Freitag, 3. Oktober 2014

Gelesen: "Schicksalsfenster" von Roswitha Pörings



-          Format: Kindle Edition
-          Dateigröße: 465 KB
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 240 Seiten
-          Sprache: Deutsch



Kurzbeschreibung:
Für Carolins Geschmack passiert auf dem Land einfach viel zu selten etwas Aufregendes. Vor allem, seit ihre beste Freundin Lia um verstorbene Verwandte trauert und kaum noch Zeit für sie hat. Bestimmt ändert sich daran so schnell nichts, denn Thomas, ihr Cousin, wird jetzt dort wohnen. Kein Wunder, dass sie begeistert ist, als Gregor und seine Clique sie manchmal mitnehmen, obwohl ihre Mutter wenig von ihm hält. Bis Carolin am eigenen Leib erfährt, dass sie ihn nicht unterschätzen sollte.
In der Schule hat Gregor sie dann voll auf dem Kieker und mit Lia gerät sie in einen heftigen Streit. Einziger Lichtblick ist da Thomas, mit seinem total süßen Lächeln und weil er die Gefahren magisch anzieht. Um ihn herum ist einfach ständig irgendwas los! Aber richtig aufregend wird es, als sie ihm einmal folgt und sein Geheimnis entdeckt. Denn Thomas ist ein Held!
(Quelle: amazon)

Meine Meinung:
Carolin lebt auf dem Land. Doch so richtig glücklich ist sie nicht, denn es passiert kaum etwas. Zumal ihre beste Freundin Lily nicht mehr viel Zeit für sie hat seit ihre Tante und ihr Onkel bei einem Autounfall ums Leben gekommen sind und sie sehr um diese trauert. Als Lilys Eltern kurz darauf ihren Cousin Thomas bei sich aufnehmen hat Carolin Angst ihre Freundin endgültig zu verlieren. Bis zu dem Moment als sie Thomas das erste Mal sieht. Sie ist sofort begeistert von ihm. Doch dann geschehen plötzlich merkwürdige Dinge im Dorf.
Kann es sein das Thomas etwas damit zu tun hat?

Ds Jugendbuch „Schicksalsfenster“ stammt von der Autorin Roswitha Pörings. Es ist das Debütwerk der jungen Autorin.

Die Protagonisten Carolin, Thomas und Lia sind wirklich gut gelungen.
Carolin, genannt Caro, ist 15 Jahre alt und ein recht vernünftiges junges Mädchen. Sie und Lia sind miteinander befreundet. Allerdings nicht immer benimmt sich Caro auch wie 15. Einerseits will sie reif und „erwachsen“ sein, andererseits wirkt sie aber auch oft kindisch. Sie ist ein wenig gespalten.
Lia ist 13 Jahre alt und hat mir des Öfteren schon sehr leid getan. Sie trauert um ihre Tante und ihren Onkel und zieht sich sehr zurück, hat kaum noch Zeit für ihre Freundin. Lia ist frech und neugierig und wurde mir, je weiter ich in der Handlung voranschritt immer sympathischer.
Thomas ist ebenfalls 15 Jahre alt und Lias Cousin. Er wird von ihren Eltern aufgenommen nachdem seine Eltern umgekommen sind. Er wirkt geheimnisvoll und hat es mir zugegeben manchmal nicht so leicht gemacht.

Der Schreibstil der Autorin ist zu Beginn doch recht gewöhnungsbedürftig. Ich hatte so meine Probleme, allerdings nach einiger Einlesezeit kam ich gut klar mit den kurzen Sätzen. Diese machen es an manchen Stellen allerdings ein wenig holprig mit dem Lesen. Aber wie gesagt man gewöhnt sich dran und kommt dann voran.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Carolin und Thomas. Beide schildern die Ereignisse in der Ich-Perspektive. So hat man als Leser schon manchmal auch einen kleinen Wissensvorsprung den Protagonisten gegenüber.
Die Handlung ist realistisch und spannend gehalten. Roswitha Pörings hat auch Übernatürliches ins Geschehen eingebaut. Bisher ist mir noch kein Protagonist untergekommen der Visionen hat. Diese Idee war mir recht neu. Die Handlung ist verständlich geschrieben und nichts ist wirklich vorhersehbar.

Das Ende mit der Auflösung ist plausibel erklärt und es passt einfach. Es ist aber auch recht offen gehalten. So hält sich die Autorin wohl auch ein kleines Hintertürchen offen um eventuell eine Fortsetzung schreiben zu können. Ich würde sie auf jeden Fall lesen.

Fazit:
Kurz gesagt ist „Schicksalsfenster“ von Roswitha Pörings ein sehr gutes Jugendbuchdebüt der Autorin.
Die recht gut beschriebenen Charaktere, der zunächst holprige, dann aber gut zu lesende Stil und eine Handlung mit einer noch neuartigen und spannenden Idee haben mich hier doch gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!


Ich danke der Autorin, die mir ihr eBook zur Verfügung gestellt hat.

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