Mittwoch, 12. März 2014

Gelesen: "Dornenherz: Jedem Ende wohnt ein Anfang inne" von Jutta Wilke




-          Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
-          Verlag: Coppenrath, Münster (Januar 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3649613700
-          ISBN-13: 978-3649613701
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre


Kurzbeschreibung:
Seit dem Unfalltod ihrer Schwester vor einem Jahr ist Anna wie gelähmt und droht, sich ganz und gar darin zu verlieren, den Eltern die verstorbene Tochter ersetzen zu wollen. Bei einem Streifzug über den Friedhof wird sie von einer geheimnisvollen schwarzen Katze angelockt, die sie zu einer längst vergessenen Lichtung führt. Die Wege sind mit Moos bewachsen. Efeu rankt über die verwitterten alten Grabsteine. Und inmitten all dessen erblickt Anna mit einem Mal eine Engelsstatue umgeben von einem Meer aus weißen Rosen. Wie magisch angezogen, tritt sie näher an den Engel heran und berührt eine der weißen Blüten zu seinen Füßen. Nicht ahnend, dass sie damit eine schicksalhafte Wendung in Gang setzt …
(Quelle: Coppenrath Verlag)

Meine Meinung:
Annas Schwester Ruth ist bei einem tragischen Autounfall ums Leben gekommen. Für Anna sind dies schmerzhafte Erinnerungen und sie hat sich seit Ruths Tod immer mehr zurückgezogen.
Als sich Ruths Todestag zum ersten Mal jährt weigert sich Anna gemeinsam mit ihren Eltern und Leon, Ruths Freund, zum Friedhof zu gehen. Die gewonnene Zeit nutzt sie um sich einem ihrer liebsten Hobbys zuzuwenden, dem Zeichnen. Hierfür sucht sie einen alten Friedhof auf. Dort war sie früher schon öfter gewesen. Anna begegnet hier einer Katze, die sie auf eine abgelegene Lichtung mit einer mysteriösen Aura führt. Auf dieser Lichtung findet Anna eine Engelsstatue vor, die es ihr angetan hat. Und sie macht die Bekanntschaft mit Phil, eine Begegnung die alles verändert …

Das Jugendbuch "Dornenherz: Jedem Ende wohnt ein Anfang inne" stammt von der Autorin Jutta Wilke. Obwohl ich bereits sehr viel von der Autorin gehört habe war dies erst mein erstes Buch von ihr. Es wird aber mit Sicherheit nicht mein letztes gewesen sein.

Anna ist eine Protagonistin, die von Anfang an mein Mitleid geweckt hat. Ich hätte sie am liebsten mehrfach gerne mal in den Arm genommen und einfach getröstet. Der Tod ihrer Schwester Ruth nimmt sie sehr mit, vor allem auch weil sie sich selbst die Schuld dafür gibt. Dabei war es einfach nur ein tragischer Unfall. Früher war sie mal eine wirklich gute Zeichnerin, seitdem Ruth tot ist hat sie den Stift nicht mehr angerührt. Dies ändert sich aber als sich Ruths Tod das erst Mal jährt. Die Engelstatue, die sie auf dem Friedhof findet, gefällt ihr so gut, dass sie wieder anfängt zu zeichnen. Sie schafft es so ihre Trauer zu verarbeiten, was aber wiederum nicht sein darf, ist sie doch Schuld. Man kann den Konflikt spüren, den Anna im Inneren hat.
Phil ist Friedhofsgärtner und begegnet Anna das erste Mal auf dem abgelegenen Friedhof. Er ist jemand mit dem Anna vieles teilen kann, dass sie Leon niemals anvertrauen würde. Er sieht nur sie und nicht die Schwester einer Toten.
Leon mochte ich weniger. Ich hatte ein wenig den Eindruck er würde sich nur mit Anna trösten wollen weil Ruth nicht mehr da ist.

Neben Annas Geschichte wird noch eine Parallelhandlung geschildert. Diese spielt im 19. Jahrhundert und ist die Liebegeschichte von Johanna. Sie wird recht bald das Land mit ihren Eltern und ihrem zukünftigen Bräutigam, den sie gar nicht liebt, verlassen und den Mann, den sie liebt, zurücklassen müssen.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und gefühlvoll. Obwohl Jutta Wilke nur einfache Worte benutzt konnte ich doch vollkommen eintauchen und war gefangen im Geschehen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Anna in der Ich-Perspektive.
Die Parallelhandlung wird im personalen Stil erzählt.
Die Handlung selber ist traurig und man kann Annas Gefühle als Leser selber auch fühlen. Jutta Wilke bringt dem Leser hier Themen wie Trauer und auch Loslassen näher. Die Hilflosigkeit der gesamten Familie wird gut dargestellt.
Aber auch Johannas Geschichte berührt und  weist Parallelen zu Annas Geschichte auf. Beide sind dabei ihr Leben zu verändern.

Fazit:
„Dornenherz: Jedem Ende wohnt ein Anfang inne“ von Jutta Wilke ist ein Jugendbuch das nicht nur durch die wundervolle Optik besticht, sondern auch mit dem Inhalt überzeugen kann.
Wunderbar gestaltete Charaktere und ein gefühlvoller Schreibstil wissen zu verzaubern und konnten mich vollkommen begeistern.
Klare Leseempfehlung!




Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Meine Rezension ist auch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu finden.

Kommentare:

  1. Yeah yeah yeah, ich b in so froh, dass das Buch bei mir einzieht... bei dieser tollen Rezension =)

    LG
    Anja

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  2. Tolle Rezi, allein beim Klappentext dachte ich mir, dass das Buch gut werden wird :)

    LG Piglet ♥

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  3. Das ist gerade auf dem Weg zu mir und ich freu mich schon drauf.
    Darum habe ich auch nur dein Fazit gelesen. Später mehr :-)

    Liebe Grüße
    MacBaylie

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