Sonntag, 29. Juni 2014

Gelesen: "So finster, so kalt" von Diana Menschig



-          Taschenbuch: 384 Seiten
-          Verlag: Knaur TB (1. April 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3426514931
-          ISBN-13: 978-3426514931


Kurzbeschreibung:
Als Merle Hänssler nach dem Tod ihrer Großmutter in deren einsam gelegenes Haus im Schwarzwald zurückkehrt, findet sie im Nachlass ein altes Dokument. Darin berichtet ein gewisser Johannes, der Ende des 16. Jahrhunderts im Haus lebte, über merkwürdige Geschehnisse rund um seine Schwester Greta. Merle tut diese Geschichte zunächst als Aberglaube ab. Doch dann passieren im Dorf immer mehr unerklärliche Dinge: Kinder verschwinden, und auch das alte Haus selbst scheint ein seltsames Eigenleben zu entwickeln. Langsam, aber sicher beginnt Merle sich zu fragen, ob an Johannes’ Erzählung mehr dran ist, als sie wahrhaben wollte.
(Quelle: Knaur TB)

Meine Meinung:
Nach außen scheint Merles Leben perfekt zu sein. Nachts allerdings hat sie schreckliche Alpträume, die ihr zeigen, dass nichts perfekt ist. Da stirbt ihre Großmutter und für Merle bricht eine Welt zusammen. Sie muss nun zurück in den Schwarzwald, dem Ort ihrer Kindheit. Dort muss der Nachlass geregelt werden. Merle zieht vorübergehend in das Haus ihrer Großmutter, das abseits am Waldrand steht. Dort holen sie die Erinnerungen an ihre Kindheit wieder ein und auch die alten Dokumente, die Merle im Haus findet, lassen sie den Atem anhalten …

Der Roman „So finster, so kalt“ stammt von der Autorin Diana Menschig. Es war nach „Hüter der Worte“ bereits mein zweites Buch der Autorin und ich war sehr gespannt was mich wohl erwarten würde.

Die Protagonistin Merle mochte ich sehr gerne. Sie lebt sehr zurück gezogen, hat kaum Freunde. Ihr Job ist Anwältin, den nimmt sie sehr ernst. Als ihre Großmutter stirbt bricht für Merle eine Welt zusammen. Die beiden hatten ein sehr inniges Verhältnis.
Jakob ist Spezialist was Märchen angeht. Er wird von Merle gebeten ihr zu helfen, denn sie möchte gerne wissen was die alten Dokumente bedeuten. Allerdings ist Jakob auch ein merkwürdiger und undurchsichtiger Mensch, der Rätsel aufgibt.

Der Schreibstil der Autorin ist recht locker und bildhaft. Man kann sich die Umgebung sehr gut vorstellen.
Geschildert wird das Geschehen hauptsächlich aus Merles Perspektive. Es gibt aber auch Einschübe aus der Sichtweise von anderen Charakteren, so bekommt man als Leser einen doch guten Überblick.
Die Handlung ist stellenweise recht gruselig und die vorherrschende Stimmung recht düster. Das passt aber beide gut zum gesamten Plot. Es beginnt alles zunächst eher ruhig und verhalten, dann aber steigt die Spannung unaufhörlich an und es gibt Wendungen, die überraschend daher kommen. Die eingebrachten Ideen sind frisch.
Hauptsächlich wird das Geschehen in der Gegenwart erzählt, es gibt aber eingebaute Rückblenden. Diese sind für meinen Geschmack aber zu abrupt, ihre Integration ist nicht ganz gelungen.
Diana Menschig hat in ihrem Buch verschiedene Sagen und Märchen miteinander verknüpft und so eine vollkommen neue Geschichte geschaffen.

Das Ende ist abgeschlossen und unvorhersehbar. Es ist toll und lässt den Leser am Ende zufriedengestellt zurück.

Fazit:
Zusammengefasst gesagt ist „So finster, so kalt“ von Diana Menschig ein gruseliger Roman, der überrascht.
Sympathische Charaktere, der lockere bildhafte Stil und eine spannende Handlung, gespickt mit Märchen und Sagen, haben mich, abgesehen von ein paar Stolpersteinen, gut unterhalten können.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Buch.

Meine Rezension ist auch bei Lovelybooks, goodreads, Was liest du?, amazon, buecher.de und thalia.de veröffentlicht.

1 Kommentar:

  1. Das Buch hat mir auch sehr gut gefallen, war sehr spannend.

    AntwortenLöschen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!