Montag, 13. Januar 2014

Gelesen: "Ellin" von Christine Millman




-          Broschiert: 390 Seiten
-          Verlag: Drachenmond Verlag (7. November 2013)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3931989836
-          ISBN-13: 978-3931989835


Kurzbeschreibung:
Seit Ellin als Einzige aus ihrer Familie einen räuberischen Überfall überlebt hat, muss sie ihren Lebensunterhalt als Leibdienerin des grausamen Lord Wolfhards bestreiten.
Als Ellin sich ihm verweigert, prügelt er sie beinahe zu Tode.
Getrieben von einem unbändigen Überlebenswillen gelingt ihr die Flucht in die Wildnis, wo sie auf Kylian und seine Gefährten trifft, die sie aufnehmen und gesund pflegen. Doch ihre Retter sind mehr, als sie vorgeben zu sein, und auch Ellin hütet ein Geheimnis, das nur Lord Wolfhard kennt und das sie alle in Gefahr bringt.
(Quelle: Drachenmond Verlag)

Meine Meinung:
Als Kind überlebt Ellin als Einzige einen Überfall auf die Farm ihrer Familie. Seitdem steht sie im Dienst von Lord Wolfhard auf der Festung Hammerfelsen. Der Lord ist eine grausame Person, die Festung ist ziemlich düster.
Eines Tage wird der Lord zudringlich, doch Ellin verweigert sich ihm. Daraufhin prügelt er sie beinahe zu Tode. Ellin beschließt in dieser Situation, dass sie fliehen möchte. Ihr Weg führt sie im fremde Gebiete, sie trifft auf merkwürdige Gefährten, die ihr helfen aber nicht unbedingt das sind was sie vorgeben zu sein. Vor allem Kylian ist mürrisch und scheint eine Abneigung gegen Ellin zu haben. Durch die Flucht verändert sich Ellins Leben von Grund auf, doch die Gefahr durch Lord Wolfhard ist noch nicht gebannt …

Der Fantasyroman „Ellin“ stammt von der Autorin Christine Millman. In ihrem Buch entführt die Autorin, deren erster Roman dies für mich war, ihre Leser in eine Zeit, die dem Mittelalter gleicht.

Ellin ist eine 17-jährige junge Frau. Als Kind hat sie schreckliches erlebt, doch der Schrecken ist auch danach nicht vorbei. Bei Lord Wolfhard wird sie unterdrückt und muss sich sogar seine Zudringlichkeit gefallen lassen. Doch Ellin ist eine starke Persönlichkeit mit einem starken Willen. Sie möchte sich das nicht länger gefallen lassen und flieht. Zu Beginn eher unsicher entwickelt sich Ellin zu einer selbstbewussten und mutigen jungen Frau, die mir persönlich sehr sympathisch war.
Kylian ist ein Kämpfer wie er im Buche steht. Nach außen wirkt er recht mürrisch und eher kalt. Tief in Inneren aber entwickelt er Gefühle für Ellin. Diese gibt er aber lange nicht zu, auch zum Schutz von Ellin. Seine Gefährten sind Kylian treu ergeben, sie vertrauen ihm vollkommen. Mit der Seherin Geldis verbindet Kylian ein besonderes Verhältnis.

Auch die zahlreichen Nebenfiguren, wie Kylians Gefährten, hier besonders Jesh, der ebenso Gefühle für Ellin hat, oder auch Lord Wolfhard sind Christine Millman gut gelungen. Sie alle haben Ecken und Kanten, wirken daher sehr realistisch. Zu manch einem hätte ich mir aber schon ein paar mehr Details gewünscht.

Der Schreibstil der Autorin ist etwas gewöhnungsbedürftig. Sie schreibt poetisch und nach etwas Einlesezeit auch flüssig und gut lesbar. Der Stil passt aber gut zur gesamten Geschichte und zur der Zeit in der die Handlung spielt.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Hierfür hat Christine Millman den personalen Erzähler verwendet. So bleibt allerdings eine gewisse Distanz zum Gesamtgeschehen.
Die Handlung selber wird je weiter man voranschreitet immer spannender. Die Spannungskurve steigt kontinuierlich an. Man ist von Beginn an direkt mitten im Geschehen. Das Vergangene wird erst nach und nach erläutert. Die komplette Handlung wirkt schlüssig aufgebaut und ist nachvollziehbar. An manchen Stellen allerdings hat sich Christine Millman zu sehr in Beschreibungen verloren und das Geschehen rückt etwas in den Hintergrund.
Die eingebaute Liebesgeschichte zwischen Ellin und Kylian wirkt realistisch und ist richtig schön. Sie beginnt langsam und vorsichtig und entfaltet sich dann vollends.

Das Ende ist abgeschlossen, es handelt sich hier um einen Einzelband. Es ist zufriedenstellend und rundet das Buch gut ab.

Fazit:
Der Fantasyroman „Ellin“ von Christine Millman ist gar nicht mal so schlecht.
Charaktere, die realistisch wirken, eine interessante Grundidee und eine kontinuierlich spannender werdende Handlung machen dieses Buch nicht nur für Liebhaber dieses Genre interessant.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Meine Rezension ist auch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

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