Montag, 8. September 2014

Gelesen: "Das Lächeln der Leere" von Anna S. Höpfner


-          Taschenbuch: 256 Seiten
-          Verlag: cbt (11. August 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3570309266
-          ISBN-13: 978-3570309261
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren



Kurzbeschreibung:
„Und wenn du innen schon total zerbrochen bist.“
Die bewegende Autobiografie eines außergewöhnlichen jungen Mädchens
Sofia ist gerade einmal vierzehn Jahre alt – und magersüchtig. Anstatt wie alle anderen in ihrem Alter erste Erfahrungen mit Jungs zu machen und Partys zu feiern, steckt sie in einer Klinik fest, in der sie neu erlernen soll, was für andere Jugendliche selbstverständlich ist: leben. Schnell spürt sie, dass es gar nicht so einfach ist, ihre Sucht aufzugeben und etwas zu finden, was die Leere in ihr wirklich ausfüllt. Tag für Tag kämpft sie sich durch den Klinikalltag, auf der Suche nach sich selbst. Sie begegnet dort Mädchen, die sie verstehen und im Gesundwerden bestärken. Und ganz langsam findet Sofia etwas wieder, das sie vor langer Zeit verloren hat: ihr Lächeln.
(Quelle: cbt)

Meine Meinung:
Mit gerade mal 14 Jahren ist Sofia bereits magersüchtig. So bleiben die Erfahrungen, die andere Jugendliche in ihrem Alter machen auf der Strecke. Stattdessen verbringt Sofia ihre Zeit in einer Klinik, macht Therapien, lernt andere Mädchen mit ähnlichen Problemen kennen und muss vor allem eines wieder lernen, zu leben.
Kann sie es wirklich schaffen ihre Krankheit hinter sich zu lassen?

Das Jugendbuch „Das Lächeln der Leere“ stammt von der jungen Autorin Anna S. Höpfner. Es ist das Debüt der Autorin und für mich war es das erste Buch über das Thema Essstörungen.

Die Protagonistin Sofia ist gerade mal 14 Jahre alt. Sie ist magersüchtig und verbringt einige Zeit in einer Klinik für Essstörungen. Dort muss sie lernen wieder zu leben. Als Leser kann man sich sehr gut in Sofia hineinversetzen und ich muss zugeben ich habe mit ihr mitgefühlt während des gesamten Buches.

Auch die anderen Personen, wie die anderen Mädchen in der Klinik, Therapeuten, ihre Familie und auch Sofias Freunde sind Anna S. Höpfner gut gelungen. Man kann sie sich alle gut vorstellen.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und flüssig zu lesen. Es ist alles gut zu verstehen. Was ich besonders gut fand am Ende des Buches gibt es eine Art Glossar, wo wichtig Begriffe, gerade auch im Hinblick auf das Thema Essstörung, gut erklärt werden.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Sofia in der Ich-Perspektive. Es ist ihre Geschichte, ihr Weg zurück ins Leben. Man lernt sie so gut kennen und bekommt einen Einblick in ihr Seelenleben.
Die Handlung ist authentisch dargestellt. Man merkt, dass Anna S. Höpfner quasi auch eigene Erfahrungen mit eingebracht hat. Das Hauptaugenmerk liegt hier auf dem Klinikaufenthalt von Sofia. Man kann sich die Klinik gut vorstellen und bekommt einen sehr guten Einblick in das Leben dort. Es ist ein Auf und Ab, macht Sofia an einem Tag einen Schritt vor, geht sie an anderen Tagen zwei Schritte zurück. Dies bringt Anna S. Höpfner wirklich gut zum Ausdruck.

Das Ende hat mich zufriedengestellt im Hinblick auf das Gesamtgeschehen. Es bringt den Leser aber auch zum Nachdenken, man überlegt wie ergeht es Sofia nach ihrem Aufenthalt in der Klinik. Denn ihr Weg ist noch lange nicht zu Ende.

Fazit:
Abschließend gesagt ist „Das Lächeln der Leere“ von Anna S. Höpfner ein authentisches und nachdenklich stimmendes Jugendbuch über ein ernsthaftes alltägliches Thema.
Die glaubhaft dargestellte Protagonistin, der jungendliche flüssig lesbare Stil und eine Handlung, die ein Auf und ab ist und den Leser den Alltag in einer Klinik für Essstörungen näher bringt haben mich hier bewegt und überzeugt.
Sehr zu empfehlen!


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Das Buch steht auf meiner Wunschliste. Danke für die tolle Rezension!
    Lg Sonja

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