Sonntag, 21. Dezember 2014

Gelesen: "Schüssel mit Sprung" von Angelika Lauriel



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 2166 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 299 Seiten 
-          Verlag: bookshouse (12. Juni 2014) 
-          Sprache: Deutsch 

Das Buch kaufen – Kindle / ePub 
Das Buch kaufen – Taschenbuch
Das Buch beim Verlag 
Der Verlag bei Facebook

Welch eine Hiobsbotschaft: Sanne, glücklich verheiratete Mutter zweier Kinder, muss für drei Wochen die Schwiegereltern aufnehmen, weil deren Haus renoviert wird. Ex-Schuldirektor Matthias plant alles generalstabsmäßig durch und reagiert auf Unvorhergesehenes nervös, während Rosemi ihren Putzfimmel in vollen Zügen auslebt. Beide Eigenschaften liegen der künstlerisch arbeitenden Sanne nicht sehr. Wirklich kritisch wird es, als ihr Mann Axel plötzlich auf Geschäftsreise muss. Wie soll sie bloß zwischen den Hardcore-Alpinisten, ihrer eifersüchtigen Mutter und den meuternden Kindern heil hindurchnavigieren?
Das Chaos wächst, weil ihr ein arbeitsreicher Illustrationsauftrag erteilt wird. Unter solchen Umständen kann sie unmöglich auch noch Hausputz machen.
Als ein Unfall Sanne zu ein paar Tagen Ruhe im Alpiklinikum zwingt, denkt sie zuerst an einen Segen, wäre da nicht ihre Jugendliebe, die nun auch noch ihre Gefühlswelt auf den Kopf stellt. Ist Kai der edle Ritter, der zu ihrer Rettung aus dem Durcheinander eilt?
(Quelle: bookshouse)

Sanne traut ihren Ohren nicht als sie hört das sie ihre Schwiegereltern für 3 Wochen aufnehmen muss. Deren Haus wird gerade renoviert und sie wissen nicht wohin. Dabei kann Sanne nicht so gut mit Matthias, der alles genauestens plant und Rosemi, die immerzu putzt. Als ihr Mann Axel plötzlich auf Geschäftsreise muss wird die Stimmung im Haus kritisch.
Kurz darauf hat Sanne einen Unfall und muss für ein paar Tage in eine Klinik, gezwungen zur vollkommenen Ruhe. Dort läuft sie ihrem Schulfreund Kai über den Weg, der nun auch noch ihre Gefühle komplett durcheinander wirbelt …

Der Roman „Schüssel mit Sprung“ stammt von der Autorin Angelika Lauriel. Vom Namen her war mir die Autorin bereits ein Begriff, gelesen hatte ich vor diesem Buch aber noch nichts von ihr. So war ich natürlich sehr gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.

Die Charaktere hat Angelika Lauriel wirklich sehr schön ausgearbeitet. Sie wirken alle samt authentisch und wie aus dem Leben gegriffen.
Susanne, Sanne genannt, ist Mitte 40, wird aber von ihrer Mutter noch immer wie ein kleines Kind behandelt. Sie wohnt mit ihrem Mann und ihren beiden Kindern nicht weit von ihrer Mutter entfernt, bekommt aber Informationen meist als Letzte bzw. sie erfährt sie gar nicht. Das verletzt Sanne sehr, sie fühlt sich ausgeschlossen und hintergangen. Ich persönlich mochte Sanne sehr gern.
Hilde, Sannes Mutter, war mir zu Anfang doch sehr unsympathisch. Sie ist, wie ich finde, ein ziemlich schwieriger Charakter.
Axel, Sannes Ehemann, ist viel unterwegs und somit für Sanne keine wirkliche Hilfe.
Matthias, der Schwiegervater, is ein ehemaliger Schuldirektor. Sein Spitzname ist „Der General“ und er mischt sich gerne in die Erziehung ein.
Rosemi ist die Schwiegermutter und Hausfrau mit Leib und Seele. Sie ist eine Perfektionistin, putzt wann immer sie kann.

Auch die anderen Charaktere, wie Sannes Kinder Keanu, 12 Jahre alt und mitten in der Pubertät, und Lena, 6 Jahre alt und sehr aufgeweckt, oder auch Kai, der Schulfreund, der Sanne umwirbt, sind wirklich authentisch und aus dem Leben gegriffen. Man kann sie sich gut vorstellen und in sie hineinversetzen.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und leicht zu lesen. Man kommt sehr flüssig durch die Seiten und nicht selten muss man schmunzeln. Es ist sehr humorvoll beschrieben.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Sanne. So baut man als Leser eine ganz besondere Beziehung zu ihr auf.
Die Handlung ist witzig und quasi wie aus dem Leben gegriffen. Es geht um das Miteinander von Jung und Alt sowie um den Zusammenhalt der Familie. Angelika Lauriel hat dies originell, detailliert und temporeich umgesetzt.

Abschließend gesagt ist „Schüssel mit Sprung“ von Angelika Lauriel ein kurzweiliger Roman.
Glaubhafte authentische Charaktere, der locker leichte Stil und eine Handlung, die humorvoll aufgebaut und wie aus dem Leben gegriffen ist und außerdem Themen wie das Zusammenleben von Jung und Alt sowie den Zusammenhalt der Familie anspricht, haben mich hier unterhalten und überzeugt.
Sehr zu empfehlen!


Ich danke der Autorin und dem Verlag für das zugesandte eBook!

1 Kommentar:

  1. Mir gefiel das Buch auch sehr gut, so wie die beiden anderen Bücher der Autorin, die ich schon gelesen hatte. Als Schwigermonster würde ich Rosemi gar nicht bezeichnen, eher als übereifrig und es fehlt den Schwiegereltern etwas an Feingefühl. "Der General" schießt mitunter übers Ziel hinaus, kennt seine Grenzen nicht.

    LG,
    Heidi, die Cappuccino-Mama

    AntwortenLöschen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!