Montag, 3. März 2014

Gelesen: "Herzenskälte" von Saskia Berwein




-          Taschenbuch: 416 Seiten
-          Verlag: Egmont LYX (9. Januar 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3802589823
-          ISBN-13: 978-3802589829


Kurzbeschreibung:
Die Leiche einer jungen Frau wird im Schaufenster einer Partnervermittlung ausgestellt gefunden. Der Täter hat ihr das Herz entfernt. Jennifer Leitner und Oliver Grohmann vermuten ein Verbrechen aus Leidenschaft. Doch dann wird eine zweite Leiche gefunden, grausam verstümmelt und ebenfalls mit fehlendem Herzen …
(Quelle: Egmont LYX)

Meine Meinung:
Im Schaufenster einer Hochzeitsagentur wird eine Tote gefunden. Sie sah aus wie eine Braut an ihrem Hochzeitstag. Bei der Obduktion stellt sich heraus, es fehlt etwas, nämlich ihr Herz. Der Täter hat es ihr fein säuberlich entfernt.
Kommissarin Jennifer Leitner und Staatsanwalt Oliver Grohmann nehmen die Ermittlungen auf. Doch obwohl sie fieberhaft ermitteln und zunächst von einer Beziehungstat ausgehen können sie keinen Verdächtigen ausmachen.
Wenige Tage später wird ein zweites Opfer im Hanauer Hafen gefunden. Dieses Mal ist ein Mann, übel zugerichtet. Auch ihm fehlt das Herz, allerdings ist es diesmal regelrecht aus ihm herausgerissen worden. Nun ist klar ein grausamer Killer ist unterwegs. Er hat sich seine Opfer bereits aufgesucht und schlägt gnadenlos los.
Leitner und Grohmann suchen den Täter fieberhaft, denn die Zeit scheint gegen sie zu arbeiten …

Der Thriller „Herzenskälte“ stammt von der Autorin Saskia Berwein. Es ist bereits der zweite Fall des Ermittlerduos Leitner und Grohmann. Die Fälle sind aber in sich abgeschlossen und somit kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen. Für mich war dieser Thriller das erste Buch von Saskia Berwein. Es wird aber bestimmt nicht mein letztes gewesen sein.

Jennifer Leitner war mir soweit ziemlich sympathisch. Sie ist Kommissarin und recht stur und eigensinnig. Sie hat aber ein sehr gutes Gespür, das ihr besonders auch in Gefahrensituationen hilfreich ist. Jennifer Leitner wirkt glaubhaft und authentisch eben weil sie auch ihre Ecken und Kanten hat und nicht perfekt ist.
Oliver Grohmann ist der Staatsanwalt. Auch ihn mochte ich wirklich sehr gerne. Sein Privatleben ist in die Handlung mit eingearbeitet, hier spielt besonders seine Tochter Hannah eine recht große Rolle. Man lernt Oliver Grohmann mit der Zeit wirklich gut kennen und auch seine Vergangenheit kommt zur Sprache.
Die Ermittlungsarbeit der beiden ist erfrischend zu lesen. Man folgt den beiden und bemerkt im Verlauf da ist noch mehr zwischen ihnen als diese einfache Zusammenarbeit. Allerdings lässt Saskia Berwein offen ob da etwas draus wird.

Neben den beiden Ermittlern gibt es noch weitere Charaktere, wie beispielsweise die anderen Mitarbeiter. Diese aber bleiben eher im Hintergrund, der Fokus liegt ganz klar auf Leitner und Grohmann.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und mitreißend. Ich konnte gar nicht anders, musste immerzu wissen wie es weitergeht.
Geschildert wird das Geschehen aus den Perspektiven von Jennifer Leitner und Oliver Grohmann. So erhält man einen richtig guten Überblick, ist immer hautnah dabei und kann regelrecht miträtseln. Allerdings man weiß immer nur so viel wie die beiden Ermittler.
Die Handlung ist von Beginn an spannend und diese Spannungskurve wird konstant hoch gehalten. Immerzu gibt es neue rätselhafte Wendungen, die den Fall in eine andere Richtung lenken. Und wenn ich glaubte ich wüsste die Lösung, so wurde ich doch immer wieder eines besseren belehrt.

Der Fall wird erst zum Ende hin wirklich aufgelöst. So kommt während des Lesens keine Langeweile auf.
Das eigentlich Ende hat mich ebenso überzeugt. Es ist nachvollziehbar und logisch und passt wirklich gut. Ich kann damit sehr gut leben.

Fazit:
„Herzenskälte“ von Saskia Berwein ist ein wirklich großartiger Thriller.
Authentische Protagonisten, ein mitreißender Stil und eine Handlung die von Anfang bis Ende spannend ist konnten mich komplett begeistern.
Absolut zu empfehlen!



Mein Dank geht an die Autorin für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Die Rezension ist auch noch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

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