Montag, 14. Juli 2014

Gelesen: "Klammroth" von Isa Grimm



-          Taschenbuch: 336 Seiten
-          Verlag: Bastei Lübbe (Lübbe Paperback) (13. März 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3785761074
-          ISBN-13: 978-3785761076




Kurzbeschreibung:
Seit Jahren ist der uralte Tunnel stillgelegt. Doch etwas geht um in den Tiefen des Berges. Kinderstimmen wispern im Dunkel, und etwas regt sich in den Schatten.
Einst war Klammroth ein stiller Weinort am Fluss – bis eine Katastrophe die Idylle zerstörte.  Dutzende Kinder starben bei einem verheerenden Unfall im Tunnel, viele weitere wurden entstellt. Nun, sechzehn Jahre später, kehrt eine der Überlebenden nach Klammroth zurück: Anais hat die Qualen des Feuers noch nicht überwunden, als ihr Vater sie zu sich ruft. Etwas Unerklärliches erscheint des Nachts vor den Fenstern. Gespenstisches geschieht – und jemand fordert neue Opfer.
Der Tunnel hat Anais nicht vergessen ...
(Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:
Nach 17 Jahren kehrt Anais nach Klammroth zurück. Eigentlich wollte sie diesen Ort einfach nur vergessen, hat sie doch dort Schlimmes erlebt. Dort angekommen versucht sie herauszufinden weshalb ihr Elternhaus abgebrannt ist und warum ihre Stiefmutter im Haus war und umkam. Bei ihren Recherchen an ihrer Seite ist ihre Tochter Lily.
Es stellt sich heraus alles hat irgendwie mit dem Tunnel zu tun. Der Tunnel, der Anais vor 17 Jahren zum Verhängnis wurde. Während Anais weiterforscht geschehen unerklärliche Dinge, der Alptraum ist noch nicht vorbei …

Der Roman „Klammroth“ stammt von der Autorin Isa Grimm. Es ist das Debüt der Autorin und der Klappentext verspricht hier eine mystische und gruselige Handlung.

Mit der Protagonistin Anais hatte ich ein paar Probleme. Mit ihr warm zu werden hat einige Zeit in Anspruch genommen. Sie ist 34 Jahre alt und reist mit ihrer Tochter Lily zum Ort ihrer Vergangenheit. In Klammroth hat sie Schlimmes erlebt. Anais ist Thrillerautorin und wirkte auf mich teilweise recht sonderbar, aber irgendwie empfand ich sie auch als stark.
Ihre Tochter Lily ist 14 und sie mochte ich sehr gerne. Sie ist eine typische Teenagerin mit einer doch ziemlich großen Klappe. Sie bringt ihre Mutter des Öfteren wieder auf Spur.

Die Nebenfiguren, wie beispielsweise die Polizisten, waren mir leider viel zu unscheinbar gestaltet. Ihnen fehlte Charakter, sie wirkten doch sehr beliebig.

Der Schreibstil der Autorin war zu Beginn doch sehr gewöhnungsbedürftig. Ich brauchte einige Zeit um im Buch anzukommen. Dann aber kam ich recht zügig voran.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Anais im personalen Erzählstil. Das macht es etwas schwierig. Man ist zwar direkt an Anais dran, doch dieses von oben herab schauen passte hier meiner Meinung nach nicht so wirklich.
Die Handlung beginnt mit einem tollen Prolog. Es geht sehr spannend und rasant zu. Doch leider verliert sich eben diese Spannung etwa zu Mitte des Buches merklich. Es wurde ruhig, zu ruhig. Erst zum Ende hin nahm die Spannung wieder zu und es kam zu Wendungen und Überraschungen.

Das eigentliche Ende hat nochmal viel herausgeholt. Es hat mir sehr gut gefallen. Die Auflösung, die alles beantwortet, kam sehr überraschend.

Fazit:
Alles in Allem ist „Klammroth“ von Isa Grimm ein für mich recht schwieriges Debüt.
Eine Protagonistin, die mich erst nach einiger Zeit für sich einnehmen konnte, der zu Beginn schwierige Stil und eine Handlung, die spannend beginnt, dann aber einen Hänger hat konnten mich nicht komplett überzeugen.
Das Potential ist da, wurde aber nicht vollends ausgeschöpft. Schade!


Ich danke dem Verlag für das zugesandte Exemplar.

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