Dienstag, 29. Juli 2014

Gelesen: "Toter Sommer" von Kat Rosenfield



-          Broschiert: 320 Seiten
-          Verlag: FISCHER FJB (24. April 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3841421555
-          ISBN-13: 978-3841421555
-          Originaltitel: Amelia Anne is Dead and Gone


Kurzbeschreibung:
Vielschichtig und spannend: Dieser Thriller geht unter die Haut, er handelt vom Weggehen, vom Loslassen und von der großen Angst vor dem Neuen.
Dieser schwülheiße Sommer wird der letzte sein, den Becca in ihrer Heimatstadt verbringt. Tags zuvor hat sie ihr Zeugnis bekommen und mit ihrem Freund James noch einen drauf gemacht. Doch dann passieren gleich zwei schreckliche Dinge auf einmal: Erst macht James mit ihr Schluss, und am Morgen findet man das tote Mädchen im Straßengraben. Was danach geschieht, wird Beccas Leben für immer verändern.
(Quelle: FISCHER FJB)

Meine Meinung:
In Straßengraben der Kleinstadt Bridgeton wird eine Mädchenleiche gefunden. Sie ist sehr zugerichtet, man erkennt kaum noch wer sie war. Es stellt sich nun die Frage wie kam sie an ihren Fundort und wer hat sie umgebracht.
Besonders Rebecca wird durch die ganze Sache sehr mitgenommen, sollte dieser letzte Sommer, den sie zu Hause verbringt, doch besonders werden. Sie versucht nun herauszufinden was passiert ist.
Doch schon bald verdächtigen sich die Bewohner der Stadt gegenseitig …

Der Roman „Toter Sommer“ stammt von der Autorin Kat Rosenfield. Ich wurde hier sehr vom Klappentext angesprochen und war so natürlich gespannt was mich wirklich erwarten würde.

Die Protagonistin Rebecca, oder einfach nur Becca, ist ein sehr interessanter Charakter. Sie hat ihr gesamtes Leben in nur einer Stadt verbracht und möchte nun, nach ihrem Abschluss, quasi „ausbrechen“, wo anders hin. Becca ist eigentlich ein ganz normales junges Mädchen. Und dennoch, sie fühlt irgendwie, dass es eine Verbindung zwischen ihr und dem toten Mädchen gibt.
Das tote Mädchen heißt Amelia. Sie und Becca haben Gemeinsamkeiten, sind miteinander verbunden.

Die Nebenfiguren im Buch sind sehr zahlreich. Man kommt aber nicht durcheinander oder ist verwirrt, weil manch einer mal da ist und dann wieder nicht. Eher im Gegenteil, jeder der Nebencharaktere trägt seinen Part zum Gesamtgeschehen bei.

Der Schreibstil der Autorin ist recht angenehm zu lesen. Sie schreibt flüssig und realistisch.  Je weiter man vorankommt, desto mitreißender wird es.
Es gibt hier im Buch zwei parallel verlaufende Handlungsstränge. Zu einem den der Ich-Erzählerin Rebecca. Und dann noch den Erzählstrang in dem Amelias Schicksal geschildert wird. Hierbei lernt man Amelie auch recht gut kennen.
Die Handlung selber ist dramatisch und auch spannend. Es ist eigentlich recht schnell klar wer Amelia umgebracht hat. Aber wie ihre Geschichte und die von Rebecca zusammenhängt, das treibt den Leser hier von Seite zu Seite. Manchmal ist es jedoch ein wenig schwer den Überblick zu behalten, den roten Faden nicht zu verlieren. Teilweise ist es auch recht vorhersehbar.
Im letzten Drittel aber zieht die Spannung nochmals an, es gibt Überraschungen und die Puzzleteile fügen sich nach und nach zusammen.

Das Ende hat mir persönlich gut gefallen. Es löst alles auf, ist schlüssig und passend. Es stimmte mich aber irgendwie traurig und ja auch recht nachdenklich.

Fazit:
Abschließend gesagt ist „Toter Sommer“ von Kat Rosenfield ein doch guter Roman.
Die interessant gestaltete Protagonistin, der angenehm zu lesende Stil und eine Handlung, die zwar ab und an vorhersehbar war, aber sonst dramatisch und mitreißend, haben mir hier spannende Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

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