Montag, 2. Juni 2014

Im Gespräch mit ...

Meine lieben Leser,

es ist lange her aber heute, 
zu Beginn der neuen Woche,
habe ich mal wieder ein richtig tolles Interview für euch.


Im Gespräch mit ...

Bettina Kienitz

der Autorin des Kinderbuches 

(erschienen im Januar 2014 im Bookshouse Verlag)

Hallo liebe Bettina,
willkommen auf Manjas Buchregal!
Es freut mich, dass ich dich hier auf meinem Blog begrüßen darf und du mir ein paar Fragen beantwortest.
 
(© Bettina Kienitz)
Für alle, die dich noch nicht kennen, würdest du dich bitte ganz kurz vorstellen?
Ich lebe mit Mann, Hund und Katzen in der Eifel, arbeite seit geraumer Zeit als Autorin und feiere – erstaunlich, wie die Zeit vergeht! - in diesem Jahr ein Jubiläum: Mein erstes Buch erschien vor 25 Jahren.
Seitdem habe ich rund 250 Bücher konzipiert, geschrieben und veröffentlicht – die meisten alleine, einige gemeinsam mit meinem ebenfalls schreibenden Ehemann.

Wie bist du zum Schreiben gekommen? Was war das erste was du geschrieben hast?
Mit dem Schreiben begonnen habe ich Mitte der 1980er Jahre als freie Redakteurin für diverse Magazine. Damals ging es vor allem um Frauenthemen wie Kosmetik, Ernährung und Fitness.
Da war es naheliegend, dass sich mein erstes Buch, das in Zusammenarbeit mit drei Koautor(inn)en entstand, mit eben diesen Themen befasste. Es erschien 1989 unter dem Titel Lady-Fitness – Das neue Körperbewusstsein der Frau und wurde im Lauf der darauffolgenden Jahre in fünf Sprachen übersetzt.

Dein Kinderbuch „Bobbo, das Kellermonster“ ist im Januar 2014 im Bookshouse Verlag erschienen. Kannst du kurz zusammenfassen, um was es in dem Buch geht? Wie bist du auf die Idee zu diesem Buch gekommen?
Den Wunsch, neben Sach- und Activitybüchern auch einmal einen Roman für Kinder zu schreiben, hatte ich seit einiger Zeit im Hinterkopf gehabt. Was aber eine ganze Weile fehlte – da konnte ich grübeln und nachdenken, wie ich wollte -, war eine zündende Idee.
Die kam mir schließlich eines Tages, als ich unten im Keller war, um etwas in den Kartons zu suchen, die wir nach dem letzten Umzug dort abgestellt und nie ausgepackt hatten. Als ich mit Kopf und Händen gerade in einer der Kisten steckte, bekam ich einen Riesenschreck! Etwas hatte sich in der Kellerecke bewegt, etwas Haariges! Was ich aus den Augenwinkeln wahrnahm, war … ein gruseliges Monster!
Ich kann mir vorstellen, was du jetzt denkst: “Die Frau hat eine rege Phantasie!” Und damit hast du völlig recht. Ich habe eine rege Phantasie und bin froh darüber. Sonst würde ich womöglich Gebrauchsanweisungen für Staubsauger und Kaffeemaschinen schreiben, statt Kinderbücher!
In Wirklichkeit war das Monster in der Kellerecke zweierlei: ein dunkelbraunes Bärenkostüm, das ich vor Jahren einmal im Karneval getragen, und die Idee, auf die ich lange gewartet hatte! Na, also! Alles was es gebraucht hatte, waren ein Schreck und ein paar staubige Kartons.
Das, weswegen ich eigentlich in den Keller gegangen war, hatte ich noch immer nicht gefunden, aber das spielte nun keine Rolle mehr. Denn in meinem Kopf begann es bereits zu arbeiten. Ich verließ den Keller, setzte mich an den Computer, und fing an, die Geschichte von Bobbo, dem Kellermonster zu schreiben.
Die Geschichte beginnt ähnlich wie mein eigenes Erlebnis: Im dunklen Keller seines Elternhauses trifft der neunjährige Timmi auf ein Monster – allerdings kein vermeintliches, sondern ein leibhaftiges! Davonlaufen kann er nicht, weil sich die Kellertür nur von außen öffnen lässt. So bleibt ihm nichts anderes übrig, als sich seiner fürchterlichen Angst und dem gruseligen Monster zu stellen!

Hast du einen Lieblingscharakter in deinem Buch?
Ich mag alle Figuren in meinem Buch, selbst Timmis ungeratenen großen Bruder Paule. Aber mein absoluter Liebling ist natürlich Bobbo, das Kellermonster.

Fließen in deine Figuren auch persönliche Sachen mi t ein, wie z.B. eigene Erfahrungen, Eigenschaften etc. oder von Bekannten/Verwandten?
Dass und wie eine eigene Erfahrung zum Entstehen des Romans geführt hat, habe ich bereits erzählt. Ansonsten habe ich die Geschichte sich einfach entwickeln lassen. Gut möglich, dass Eigenschaften von Bekannten oder Verwandten eingeflossen sind. Beabsichtigt habe ich das aber nicht. Die Geschichte ist in meiner Fantasie entstanden, die sich natürlich aus meinen Erfahrungen, meinem Lebensumfeld und meinen Erinnerungen an alles, was ich je gehört, gesehen und erlebt hat , bedient, ohne das mir das im Einzelnen bewusst wäre.

