Samstag, 21. Juni 2014

Gelesen: "Liebe ist keine Primzahl" von Ulrike Renk


-          Broschiert: 312 Seiten
-          Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. April 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3862653455
-          ISBN-13: 978-3862653454
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren


Kurzbeschreibung:
Das Geheimnis um das Verschwinden ihrer Mutter erzählt Nessie niemandem, auch ihrer besten Freundin nicht – dass diese plötzlich ihre neue Schwester wird, macht alles noch komplizierter
Die fast 15-jährige Nessie möchte so normal wie möglich sein, und auf den ersten Blick ist sie das auch: ein durchschnittlicher Teenager samt Hautproblemen und Herzflattern. Mit ihrem alleinerziehenden Vater lebt sie in Krefeld. Eine Mutter gibt es nicht mehr – und darüber ist Nessie sogar ein bisschen froh. Dass alle, insbesondere ihre beste Freundin Kim, glauben, ihre Mutter sei tot, ist Nessie zwar unangenehm, aber die Wahrheit ist schlimmer.
Doch dann verliebt sich ihr Vater ausgerechnet in Kims Mutter, und das lang gehütete Geheimnis kommt ans Licht. Dass aus der besten Freundin plötzlich eine Stiefschwester wird, macht die Sache nicht einfacher. Und dann gibt es auch noch Lukas, in den Nessie hoffnungslos verliebt ist; doch Lukas hat nur Augen für Kim … Wird die Freundschaft der beiden Mädchen diese Prüfungen überstehen?
Könnte das Leben so logisch sein wie die Mathematik, in die sich Nessie gern flüchtet, wäre alles ganz einfach. Doch Liebe ist leider keine Primzahl.
(Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf)

Meine Meinung:
Nessie ist 14 Jahre alt und mitten in der Pubertät. Zahlen sind ein fester Bestandteil ihres Lebens, gegen ihr den nötigen Halt.
Sie lebt mit ihrem Vater zusammen. Alle in ihrem Umfeld glauben die Mutter sei gestorben, doch Nessie weiß es besser. Ihre Mutter ist in eine Klinik, sie ist krank und wird dort behandelt. Als ihr Vater sich in die Mutter ihrer besten Freundin Kim verliebt droht Nessies Leben im Chaos zu versinken. Kann sie das Geheimnis um ihre Mutter so überhaupt noch wahren? Kann das gut gehen mit der Patchworkfamilie?
Und als ob das noch nicht genug Chaos für Nessie wäre, ist das auch noch Lukas, der Junge in den sich Nessie verliebt …

Das Jugendbuch „Liebe ist keine Primzahl“ stammt von der Autorin Ulrike Renk. Obwohl die Autorin bereits viele Bücher veröffentlicht hat, so ist sie doch bisher an mir vorbeigegangen, denn dies war mein erster Roman aus ihrer Feder.

Im Buch gibt es einige Charaktere, die soweit sehr gut und authentisch beschrieben werden.
Nessie, die Protagonistin, heißt eigentlich Vanessa und ist 14 Jahre alt. Sie lebt mit ihrem Vater alleine. In ihrem Umfeld glauben alle ihre Mutter sei gestorben. Doch dem ist nicht so, sie ist in einer Klinik und wird dort behandelt. Nessie ist ein sympathisches Mädchen mit einem Tick für Zahlen. Sie geben ihr Halt, sind ihre Konstante im Leben. Manchmal ist Nessie ein wenig zickig und auch recht launisch, eben wie ein ganz normaler Teenager in ihrem Alter. Sie hat aber auch gute Eigenschaften. So denkt sie über sich selbst und ihr Verhalten nach und geht auf ihr Gegenüber nach einem Streit zu.
Ihr Vater ist ein ebenso liebenswerter und sympathischer Mann. Er hat es nicht immer leicht mit einem Mädchen in der Pubertät.
Kim ist Nessies beste Freundin. Die beiden verstehen sich richtig gut. Dann aber verlieben sich Kims Mutter Maria und Nessies Vater ineinander.

Auch die anderen Charaktere, wie Nessies richtig Mutter, die psychisch krank ist, ihre Stiefmutter Maria, die oftmals ziemlich überfordert ist mit der ganzen Situation oder auch Finn, der in der Schule ein Außenseiter ist, sich aber sonst als guter verlässlicher Freund entpuppt, haben mir auch sehr gut gefallen. Jeder hat seinen Platz in der Geschichte.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig zu lesen. Allerdings hält sie sich manchmal zu lange mit zu ausschweifenden Erklärungen bei mancher Szene auf. An anderen Stellen wiederum fallen die Erläuterungen zu knapp aus.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Nessie in der Ich-Perspektive. So bekommt man als Leser einen guten Draht zu ihr und ihre Handlungen sind eigentlich auch immer nachvollziehbar.
Die Handlung selber beinhaltet einige, besonders auch für Jugendliche wichtige Themen. So geht es beispielsweise ums Erwachsenwerden, die erste Liebe oder auch um eine psychische Erkrankung eines Elternteils und wie ein Kind/Jugendlicher damit leben muss, damit umgeht.
Die Geschichte ist aus dem Leben gegriffen und regt auch zum Nachdenken an.

Fazit:
Zusammenfassend gesagt ist „Liebe ist keine Primzahl“ von Ulrike Renk ein richtig gutes Jugendbuch.
Authentische Charaktere, der locker flüssige Stil und Themen aus dem Alltag wissen den Leser mitzunehmen und zu unterhalten.
Durchaus lesenswert!


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

Meine Rezension ist auch bei Lovelybooks, goodreads, Was liest du?, amazon, buecher.de und thalia.de zu finden.

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