Montag, 22. Dezember 2014

Gelesen: "Hinter den Spiegeln - Das Wiener Vermächtnis" von Ulrike Schweikert



-          Gebundene Ausgabe: 464 Seiten 
-          Verlag: MIRA Taschenbuch (10. Oktober 2014) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3956490649 
-          ISBN-13: 978-3956490644

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Lieben, Lügen und Intrigen: Ulrike Schweikerts opulente Familiensaga im Schatten der untergehenden Donaumonarchie!
Wien 1892. Bei einem tragischen Sturz verliert die junge Komtess Luise von Waldenberg ihr Gedächtnis. Aber gerade das öffnet ihr die Augen: Die Dekadenz des Hofadels kommt ihr plötzlich verlogen vor, im elterlichen Palais erscheint ihr die strenge Aufteilung zwischen den Bediensteten und ihrer eigenen Familie falsch. Und warum werden treppauf und treppab Wahrheiten verschwiegen statt ausgesprochen?
Doch Luise ist nicht allein: In der Werkstatt des jungen Zuckerbäckers Stephan Brucker erlebt sie eine sinnliche Welt voller Düfte, süßer Genüsse und warmer Vertrautheit. Eine Mesalliance bahnt sich an, die auf höchste Empörung stößt. Denn es gibt ungeschriebene Gesetze, die niemand brechen darf. Könnte doch davon die Zukunft der Donaumonarchie abhängen...
(Quelle: MIRA Taschenbuch)

Wien im Jahr 1892:
Die junge Komtess Luise hat einen Reitunfall in dessen Folge sie ihr Gedächtnis verliert. Als sie erwacht ist ihr die Umgebung zwar bekannt und vertraut aber an etwas erinnern kann sie sich nicht. Zusammen mit der Zofe Diana und dem Haushofmeister Milan schafft es Luise das Bild zu wahren und sich nichts anmerken zu lassen.
Doch Luise hat sich verändert, wie man als Leser anhand von ihren Tagebucheinträgen erkennen kann. Sie nimmt ihre Umwelt anders war, sieht so beispielsweise auch den Zuckerbäcker Stephan. Bei ihm und seiner Familie fühlt sich Luise wohl, dort herrscht Wärme und Geborgenheit vor. In ihrem eigenen Zuhause ist sie eher nur geduldet….

Der historische Roman „Hinter den Spiegeln - Das Wiener Vermächtnis“ stammt von der Autorin
Ulrike Schweikert. Es ist der Auftakt einer Reihe und für mich war es das erste Buch der Autorin überhaupt.

Luise ist eine interessant gestaltete Protagonistin. Sie ist aufgeweckt und nach dem Sturz ein anderer Mensch. Anhand ihres Tagebuches ist dies besonders nachzuvollziehen. Luise benimmt sich wie eine junge Dame, ist zuvorkommend und immer freundlich. Ich mochte sie ziemlich gerne.
Stephan ist Zuckerbäcker von Beruf. Er ist ohne erkennbaren Grund, und wohl auch ohne jegliche Chance, in Luise verliebt. Stephan ist recht sympathisch und sieht ziemlich gut aus.
Jovan ist ein Bediensteter, der mehr über Luises Unfall weiß als er zugeben mag. Er überrascht den Leser so immer wieder.

Auch die zahlreichen anderen Figuren sind Ulrike Schweikert wirklich sehr vorstellbar gelungen. Jeder von ihnen hat seine Eigenheiten, die sie facettenreich machen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen. Man kommt sehr gut ins Lesen hinein, es ist sehr detailliert und anschaulich beschrieben.
Geschildert wird das Geschehen in der personalen Erzählperspektive aus verschiedenen Sichtweisen. So wird die Handlung komplex und vielseitig.
Das Geschehen an sich ist gut recherchiert. Es bietet einen wirklich guten Einblick in die damalige Zeit, zeigt auf wie es ist wenn Gegensätze aufeinander prallen. Hier ist es einerseits eine Adelsfamilie, auf der anderen Seite gibt es eine Handwerksfamilie. Die Unterschiede sind gut herausgearbeitet. Es gibt Wendungen und Überraschungen im Geschehen, die es spannend und interessant machen.

Das Ende des Buches hinterlässt noch viele offene Fragen, die hoffentlich im zweiten Teil der Reihe beantwortet werden.
 
Abschließend gesagt ist „Hinter den Spiegeln - Das Wiener Vermächtnis“ von Ulrike Schweikert ein sehr gelungener historischer Roman.
Die anschaulich herausgearbeiteten Charaktere, der flüssig zu lesende Stil der Autorin und eine spannende sehr gut recherchierte Handlung haben mich überzeugt und machen Lust auf mehr.
Klare Leseempfehlung!


Ich danke MIRA Taschenbuch für das Rezensionsexemplar und Katja fürs Organisieren der Leserunde auf Lovelybooks.

1 Kommentar:

  1. Hallo Manja,

    das Buch hört sich ja gut an, davon habe ich noch gar nichts gehört. Deine Rezension finde ich auch sehr gelungen! Dann packe ich das gleich einmal auf die WL.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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