter aus gutem Hause, flieht regelrecht aus Deutschland und landet letztlich in Australien. Irgendwas war zuvor passiert, doch Emmas Gedächtnis weist eine Lücke von 3 Tagen auf, 3 Tage in denen etwas Schreckliches passiert sein muss.
In Australien schließt sich Emma einer Gruppe von 4 Forschern an, die im Dschungel Australiens neue Pflanzen finden wollen. Emma selber kann perfekt Pflanzen zeichnen, also ist sie eine Bereicherung der Gruppe. Carl Scheerer akzeptiert sie aber nur weil Oskar, ihr Chef, sie kurzerhand als seine Verlobte ausgibt.
Während des Forschungstripps aber wird Oskar immer überheblicher und auch gefährlicher. Zwischen Emma und Carl aber knistert es gewaltig. Wenn da nicht die Vergangenheit wäre …

Der historische Roman „Der Duft von Hibiskus“ stammt von der Autorin Julie Leuze. Bisher kannte ich die Autorin nur von ihrem Jugendbuch. Dies hier war somit eine neue Richtung von ihr und ich war sehr gespannt darauf was mich wohl erwarten würde.

Die Charaktere sind Julie Leuze wirklich super gut gelungen. Sie wirken glaubhaft und authentisch.
Emma ist eine willensstarke Persönlichkeit. Sie möchte unbedingt herausfinden was in den drei „dunklen Tagen“ passiert ist, wieso sich ihr Vater von ihr abgewandt hat. Immer wieder hat sie entsprechende Träume, die das Geschehen nach und nach aufdecken. In Australien nimmt sie unwahrscheinliche Strapazen auf sich um der Forschungsgruppe folgen zu können.
Die 4 Männer der Forschungsgruppe sind alle sehr unterschiedlich.
Carl ist der Leiter der Gruppe. Er wirkt zu Beginn ziemlich mürrisch und scheint Emma nicht dabei haben zu wollen. Wenn man aber seine Geschichte erfährt kann man ihn gut verstehen.
Oskar war mir persönlich ziemlich unsympathisch. Er ist zu Beginn eher lieb und nett, wird aber immer mehr zu einem überhebliche, arroganten und gefährlichen Mann, der Emma unter Druck setzt und zudringlich wird.
Die beiden anderen Männer Pagel und Krüger bleiben eher recht blass. Man erfährt nicht so viel über sie.

Der Schreibstil der Autorin ist herrlich flüssig und ganz wunderbar zu lesen. Sie versteht es den Leser mit ihren Worten ans Buch zu fesseln. Die Landschaft Australiens beschreibt Julie Leuze anschaulich, man hat das Gefühl man wäre nicht nur Leser sondern hautnah in Australien dabei.
Die Handlung selber ist interessant und spannend. Man erfährt viel über die Forschungsarbeit der Gruppe und auch die Ureinwohner Australiens, die Aborigines, werden sehr gut ins Geschehen integriert. Man lernt ihre Bräuche und Sitten gut kennen.

Das Ende des Buches ist gut gelungen. Es scheint abgeschlossen zu sein aber man möchte als Leser sehr gerne mehr erfahren über Emmas Und Carls weiteres Leben, wie es mit ihnen weitergeht.
Zum Schluss gibt es noch ein sehr schönes Nachwort von Julie Leuze und informative Details zur Geschichte.

Fazit:
„Der Duft von Hibiskus“ von Julie Leuze ist ein wirklich wundervoller Roman über eine junge Frau die in der Ferne Australiens ihr Glück sucht.
Die fesselnde Handlung, ein toller Schreibstil und eine einzigartige Kulisse haben mich gefangen genommen, mir richtig schöne Lesestunden beschert und mich vollends überzeugt.
Absolut lesenswert!




Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und ein großes Dankeschön auch an die Autorin für die tolle LEserunde auf Lovelybooks.

Meine Rezension ist auch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

1 Kommentar:

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