Dienstag, 11. November 2014

Gelesen: "Seelenweh" von Saskia Berwein



-          Taschenbuch: 384 Seiten
-          Verlag: Egmont LYX (4. September 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3802594045
-          ISBN-13: 978-3802594045



Kurzbeschreibung:
Als in einem Abrisshaus die verstümmelte Leiche eines siebzehnjährigen Mädchens gefunden wird, stehen Jennifer Leitner und Oliver Grohmann vor ihrem bislang schwierigsten Fall. Denn die junge Isabell ist bereits das dreizehnte Opfer einer bundesweiten Mordserie, und bis der Täter erneut zuschlägt, ist es nur eine Frage der Zeit …
(Quelle: Egmont LYX)

Meine Meinung:
Kaum ist Jennifer Leitner aus dem Urlaub zurück gibt es auch schon neue Arbeit.
In einem Abrisshaus wurde eine grausam zugerichtete Leiche eines 17-jährigen Mädchens gefunden. Anhand einer Tätowierung kann sie identifiziert werden, ihr Name Isabell. Doch niemand scheint sich wirklich für Isabells Tod zu interessieren, niemand wundert sich darüber. Doch Jennifer nimmt das nicht hin, sie möchte den Mord aufklären und beginnt genauer zu ermitteln.
Da steht plötzlich der BKA Beamte Rhode in der Tür und teilt ihr und Oliver mit Isabell sei das 13. Opfer eines Serienmörders. Und auch Olivers neue Vorgesetze macht ihnen das Leben schwer.
Können Jennifer und Oliver allen Widrigkeiten trotzen und den Fallaufklären?

Der Thriller „Seelenweh“ stammt von der Autorin Saskia Berwein. Es ist bereits der 3. Fall für die Kommissarin Jennifer Leitner und Staatsanwalt Oliver Grohmann. Ich kenne bereits „Herzenskälte“ und war so natürlich sehr gespannt auf diesen Fall.

Die beiden Protagonisten Jennifer Leitner und Oliver Grohmann waren mir bereits gut bekannt. Hier in diesem Teil zeigt Saskia Berwein eine weichere gefühlsbetontere Seite der beiden.
Jennifer mag ich persönlich ja sehr gerne. Sie wirkt tough und weiß wie sie sich durchsetzen kann. Hier gibt sie ein wenig mehr von ihrer Familie preis, zeigt eine weichere Seite von sich. Gegen Oliver, gegen seine Annäherungen, wehrt sie sich aber durch die Zusammenarbeit ist dies nicht von Dauer.
Oliver Grohmann ist mir auch sehr sympathisch. Er hat es dieses Mal nicht gerade leicht, denn er bekommt eine neue Vorgesetzte, die ihm das Leben nicht gerade leicht macht.

Auch die anderen bereits gut bekannten Charaktere sind wieder sehr gut gezeichnet.
Und es gibt neue Personen. Zum einen die Oberstaatsanwältin Anstett. Sie ist eine schwierige und mir ziemlich unsympathische Person, die sehr von sich überzeugt ist. Und dann ist da noch der BKA Beamte Rhode. Er wirkt ziemlich arrogant und ich fand auch ihn nicht unbedingt sympathisch.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sehr gut zu lesen. Sie beschreibt die Szenen sehr lebendig und es gab auch ein, zwei Stellen wo ich doch schlucken musste.
Geschildert wird das Geschehen aus den Sichtweisen von Jennifer und Oliver. Zwischendrin gibt es immer wieder kursive Passagen. Diese gehören einer anderen Person, die ebenso eine zentrale Rolle einnimmt.
Die Handlung ist spannend und immer wieder gibt es Wendungen, die mich überrascht haben. Bereits der Prolog hat mein Interesse mehr als geweckt, ich wollte wissen um was es in diesem 3. Fall geht und wie er aufgelöst wird. Saskia Berwein schafft es dabei mühelos mehrere Handlungsstränge miteinander zu verweben ohne, dass man den roten Faden verliert. Jeder Strang ist für sich interessant gehalten.

Das Ende ist, wie auch schon bei „Herzenskälte“ abgeschlossen. Die Auflösung hat mich persönlich überrascht, damit hab ich ehrlich nicht gerechnet. Die Autorin hat es immer wieder geschafft mich zu täuschen. Ja und ganz am Ende wurde mein Kopfkino dann nochmal sehr angeheizt und ich würde nun liebend gerne den vierten Teil lesen.

Fazit:
Letztlich ist „Seelenweh“ von Saskia Berwein ein gut durchdachter und in meinen Augen gelungener Thriller.
Die vorstellbaren Charaktere, der flüssige lebendige Stil und eine Handlung, die spannend ist und mich überraschen konnte, haben michgefesselt und überzeugt.
Empfehlenswert!


Ich danke der Autorin für ihr Buch!

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