Samstag, 6. September 2014

Gelesen: "Die seltsame Berufung des Mr Heming" von Phil Hogan



-          Gebundene Ausgabe: 367 Seiten
-          Verlag: Kein & Aber (1. Juli 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3036957049
-          ISBN-13: 978-3036957043
-          Originaltitel: A Pleasure and a Calling




Kurzbeschreibung:
Dem Immobilienmakler William Heming sollte man sich auf keinen Fall anvertrauen, so einnehmend er auch ist. Kaum hat er einen Verkaufsvertrag abgeschlossen, lässt er den Schlüssel duplizieren und schleicht sich in Abwesenheit der Bewohner nicht nur in deren Häuser - wo er mit Vorliebe alles begutachtet, seinen Hunger stillt, aber gerne auch mal etwas repariert -, sondern er schleicht sich vor allem in deren Leben. 
Sein Hobby wird immer riskanter, seine Taktik immer ausgefeilter, seine Obsession immer dominanter - bis es zum ersten Toten kommt. Und Mr Heming sich verliebt.
(Quelle: Kein & Aber)

Meine Meinung:
William Heming ist Immobilienmakler. Er versucht seine Mandanten immer glücklich zu machen. Allerdings, was keiner weiß, er behält wann immer er ein Objekt an den Mann bzw. Frau gebracht hat, einen Schlüssel zurück. So kann er in Abwesenheit der Bewohner in deren Häuser und vielleicht hier mal einen Wasserhahn reparieren oder da eine Glühbirne austauschen. Allerdings schleicht er sich so in deren Leben und das ist auch kriminell.
Seine Angewohnheiten werden immer extremer, es kommt zu immer mehr riskanten Dingen und sein Leben wird unkontrollierbar und zunehmend hektischer. Bis zu dem Tag an dem es einen Tod gibt und William sich verliebt…

Der Roman „Die seltsame Berufung des Mr. Heming“ stammt von Autor Phil Hogan. Es ist das erste Buch des Autors das ins Deutsche übersetzt wurde und ich war richtig gespannt darauf Mr. Heming kennenzulernen.

William Heming ist ein wirklich unsympathischer ziemlich merkwürdiger Typ. Aber ich finde gerade das macht ihn auch irgendwie interessant. Er hat die Angewohnheit Schlüssel seiner Objekte zu behalten wenn er sie verkauft hat. Er sammelt die Schlüssel regelrecht, es ist ein Zwang.

Auch die anderen im Buch vorkommenden Charaktere sind jetzt nicht unbedingt so, dass man sagen könnte man mag sie ohne Umschweife. Aber ich vermute sehr stark der Autor hat es gewollt. Man soll sich Gedanken um sie machen, sich mit ihnen auseinander setzen. Und das ist gelungen.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und sehr gut zu lesen. Er ist humorvoll und man fühlt sich sehr gut unterhalten.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von William Heming in der Ich-Perspektive. Man bekommt also einen schonungslosen Einblick in seinen Kopf, lernt ihn so kennen.
Die Handlung an sich ist mehr als skurril. Ich meine so ein Immobilienmakler ist mir wirklich noch nicht untergekommen. Es wird nicht alles chronologisch geschildert, immer wieder gibt es Rückblenden in die nahe Vergangenheit, Williams Kindheit und auch Jugend. Man versucht als Leser aus diesen Passagen herauszulesen weshalb William diese Neigung hat. Man kann aber zu jeder Zeit problemlos folgen.
Neben schwarzen Humor kommt aber auch ein wenig Liebe im Buch vor und es gibt sogar krimiähnliche Züge.

Das Ende hat mich leider nicht so ganz überzeugt. Die Hintergründe, warum William Heming so ist wie er ist wurden für meinen Geschmack nicht genügend aufgeklärt.

Fazit:
Alles in allem ist „ Die seltsame Berufung des Mr. Heming“ von Phil Hogan ein Roman der anders ist als andere.
Ein eigentlich unsympathischer Protagonist, der aufgrund seiner Eigenart schon wieder sympathisch ist, der humorvolle gut zu lesende Stil und eine Handlung die herrlich skurril ist haben mir hier kurzweilige sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Leseexemplar.
 

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!