Mittwoch, 30. April 2014

Gelesen: "Schwarze Tränen" von Thomas Finn

-          Taschenbuch: 544 Seiten
-          Verlag: Knaur TB (3. März 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3426513498
-          ISBN-13: 978-3426513491


Kurzbeschreibung:
Im »Gasthaus zum Löwen« in Staufen findet Lukas Faust, Nachfahre des berühmten Doktor Faust, ein mittelalterliches Zauberbuch. Als er einen kostbaren Diamanten aus dem Einband herausbricht, geht auf einmal ein Froschregen über der Stadt nieder, und die Jagd auf ihn wird eröffnet. Erst der schwarze Pudel Mephistopheles, der sich als Teufel persönlich entpuppt, rettet ihn. Mephisto erklärt ihm, dass in der Hölle ein Machtkampf tobt. Wer die drei Teufelstränen besitzt, von denen Lukas’ Diamant eine ist, vermag die Apokalypse heraufzubeschwören. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn die zwei müssen die übrigen Tränen vor ihren Verfolgern finden.
(Quelle: Knaur TB)

Meine Meinung:
Lukas Faust ist der Nachfahre des berühmten Doktor Faust, der einst einen Pakt mit dem Teufel einging. Er hält sich mit Trickbetrügereien und Gaunereien über Wasser. Als er nach einer kurzen Affäre mit Sylvia von dieser abgezockt wird reist er ihr wütend nach Staufen hinterher. Da ahnt Lukas aber noch nicht auf was er sich wirklich eingelassen hat.
In Staufen wird er gezwungen sein Erbe einzufordern und gerät so in einen Kampf, der gerade in der Hölle ausgetragen wird. Ein Kampf zwischen Dämonen und Teufeln, Hexen und Zauberern. Bisher hat Lukas noch Nichtmals geahnt das es diese Wesen überhaupt gibt.
Einer scheint ein ganz besonderes Interesse an Lukas zu haben, ein kleiner schwarzer Pudel, der ausgerechnet auf den Namen Mephistopheles hört …

Der Fantasyroman „Schwarze Tränen“ stammt aus der Feder des Autors Thomas Finn. Obwohl es bereits mehrere Werke von ihm gibt war dies mein erstes Buch von ihm.

Lukas Faust ist 26 Jahre alt, ein Nachfahre des berühmten Doktor Faust und war mir sehr sympathisch. Er hat sein Studium abgebrochen und schlägt sich nun als Zauberkünstler und Trickbetrüger durchs Leben. Dabei schreckt er auch nicht davor zurück Menschen zu betrügen auch wenn sie ihm etwas bedeuten. Er macht quasi immer wieder alles falsch. Seine Schwächen machen Lukas zugänglich auch wenn er gerade zu Beginn eine eher zwielichtige Gestalt ist. Doch im Laufe der Handlung verändert sich Lukas immer weiter.

Auch die anderen Figuren sind Thomas Finn sehr gut gelungen. Sie stammen meist aus Sagen und Legenden, die man aber nicht unbedingt alle kennen muss. Allen voran hat mir natürlich Mephistopheles wunderbar gefallen, der Teufel in Gestalt eines schwarzen sprechenden Pudels. Warum er als Pudel erscheint erfährt man natürlich auch. Mephisto ist genauso wie man sich einen Teufel vorstellt, durchtrieben und böse. Er ist auf Lukas angewiesen aber Lukas auch auf ihn. Weitere Charaktere sind beispielsweise die teilweise kühle geheimnisvolle Hexe Millepertia oder auch der Geomant Abraham von Worms, der für Lukas ein Lehrmeister ist.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig lesbar und sehr detailliert und bildhaft. Es ist alles verständlich und gut erklärt.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Lukas, wobei Thomas Finn hierfür die personale Erzählperspektive verwendet hat. Man betrachtet das Geschehen so von außen und bekommt einen wirklich guten Überblick.
Die Handlung an sich ist rasant und spannend gehalten. Es gibt Rätsel zu lösen und immer wenn man vielleicht mit einer Verschnaufsspause rechnet, kommt es anders und es geht temporeich weiter.
Thomas Finn hat wirklich gut recherchiert und verbindet hier allerlei Sagen und Legenden miteinander und versteht es immer wieder den Leser zu überraschen. Allerdings in meinen Augen ließen sich manche der Rätsel doch zu einfach lösen. Sie hätten ein wenig kniffeliger sein können.

Das Ende ist in sich abgeschlossen und hat mir sehr gut gefallen. Der Epilog jedoch ist so geschrieben, dass es vielleicht doch noch irgendwann einen zweiten Teil geben könnte.

Fazit:
„Schwarze Tränen“ von Thomas Finn ist ein wirklich gut geschriebener Fantasyroman, der alte Legenden und Ammenmärchen gekonnt miteinander verknüpft.
Ein toll ausgearbeiteter Protagonist, der bildhafte Stil und eine doch rasante spannende Handlung haben mich begeistert und gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Meine Rezension ist auch hier, hier, hier, hier, hier (unter Manja Teichner) und hier (unter Manja Teichner) zu lesen.

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