Freitag, 4. Juli 2014

Gelesen: "Das Mädchen mit den Engelshänden" von Anne Lück



-          Format: Kindle Edition
-          Dateigröße: 1487 KB
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 224 Seiten
-          Verlag: Forever (11. Juli 2014)
-          Sprache: Deutsch


Kurzbeschreibung:
Johanna kann seit ihrer Kindheit den Tod von Menschen mittels einer Berührung sehen. Als sie auf diese Weise ihre einzige Freundin Carla verliert, ist Johanna vollkommen am Ende. Sie begeht Selbstmord.
Auf der Schwelle zwischen Leben und Tod trifft sie auf Than – einen Todesengel, der ihr anbietet, ihr Leben ebenfalls als Todesengel fortzuführen. Als Johanna das Angebot annimmt, ahnt sie noch nicht im Geringsten, was sie erwarten wird – die Intrigen der Engel, eine neue Liebe und eine Freundschaft, die weit über den Tod hinausgeht.
(Quelle: Forever)

Meine Meinung:
Johanna lebt bei ihrer Tante, die sie aber nicht sonderlich gerne bei sich hat. Bezeichnet sie Johanna doch immer wieder als Hexe. Denn Johanna hat eine Gabe, die aber gleichzeitig auch ein Fluch für sie ist. Sie kann, wenn sie Menschen berührt, deren Tod sehen. Johanna zieht sich immer mehr zurück, lässt niemanden an sich heran, außer ihren Therapeuten Sebastian.
Eines Tagesnimmt Sebastian noch eine weitere Patientin an, Clara. Zwischen den Mädchen entwickelt sich langsam eine enge Freundschaft. Doch dann sieht Johanna Carlas Tod und als sie wenig später stirbt möchte Johanna nicht mehr leben und begeht Selbstmord.
In der Zwischenwelt, zwischen Leben und Tod, begegnet sie Than. Er ist ein Todesengel und Johanna kann, wenn sie möchte, auch ein Todesengel sein.
Während ihrer Arbeit lernt Johanna nicht nur die Liebe kennen, sondern deckt auch hinterhältige Intrigen der Engel auf. Und sie erfährt was es heißt eine wirkliche Freundin zu haben …

Der Roman „Das Mädchen mit den Engelshänden“ stammt von der Autorin Anne Lück. Sie hat bereits Bücher in Eigenregie veröffentlicht, dies hier ist das erste Buch bei einem Verlag.

Die Charaktere der Geschichte sind facettenreich gestaltet und besitzen Tiefe.
Johanna hat eine Sozialphobie. Sie meidet andere Menschen, ist lieber für sich alleine. Johanna wohnt bei ihrer Tante, wo sie sich aber nicht wohlfühlt. Ihre Eltern sind bei einem Verkehrsunfall gestorben. Johanna, oder auch Hanna, wie sie im Verlauf immer wieder genannt wird, ist zu Beginn eigenbrötlerisch und auch sehr einsam. In der Schule ist sie eine Außenseiterin, bis zu dem Tag an dem Carla in ihr Leben tritt. Doch auch sie kann nicht ändern, was Tatsache ist, Hanna kann, wenn sie Menschen berührt, deren Tod sehen. Diese Gabe ist ihr nicht geheuer, macht sie regelrecht fertig. Keiner weiß etwas davon, da Hanna sehr verschlossen ist. Nur gegenüber ihrem Therapeuten Sebastian ist sie offener. Im Verlauf der Handlung wird Hanna selbstsicherer und selbstbewusster. Ich persönlich mochte Hanna wirklich gerne.
Carla ist auch Patientin bei Sebastian, genau wie Hanna. Zuerst haben die beiden Mädchen Probleme miteinander, doch Carla gibt nicht auf, immer wieder nähert sie sich Hanna. So entwickelt sich eine Freundschaft die auch über den Tod hinaus Bestand hat. Carla ist zunächst eher unsicher, wird dann aber auch mutiger und selbstsicherer. Auch Carla habe ich während des Lesens sehr in mein Herz geschlossen.
Than ist ein Todesengel. Er erledigt Aufträge für Lilith und Hanna wird ihm nach ihrem Tod an die Seite gestellt. Die beiden zusammen geben ein ziemlich gutes Team ab und mit der Zeit merkt man als Leser da ist mehr, viel mehr.
Die Liebesgeschichte zwischen Johanna und Than ist zuckersüß. Sie entwickelt sich nach und nach und hat mich richtig begeistert. Ich geb auch zu zwischenzeitlich wurde mich richtig schwer ums Herz.

Neben den genannten Personen gibt es noch weitere Charaktere im Buch. So zum Beispiel Sebastian, den Therapeuten, Anke Thomas, Johannas Tante, die ich jedoch so rein gar nicht mochte, und Lilith und Michael, beide Engel, der hier eine doch bösere Rolle einnimmt.

Der Schreibstil der Autorin ist leicht und gut zu lesen. Die Szenen sind bildhaft beschrieben, vor allem die Zwischenwelt hat mir hier sehr gut gefallen. Auch die Gefühle der Charaktere werden sehr gut zum Leser transportiert, man kann sie nachempfinden.
Geschildert wird das Geschehen zum großen Teil aus Sicht von Johanna. Es sind aber auch andere Charaktere, die dem Leser einen Einblick geben. Für alle Sichtweisen hat Anne Lück die personale Erzählpersepktive verwendet.
Die Handlung selber ist fantasievoll aber auch romantisch angehaucht. Es gibt spannende aber auch traurige Momente.
Das Buch ist in 4 große Teile unterteilt und in jedem Teil gibt es immer wieder Wendungen und Überraschungen, welche die Handlung in eine neue Richtung lenken.

Das Ende ist sehr schön gewählt. Es ist nicht vorhersehbar und hat mich wirklich sehr glücklich und zufrieden gestimmt. Und ja ich habe auch die eine oder andere Träne verdrückt.

Fazit:
Abschließend gesagt ist „Das Mädchen mit den Engelshänden“ von Anne Lück ein sehr gelungener Fantasyroman der romantisch angehaucht ist.
Liebevoll gestaltete Charaktere, der flüssig lesbare Stil und eine Handlung mit spannenden aber auch traurigen Momenten haben mir tolle Lesestunden beschert und mich mehr als überzeugt.
Klar zu empfehlen!


Ich danke der Autorin für das bereitgestellte Leseexemplar.

1 Kommentar:

  1. Huhu,
    ich bin gerade auf deinen Blog gestoßen und da er mir gefällt bin ich Leserin geworden
    Vielleicht hast du ja Lust mal bei mir vorbeizuschauen :))
    Liebe Grüße,
    Lisa

    http://www.buecherparadis.blogspot.de

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