Freitag, 6. Juni 2014

Gelesen: "Fragmente: Partials 2" von Dan Wells

Achtung:
Es handelt sich hierbei um 2. Teil einer Trilogie!
Die Rezension kann Spoiler zum 1. Teil enthalten!


-          Gebundene Ausgabe: 576 Seiten
-          Verlag: ivi (10. März 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 349270283X
-          ISBN-13: 978-3492702836
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
-          Originaltitel: Fragments. Partials 2


Kurzbeschreibung:
Die Partials sind zurück.
Unsere Welt liegt in Trümmern. Und sie birgt ein furchtbares Geheimnis.
In ferner Zukunft wurde die Menschheit durch den Isolationskrieg fast vollständig vernichtet - besiegt von den Partials, künstlichen Kriegern, die die Menschen selbst erschaffen hatten. Eine der letzten Überlebenden ist Kira Walker, die erfahren hat, dass sie selbst ein verhängnisvolles Erbe in sich trägt, von dem sie nichts ahnte. Auf der Suche nach ihrer eigenen Herkunft muss sie sich ausgerechnet auf die Hilfe zweier Partials verlassen - Samm und Heron, die als Einzige ihr Geheimnis kennen. Kiras Weg führt sie durch das verwüstete Land, das der Isolationskrieg aus dem nordamerikanischen Kontinent gemacht hat - und dort wird sie dem schrecklichsten Feind begegnen, den die Menschheit je gekannt hat ...
(Quelle: ivi)

Meine Meinung:
Kira trägt ein verhängnisvolles Erbe in sich und macht sich auf die Suche nach Antworten. Sie möchte wissen was es mit der Verbindung zum ParaGen auf sich hat. Ihr Weg führt durch ein verwüstetes Land und sie muss feststellen es kam ihr jemand zuvor. Irgendwer hat die Computer, die Kira Antworten liefern könnten aus einem ParaGen-Gebäude mitgenommen. Doch Kira hat eine Spur, denn wer einen Computer betreiben möchte der braucht Generatoren.
Doch es gibt noch andere teils größere Gefahren als die Partials. Allerdings Kiras Antworten könnten Leben retten, sowohl bei den Partials als auch bei den Menschen. Und so muss Kira ein Bündnis eingehen, ob sie nun will oder nicht …

Der dystopische Roman „Fragmente“ stammt aus der Feder des Autors Dan Wells. Es ist der 2. Teil der „Partials – Trilogie“. „Aufbruch“ habe ich vor über einem Jahr gelesen und es hat mir damals sehr gut gefallen. So war ich natürlich auf diese Fortsetzung sehr gespannt.

Im Buch tauchen nicht nur bekannte Charaktere auf, es kommen auch neue hinzu.
Kira macht eine recht langsame Entwicklung durch. Sie lässt sich nicht von ihrer Mission abbringen und ist ziemlich tough. Sie ist auf der Suche nach Antworten, auf einer Art Selbstfindungstrip.
Samm ist und bleibt ein Partial. Er macht wohl die doch größte Entwicklung durch, ist ruhig und kaum zu erschüttern. Im ersten Teil wirkte er eher noch sehr rational denkend und kühl, hier kommt zum Ende hin auch eine menschliche Seite an ihm durch. Diese ist allerdings nicht so ganz passend.

Nicht nur die beiden genannten, auch die anderen Charaktere, wie Marcus, Afa oder auch Heron, sind Dan Wells recht gut gelungen.

Der Schreibstil des Autors ist recht flüssig und detailliert. Man kann sich als Leser die von Dan Wells gezeichnete Welt sehr gut vorstellen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven, wie beispielswiese der Sicht von Kira, Marcus oder zu Beginn auch von Samm. Das ist ein wenig schwierig, denn es verwirrte mich doch ziemlich.
Die Handlung beginnt sehr ruhig und verhalten. Durch den angesprochenen Perspektivenwechsel hatte ich zusätzlich doch große Probleme wieder ins Geschehen zu finden. Es gibt Hintergründe über die Vernichtung der Menschheit zu erfahren und nach und nach wird der Plot immer dichter und komplexer. Nach dem doch verhaltenen Beginn nimmt die Spannung mehr und mehr zu. Allerdings wurde ich das Gefühl nicht los, dass die Handlung doch teilweise sehr in die Länge gezogen wurde.
Die Atmosphäre ist sehr bedrückend, die von Dan Wells geschaffene Welt wirft einen realistischen Blick auf die Zukunft.
Zum Ende hin zieht die Spannungskurve merklich an, es wird temporeicher und man fiebert als Leser richtig mit den Charakteren mit.

Das Ende selber lässt den Leser mit einem gemeinen Cliffhanger und vielen offenen Fragen zurück. Ich hoffe sehr, dass der abschließende Teil dieser Trilogie nicht zu lange auf sich warten lässt.

Fazit:
Zusammenfassend gesagt ist „Fragmente“ von Dan Wells eine sehr gute Fortsetzung der dystopischen „Partials – Trilogie“.
Die gut gezeichneten Charaktere, der detaillierte Stil und eine nach einem doch recht ruhigen Einstieg interessant gestaltete Handlung haben mir spannende Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Meine Rezension ist ebenso bei Lovelybooks, goodreads, Was liest du?, amazon, buecher.de und thalia.de zu lesen.

1 Kommentar:

  1. Mich könnten die Charaktere nicht komplett überzeugen und ich finde Sam ist sehr blass geblieben. Im ersten Teil haben sie mir viel besser gefallen, genau wie die Handlung. Aber so unterschiedlich sind die Eindrücke zu den Geschichten :-)
    LG

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