Dienstag, 2. Dezember 2014

Gelesen: "Zeit der wilden Orchideen" von Nicole C. Vosseler



-          Taschenbuch: 512 Seiten
-          Verlag: Goldmann Verlag (18. August 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 344248006X
-          ISBN-13: 978-3442480067



Kurzbeschreibung:
Singapur um 1840. Das Tor zu den Schätzen Asiens. Ein Magnet für Schiffe und Menschen aus aller Welt. Hier lebt Georgina nach dem Tod ihrer Mutter weitgehend sich selbst überlassen. Im üppig wuchernden Garten am Meer kann das Mädchen mit den veilchenblauen Augen umherstreifen und ihre Einsamkeit eine Zeit lang vergessen. Eines Tages findet sie dort einen verletzten Jungen: Raharjo, der dem Volk der Orang Laut angehört, den „Meeresmenschen“. Wie vom Schicksal gelenkt, kreuzen sich ihre Wege über Jahrzehnte hinweg immer wieder, und diese Liebe, die nicht sein darf, verändert nicht nur ihrer beider Leben für immer ...
(Quelle: Goldmann Verlag)

Meine Meinung:
Georgina wächst gut behütet bei ihrem Vater auf. Die Mutter ist gestorben und seitdem zieht sich ihr Vater immer mehr zurück, auch von ihr. Eine wirkliche Bezugsperson hat Georgina somit nicht.
Eines Tages findet sie einen verletzten Jungen am Strand, Raharjo. Er gehört zu den Meeresmenschen. Georgina pflegt ihn gesund, danach ist er wieder verschwunden.
Jahre vergehen und schließlich sehen sich die beiden wieder. Sie verlieben sich ineinander, doch diese Liebe darf nicht sein …

Der historische Roman „Zeit der wilden Orchideen“ stammt von der Autorin Nicole C. Vosseler. Es war nicht das erste Buch der Autorin für mich, ich kannte sie bereits von einem Jugendroman, der mir sehr gut gefallen hatte.

Georgina kommt aus einem guten Elternhaus. Sie lebt mit ihrem Vater und einigen Angestellten in einem großen Haus. Ihre Mutter ist gestorben. Georgina ist ein anfangs wirklich verträumtes Mädchen, das allerdings von ihrem Vater vernachlässigt wird. So ist sie recht einsah und meist alleine. Mit der Zeit wird sie eine erwachsene junge Frau.
Raharjo ist ein Anhänget des Stammes aus alter fernöstlicher Kultur. Er ist ein „Meermann“. Zu Beginn ist er eher fröhlich, lebensfroh und unbeschwert. Mit Fortschreiten der Handlung wandelt er sich charakterlich aber doch sehr.
Georgina und Raharjo sind einander zugeneigt. Dies wächst langsam, dann verlieren sie sich aus den Augen. Als sie sich nach Jahren wiedersehen wird Liebe aus dieser Zuneigung. Aber Raharjo verschwindet letztlich wieder. Es ist ein stetiges Auf und Ab, ein Wechselbad der Gefühle zwischen den beiden.

Auch die Nebenfiguren, wie zum Beispiel Georginas Kinder, sind berührend und wirklich gut beschrieben.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig zu lesen und sie beschreibt die Szenen sehr bildgewaltig und wunderbar vorstellbar.
Die Handlung spielt im 19. Jahrhundert. Als Kulisse hat sich Nicole C. Vosseler Singapur gewählt. Neben der Liebesgeschichte dreht sich alles um die Familiengeschichte. Sie zieht sich über mehrere Jahrzehnte und die Charaktere wachsen mit der Zeit. Man kann von Anfang bis Ende mitfiebern und ist gefesselt vom Setting. Es ist alles absolut schlüssig und vorstellbar.
Besonders gut gefallen haben mir die geschichtlichen Hintergründe, die Nicole C. Vosseler gut recherchiert und ins Geschehen eingewoben hat.

Fazit:
Kurz gesagt ist „Zeit der wilden Orchideen“ von Nicole C. Vosseler ein historischer Roman, der aufwühlt und mitnimmt.
Die vielseitig beschriebenen Charaktere, der bildgewaltige Stil der Autorin und eine schlüssige und fesselnde Handlung vor einer tollen Kulisse konnten mich hier wirklich begeistern.
Sehr zu empfehlen!


Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar.

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