Wie sehr bleiben deine Charaktere an dem von dir ursprünglich erdachten Ablauf der Geschichte? Entwickeln alle ein Eigenleben, oder lassen sich manche auch genau so steuern, wie du es dir ursprünglich dachtest?
Als ich damit begonnen habe, Bobbo, das Kellermonster zu schreiben, hatte ich die Geschichte vorher in groben Zügen im Kopf. Dann habe ich den Figuren „freien Lauf“ gelassen, und so haben sich die Details der Geschichte während des Schreibens „wie von selbst“ entwickelt.

Wie entsteht ein Buch bei dir? Von Anfang bis Ende, oder entsteht vielleicht die Mitte zuerst und plottest drum herum?
Wenn es um Geschichten geht, schreibe ich sie vom Anfang bis zum Ende, was allerdings nicht heißt, dass ich nicht im Anschluss noch das eine oder andere ändere.
Bei Sachbüchern starte ich mit einer Gliederung, di e ich anschließend abarbeite, wobei ich gerne auch einmal hin und her springe.

Ist der Beruf der Autorin dein Hauptberuf? Wolltest du schon immer Autorin werden?
Autorin ist mein Haupt-, aber nicht seit jeher mein Wunschberuf. Ob man etwas auf Dauer beruflich machen will, kann man ja eigentlich erst sagen, wenn man es eine Weile ausprobiert hat. Beim Autorenberuf bin ich „hängengeblieben“. :-)

Wo und wann schreibst du am liebsten? Wie sieht dein Arbeitsplatz aus?
Ich schreibe, wann immer mir danach ist, und normalerweise an meinem Schreibtisch aber auch gerne mal am Strand. Mein Arbeitsplatz sieht chaotisch aus, weil ich praktisch immer mit mehreren Projekten gleichzeitig beschäftigt bin.

Was inspiriert dich beim Schreiben? Wie kommst du auf deine Ideen?
Was inspiriert mich beim Schreiben? Darüber habe ich mir nie den Kopf zerbrochen. Ich denke jedenfalls, es gibt nicht viel, was nicht inspirieren kann, wenn man mit offenen Augen, offenen Ohren und offenem Herzen durch die Welt läuft.
Wie komme ich auf meine Ideen? Schwer zu sagen. Mein Eindruck ist: Die Ideen kommen zu mir.

E-Book oder gedrucktes Buch, wozu tendierst Du?
Wenn es um die Veröffentlichung geht, ist mir jedes Format recht. Zum Schmökern bevorzuge ich gedruckte Bücher; wenn es um Sachbücher geht, sehe ich bei digitalen Formaten durchaus Vorteile, zum Beispiel die Suchfunktion und den schnellen Zugriff auf Wörterbücher und Enzyklopädien.

Wie sieht ein ganz normaler Tag bei dir aus?
Nach dem Aufstehen gehe ich mit dem Hund, frühstücke und setze mich dann an den Schreibtisch. Da ich zuhause arbeite, kann ich jederzeit unterbrechen, wenn mir danach ist.

Womit beschäftigst du dich, wenn du mal nicht schreibst?
Neben dem Schreiben beschäftige ich mich mit dem Basteln von Miniaturen (dinkyworld.net) und mit eigenen Figuren (dinkybears.com).
Einen großen Teil meiner Freizeit verbringe ich mit Tieren und in der Natur.

Beschreibe dich bitte mit 3 positiven und 3 negativen Eigenschaften selbst?
Zu meinen positiven zähle ich folgende Eigenschaften:
Ich lache gerne und lasse mir meine gute Laune nur schwer verderben, ich habe viel Verständnis für Vieles und ein großes Herz für Mensch und Tier.
Meine negativen Eigenschaften behalte ich lieber für mich. Wer sie trotzdem wissen will, muss meine Freunde fragen :).

Hast du literarische Vorbilder?
Nein – was aber nicht heißt, dass mich nicht das eine oder andere Buch inspiriert (hat), das ich irgendwann einmal gelesen habe.

Kannst du schon etwas über neue Projekte/Bücher sag en? Was können deine Leser in naher Zukunft von dir erwarten?
Was zukünftige Projekte betrifft, halte ich mich an die gute alte Lebensregel:
Über ungelegte Eier spricht man nicht.

Wenn du 3 Wünsche frei hättet an deine Leser/Fans, welche wären das?
Als bescheidener Mensch habe ich nur einen Wunsch an meine Leser/Fans: Kauft meine Bücher! :-)
Als Wunsch für meine Leser/Fans schließe ich mich Jonathan Swift an: „Möget ihr alle Tage eures Lebens leben!

Vielen Dank, besonders auch im Namen meiner Leser, dass du dir die Zeit genommen hast und uns ein wenig mehr über dich verraten hast.

Weitere Informationen über Bettina Kienitz 
gibt es auf ihrer

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