Sonntag, 30. November 2014

Gelesen: "Weil es nie aufhört" von Manfred Theisen



-          Taschenbuch: 288 Seiten
-          Verlag: cbt (8. September 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3570309029
-          ISBN-13: 978-3570309025
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 13 Jahren



Kurzbeschreibung:
Alissa geht in die achte Klasse und träumt davon, ihr nächstes Schuljahr in Neuseeland zu verbringen. Alles ist gut. Da lernt sie auf Facebook Leon Mask kennen, einen Typen in ihrem Alter, der sie versteht. Bald chatten beide häufig miteinander. Immer intimere Details tauscht Alissa mit dem Unbekannten schließlich auch via Skype aus. Was sie nicht weiß: Leon Mask filmt mit, als Alissa ihren Oberkörper enthüllt. In der Folge erpresst Leon Mask Alissa, wenn sie nicht das macht, was er will. Als Alissa sich wehrt, tritt Leon Mask eine Cybermobbingkampagne los. Bald nennen sie Alissa an der Schule die »Facebook-Schlampe« …
(Quelle: cbt)

Meine Meinung:
Alissa besucht die 8. Klasse. Doch zurzeit läuft es gar nicht so gut, in der Schule ist sie nicht unbedingt die Beste und mit ihrem Freund Felix gibt es auch Probleme. Da erhält sie auf Facebook plötzlich merkwürdige Nachrichten von Mask. Einerseits findet Alissa das Geheimnis, das er um sich macht. Komisch aber sie kann dennoch nicht anders und schreibt weiter mit ihm. Findet sie ihn doch richtig nett.
Doch Alissa vertraut Mask viel zu schnell und begeht einen schwerwiegenden Fehler. Den sie erst bemerkt, als es bereits zu spät ist …

Der Jugendroman „Weil es nie aufhört“ stammt vom Autor Manfred Theisen. Für mich war dieses Buch das erste des Autors, in dem er ein eigentlich immer aktuelles Thema aufgreift.

Alissa ist wirklich gut beschrieben. Sie geht in die 8. Klasse, ist aber nicht unbedingt eine gute Schülerin. Mit ihrem Freund Felix läuft es auch nicht so gut. Alissa ist ziemlich naiv und handelt oftmals ziemlich leichtfertig und unbedacht.
Leon war mir unheimlich. Er macht sich unter dem Pseudonym an Alissa ran und nutzt es aus das sie schnell Vertrauen zu ihm fasst. Ihre Naivität kommt ihm zu Gute. Er behandelt seine Mutter ziemlich mies, hat immer wieder Wutanfälle, wo man als Leser nicht weiß wie es dieses Mal endet.

Auch die anderen im Buch vorkommenden Personen, wie Alissas Eltern, Johanna oder auch Felix sind Manfred Theisen gut gelungen. Sie sind alle samt vorstellbar und authentisch beschrieben.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und ziemlich eindringlich zu lesen. Man versteht alles was er meint und kann es vollends nachvollziehen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Gerade aber zu Beginn hatte ich zugegeben damit so ein paar kleinere Probleme. Doch ich habe mich schnell eingefunden und konnte dann mühelos folgen.
Die Handlung beinhaltet ein sensibles, immer aktuelles Thema, Cybermobbing. Manfred Theisen versteht es dieses Thema sachlich und authentisch an den Leser zu bringen. Er zeigt die Gefahren im Internet auf und wie mancher Jugendlicher doch leichtfertig damit umgeht. Es geht spannend und teilweise auch ziemlich schockierend zu. Die Auswirkungen sind manchem vielleicht gar nicht so bewusst, Manfred Theisen zeigt sie auf und regt so zum Nachdenken über das eigene Internetverhalten an.

Das Ende ist einerseits doch recht offen gehalten. So überlegt man als Leser wie könnte es weitergehen. Alissas Geschichte aber ist mit diesem Buch abgeschlossen.

Fazit:
Abschließend gesagt ist „Weil es nie aufhört“ von Manfred Theisen ein realistischer Roman mit einem immer aktuellen Thema.
Authentische Charaktere, der flüssige recht eindringliche Stil und eine abgesehen von leichten Anfangsschwierigkeiten spannende und teils auch schockierende Handlung haben mich hier gefesselt und auch zum nachdenken angeregt.
Wirklich zu empfehlen!


Ich danke dem Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

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