Montag, 20. Oktober 2014

Gelesen: "Tausend Mal gedenk ich dein" von Heike Eva Schmidt



-          Gebundene Ausgabe: 256 Seiten
-          Verlag: Bastei Lübbe (Boje) (15. August 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3414824051
-          ISBN-13: 978-3414824059
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre



Kurzbeschreibung:
Eigentlich läuft alles rund für Nelly. Mit Pina hat sie eine tolle beste Freundin an ihrer Seite, und als sie sich auch noch in Elias verliebt, den Jungen mit den dunklen Wuschelhaaren und den graublauen Augen, könnte ihr Glück perfekt sein.
Doch dann werden in ihrer Klasse immer wieder Mitschüler in merkwürdige Unfälle verwickelt – und der Verdacht fällt ausgerechnet auf Nelly. Schon bald verwischen sich die Grenzen zwischen Gut und Böse. Und Nelly muss erkennen: Das Schlimmste ist manchmal gar nicht die Lüge – sondern die Wahrheit ...
(Quelle: Bastei Lübbe)

Meine Meinung:
Nelly scheint nicht wirklich angekommen zu sein in ihrer Klasse. Umso mehr freut sie sich das Pina den Kontakt zu ihr sucht, obwohl sie bereits 1 Jahr älter ist und somit 1 Stufe über Nelly. Dann taucht auch noch Elias auf und zeigt Interesse an Nelly und ihr Glück scheint perfekt zu sein.
Doch dann haben Nellys Mitschüler nach und nach seltsame Unfälle und ausgerechnet Nelly selbst wird verdächtigt.
Kann sie ihre Unschuld beweisen und den wahren Täter entlarven?

Der Jugendthriller „Tausend Mal gedenk ich dein“ stammt von der Autorin Heike Eva Schmidt. Es war nicht mein erstes Buch, das ich von der Autorin gelesen habe. Bisher hat sie mich immer wieder aufs Neue beeindruckt und so war ich extrem gespannt auf dieses hier.

Nelly ist 15 Jahre alt und ein unscheinbares graues Mäuschen. Sie findet keinen Anschluss und ist zudem auch noch unzufrieden mit sich selber. Wie gerne wäre sie cool, hübsch und beliebt.
Pina ist 16 Jahre alt und eine Stufe über Nelly. Sie ist das komplette Gegenteil von ihr, beliebt, sieht gut aus und ist cool und selbstbewusst. Ich empfand Pina aber auch teilweise als ziemlich egoistisch.
Zwischen den beiden Mädchen entwickelt sich eine Freundschaft, die einerseits recht spaßige Seiten hat aber auch ernste Situationen beinhaltet.

Die Nebenfiguren, wie Elias, in den sich Nelly verliebt, oder Jule, die Neue in Nellys Klasse, bleiben leider recht im Hintergrund. Sie werden nur angerissen, was ich bei manch einem doch schon recht schade fand.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und lässt sich recht flüssig lesen. Besonders die Gefühle der Protagonisten bringt Heike Eva Schmidt sehr gut rüber.
Geschildert wird das Geschehen zum großen Teil aus Sicht von Nelly in der Ich-Perspektive. Es gibt aber auch Passagen von Elias, Jule und Pina, wofür die personale Erzählperspektive verwendet wurde.
Die Handlung beginnt recht schleppend. Es werden Zusammenhänge erklärt, die unverzichtbar für den Rest der Handlung sind. Erst nach und nach baut sich Spannung auf. Ab der Mitte etwas ist die Handlung doch recht vorhersehbar, aber das tut der Spannung keinen Abbruch. Eher im Gegenteil.

Zum Ende hin, nachdem der Täter bekannt ist, gibt es eine Wendung, die mich komplett überrascht hat. Damit habe ich wirklich nicht gerechnet. Das eigentliche Ende war auch recht überraschend, hat mir aber gut gefallen. Der Epilog zeigt einen kleinen Ausblick auf Nellys Zukunft, was mir wirklich gut gefiel.

Fazit:
Alles in Allem ist „Tausend Mal gedenk ich dein“ von Heike Eva Schmidt ein wirklich guter Jugendthriller.
Die vielseitigen Charaktere, der jugendlich gehaltene flüssige Stil und eine Handlung, die zunächst recht schleppend ist, dann aber fesselt und überrascht, haben mir hier spannende Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich danke der Autorin für das Exemplar!

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