Donnerstag, 16. Januar 2014

Gelesen: "Der Ruf des Kookaburra" von Julie Leuze

Achtung:
Es handelt sich hierbei um die Fortsetzung zu
"Der Duft von Hibiskus"
Die Rezension kann Spoiler enthalten!




-          Taschenbuch: 416 Seiten
-           Verlag: Goldmann Verlag (18. November 2013)
-           Sprache: Deutsch
-           ISBN-10: 344247843X
-           ISBN-13: 978-3442478439


Kurzbeschreibung:
Im australischen Regenwald entscheidet sich das Schicksal einer jungen Deutschen
1859: Die junge Süddeutsche Emma Scheerer lebt mit ihrem Mann Carl, einem Forscher, im australischen Regenwald. Als Emmas Freundin Purlimil Zwillinge bekommt, verlangt ihr Clan, dass das Zweitgeborene nach Aborigines-Tradition getötet wird. Purlimil bittet Emma verzweifelt um Hilfe, woraufhin Emma das Baby adoptiert. Dayindi, der law man des Clans, fürchtet jedoch, dass Emma mit ihrer Tat den Zorn der Geister auf sich gezogen hat. Tatsächlich passieren in der Folge seltsame Dinge, schließlich verschwindet Carl spurlos. Ist das die Rache der Geister? Oder steckt vielmehr ein alter Feind aus der Vergangenheit dahinter, der sich an Emma und Carl rächen will?
(Quelle: Goldmann)

Meine Meinung:
Wir schreiben das Jahr 1859, Australien:
Emma und Carl sind glücklich miteinander. Sie leben nun fernab der Zivilisation beim Clan der Eingeborenen, die sie auch erforschen wollen.
Als Purlimil Zwillinge bekommt scheint das Glück der beiden perfekt zu sein. Die Regeln des Clans besagen das nur eines der Kinder überleben darf und so nimmt Emma das zweite Kind zu sich und zieht damit den Zorn der Geister auf sich. Doch die Kindererziehung im Regenwald scheint nicht so einfach zu sein. Das Kind schreit sehr oft und scheint nur an Purlimils Brust zufrieden zu sein. Und auch zwischen Carl und Emma läuft es immer schlechter. Es gibt zunehmend Streit. Eines Tages, nach einem erneuten Streit, macht Carl kehrt und geht. An diesem Tag verschwindet er spurlos. Emma ist verzweifelt.
Was ist nur passiert? Wo ist Carl?

Der historische Roman „Der Ruf des Kookaburra“ stammt aus der Feder der Autorin Julie Leuze. Es ist die Fortsetzung des Romans „Der Duft von Hibiskus“. Obwohl die Handlung nahtlos an den Vorgängerband anknüpft ist es auch möglich dieses Buch als Einzelband zu lesen, Ich jedoch empfehle den Vorgänger zu lesen.

Die Protagonisten sind soweit bereits bekannt aus dem Vorgängerband.
Emma entwickelt sich hier in der Handlung sehr gut weiter. War sie einst noch ziemlich naiv und eher ungestüm, so wird sie nun erwachsen und reifer.
Carl liebt Emma nach wie vor und das Glück der beiden scheint perfekt zu sein als sie Purlimils Kind annehmen. Doch es kommt immer wieder zum Streit zwischen den beiden, denn Carl versucht gleichzeitig auch die Sitten und Bräuche der Aborigines zu respektieren.
Neu hinzu kommt John Roberts. Er ist von der Kolonialregierung und soll Emmas Arbeit überprüfen. Er steht Emma bei als Carl verschwunden ist und die beiden kommen sich ziemlich nahe.
Im Verlauf taucht noch ein alter Bekannter auf, der noch eine Rechnung offen hat.

Der Schreibstil der Autorin ist erneut wunderbar flüssig und fesselt ungemein. Die Beschreibungen des Regenwaldes und auch der Aborigines sind ihr richtig toll gelungen, man kann es sich richtig gut vorstellen.
Die Handlung ist spannend und hält auch ein paar Wendungen parat mit denen man so gar nicht rechnet. Bei der Suche von Carl bekommt das Buch einen Hauch von Krimi.
Und auch die Aborigines sind wieder mit von der Partie. Ihr Leben sowie ihre Sitten und Bräuche sind wunderbar ins Geschehen eingewoben. Man lernt viel über sie und auch die Flora und Fauna Australiens bringt Julie Leuze den Leser hier näher.

Das Ende ist einfach nur wunderbar gelungen und es hat mir persönlich richtig gut gefallen. Es passt perfekt zur gesamten Geschichte, rundet sie perfekt ab.

Fazit:
„Der Ruf des Kookaburra“ von Julie Leuze ist eine tolle Fortsetzung von „Der Duft von Hibiskus“.
Die tolle Kulisse Australiens, Spannung, Liebe und interessante Details aus dem Leben der australischen Ureinwohner haben mich gefangen, gefesselt und wunderbar unterhalten.
Ganz klare Leseempfehlung!




Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und ein großes Dankeschön auch an Julie Leuze für die tolle Leserunde auf Lovelybooks.

Diese Rezension ist auch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

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