Dienstag, 22. Juli 2014

Gelesen: "Ach wie gut, dass niemand weiß" von Alexa Henning von Lange


-          Broschiert: 400 Seiten
-          Verlag: cbt (29. April 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3570162842
-          ISBN-13: 978-3570162842
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren




Kurzbeschreibung:
Meine Liebe glaubt an dich!
Reibungslos, so soll das Leben von Sina, Tochter eines Staatsanwalts, verlaufen. Da passt ein aalglatter Schwiegersohn in spe wie Jean perfekt - jedenfalls für Sinas Eltern. Doch dann verändert ein einziger Abend Sinas ganzes Leben: Als ihre Freundinnen von den Jungs einer Gang angegriffen werden, ist es ausgerechnet einer der Täter, der Sina in letzter Minute rettet. Noah, so heißt der Junge, will Sina unbedingt wiedersehen und steigt sogar heimlich in die Villa ihrer Eltern ein, nur um mit ihr zu reden. Trotz allem, was zwischen ihnen steht, verlieben sich die beiden mit Haut und Haaren. Doch niemand darf von ihren heimlichen Treffen wissen! Und so beginnt ein Spiel mit dem Feuer, in dem plötzlich nichts mehr ist, wie es scheint ...
(Quelle: cbt)

Meine Meinung:
Sina hat ein eigentlich unbeschwertes Leben mit allem was sie sich wünscht. Doch dann wird sie von ihrem Freund betrogen und per Nachricht macht dieser dann auch noch Schluss.
Kurz darauf entgeht Sina nur knapp einem Überfall, bei dem ihre Freundinnen einen Schock erleiden und eine sogar verletzt wird. Sina wird in letzter Sekunde von Noah gerettet. Doch warum hat er das getan? Nach und nach erfährt Sina Noahs wahre Beweggründe. Ihr Vater allerdings versucht ihr einzureden er sei nicht besser als die anderen am Überfall beteiligten Kerle. Doch Sina ist von Noahs Unschuld überzeugt, hat sie doch Gefühle für ihn entwickelt …

Das Jugendbuch „Ach wie gut, dass niemand weiß“ stammt von der Autorin Alexa Henning von Lange. Vor diesem Buch habe ich bereits ein anderes aus ihrer Feder gelesen, dies hier ist allerdings das erste Buch für Jugendliche von ihr gewesen.

Die Protagonisten haben es mir jedoch nicht immer einfach gemacht.
Noah blieb mir das gesamte Buch über sehr fremd. Er wirkt unnahbar, ich wurde nicht schlau aus ihm. Auch Sina lässt er nicht wirklich an sich heran. Seine Gefühle bleiben gänzlich im Dunkeln, was ich schade fand, denn ich wollte verstehen was Sina zu Noah hinzog.
Sina ist eigentlich ein ganz sympathisches Mädchen. Sie ist 17 Jahre alt und kommt aus gutem Hause. Zu Hause findet sie nicht wirklich Gehör, dabei bräuchte sie eigentlich Unterstützung. Mit ihren Freundinnen kann sie auch nicht wirklich reden. Sina ist recht sprunghaft, hat viele Stimmungsschwankungen, die mich manchmal schwindelig gemacht haben. Nicht immer ist alle nachvollziehbar bei ihr.
Sinas Eltern empfand ich als komisch. Die Mutter ist sehr durchgeknallt, der Vater ist Oberstaatsanwalt und ihm geht es eigentlich immer nur ums Ansehen. Er macht allerdings im Verlauf der Handlung eine Wandlung durch und wurde doch noch recht annehmbar.

Auch die anderen Personen im Buch, wie Jean, Sinas Ex-Freund, oder auch Franzi, die ich richtig liebenswert und cool fand, sind soweit gut gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist gut verständlich, jugendlich und flüssig zu lesen. Es ist, besonders durch die Liebesgeschichte zwischen Noah und Sina, recht emotional.
Die Handlung ist leider durchwachsen. Es geht sehr stark los, lässt aber bereits nach ein paar Seiten wieder rasch nach. Ab da hatte ich wirklich zu kämpfen, denn mir kam es langatmig und zäh vor. Erst ab circa der Mitte des Buches ging es wieder bergauf. Die Handlung wurde wieder spannender und es kam merklich Fahrt auf.
Die Liebesgeschichte zwischen Noah und Sina hat mir sehr gefallen. Sie ist emotional und ja einfach schön, auch wenn sie verboten ist. Sie ist aber sehr einseitig gestaltet, Noah bleibt beinahe immer außen vor, man erfährt nur von Sinas Seite.
Die Grundidee hat mir gefallen. Sie ist interessant gestaltet aber es geht zu viel auf und ab.

Das Ende ist recht kurz gehalten. Es ist dramatisch, wirkt aber, eben weil es recht schnell geht, auch irgendwie übertrieben. Es hat mich nicht sonderlich überrascht, sondern kam eher wie erwartet.

Fazit:
Kurz gesagt ist „Ach wie gut, dass niemand weiß“ von Alexa Henning von Lange ein Jugendbuch, das mich unentschlossen zurücklässt.
Die recht gut gestalteten Charaktere und der flüssige Stil hätten mich begeistern können wäre da nicht eine Handlung mit für mich zu vielen Hochs und Tiefs.
Potential ist definitv vorhanden, nur leider hat die Autorin es nicht voll genutzt.
Schade!


Ich danke dem Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar.

Kommentare:

  1. Naja, okay, vielleicht werde ich es auch lesen. Du hast wirklich einen sehr schönen Schreibstil, dass man fast neidisch wird! Ich will auch... :( Mir gefällt dein Blog wirklich sehr gut, mach weiter so!

    Wenn du lust hast, kannst du ja mal bei mir vorbeigucken: www.versgefluester.blogspot.de :)

    LG!

    AntwortenLöschen
  2. Schade, dass es dir nicht gefallen hat.. mir hat das Buch sehr gefallen ;

    Liebe Grüße,
    Lisa

    AntwortenLöschen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!