Freitag, 14. November 2014

Gelesen: "Es liegt kein Antrag vor - Unerhörtes aus dem Alltag einer Jobsuchenden" von Johanna Richter



-          Broschiert: 240 Seiten
-          Verlag: Schwarzkopf & Schwarzkopf (1. September 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3862653943
-          ISBN-13: 978-3862653942



Kurzbeschreibung:
Unerhörtes aus dem Alltag einer Jobsuchenden – der irrsinnige Weg der jungen Köchin Johanna auf der Suche nach einer neuen Stelle
Was macht man, wenn man zwar eine abgeschlossene Ausbildung, aber keine Stelle hat? Was macht man, wenn man einen Antrag beim Amt abgegeben hat, der aber nicht bearbeitet wird? Was macht man, wenn der Chef von einem verlangt, dass man ein unbezahltes Praktikum nach dem anderen machen soll? Was macht man, wenn einem die Sachbearbeiterin vorschlägt, doch lieber Nageldesignerin (das ist sicher ein Job mit toller Zukunft) oder Kosmetikerin zu werden, man aber Köchin ist und bleiben will?
Über diese und andere Fallstricke, über das, was sie mit dem Jobcenter und anderen Ämtern erlebt hat, bevor sie wieder eine Stelle fand, berichtet Johanna Richter. 
Skurrile Geschichten aus der deutschen Behördenwelt
Ein offener und erschreckender Bericht über die Realität in Jobcentern
Eine längst überfällige Abrechnung 
Für mehr Mut und Durchhaltevermögen bei allen Betroffenen
(Quelle: Schwarzkopf & Schwarzkopf)

Meine Meinung:
Johanna Richter ist 21 Jahre alt. Sie hat einen wirklich sehr guten Realschulabschluss gemacht und danach eine Ausbildung zur Köchin in einem renommierten Hotel. Nach ihrer Ausbildung hat sie sich eine neue Stelle gesucht, diese aber leider nach der Probezeit verloren. Nun bekommt Johanna die ganze Härte der Bürokratie in Deutschland am eigenen Leib zu spüren. Sie stellt zwar einen Antrag auf Arbeitslosengeld aber dieser wird und wird nicht bearbeitet. Wurde er etwa verschlampt?
Über dieses und andere Erlebnisse mit Ämtern schreibt Johanna Richter in diesem Buch.

Das Sachbuch „Es liegt kein Antrag vor - Unerhörtes aus dem Alltag einer Jobsuchenden“ stammt von der Autorin Johanna Richter. Es ist das Debüt der jungen Autorin.

Mit Sicherheit hat jeder bereits Erfahrungen mit Ämtern gemacht, ich auch. Doch es ist wirklich schon erschreckend zu lesen was Johanna Richter wiederfahren ist. Es ist ihre Geschichte nachdem sie 2012 ihre Stelle verloren hat. Danach geriet sie in die Mühlen des Jobcenters.

Immer wieder habe ich mit dem Kopf geschüttelt als ich das Buch gelesen habe. Es ist schon schlimm was teilweise in deutschen Ämtern alles passiert, wovon der normale Bürger keine Ahnung hat. Es wird einfach alles unter den Teppich gekehrt.

Johanna Richter klärt in ihrem Buch auf, zeigt die Arbeitsweise der Ämter auf. Sie macht Mut, stärkt Jobsuchenden den Rücken sich nicht entmutigen zu lassen.

Mit einem locker leichten Schreibstil gibt sie unter anderem auch Tipps wie man die Behördenwillkür überwinden kann. Es ist alles authentisch, da aus ihren persönlichen Leben.
Obwohl es ein Sachbuch ist, so ist es trotzdem auch spannend wie ein Thriller. Was passiert wohl als nächstes? Was lässt sich das Amt nun wieder einfallen? Der ganz normale Wahnsinn eben, den man niemanden wünscht, auch nicht dem schlimmsten Feind.

Fazit:
Kurz gesagt ist „Es liegt kein Antrag vor - Unerhörtes aus dem Alltag einer Jobsuchenden“ von Johanna Richter ein Buch das den Leser die Willkür der Behörden in Deutschland aufzeigt.
Locker und leicht schildert die Autorin ihren eigenen Weg durch den Dschungel der Bürokratie und macht Mut nicht aufzugeben.
Empfehlenswert!


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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