Montag, 22. Dezember 2014

Gelesen: "Zwischen Winter und Himmel" von Elin Bengtsson



-          Broschiert: 160 Seiten 
-          Verlag: Oetinger Taschenbuch (1. Dezember 2014) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3841503144 
-          ISBN-13: 978-3841503145 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre 
-          Originaltitel: Mellan winter och himmel 

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»Stell dir vor, du wüsstest, dass du beispielsweise in einem halben Jahr sterben musst. Würdest du dann nicht lauter wichtige Sachen machen?« Martin ist einer, der Lieder einfängt und Gitarrenakkorde in Schmetterlinge verwandelt. Die schickt er seinem Bruder Andreas. Aber was, wenn Andreas trotzdem nicht aus seinem Zimmer kommt? Wenn er die Zeit, die ihm noch bleibt, nicht nutzt? Niemand weiß, dass Andreas heimlich eine Liste mit drei Dingen schreibt, die er unbedingt noch tun will - bevor er für immer fort ist.
(Quelle: Oetinger Taschenbuch)

Andreas ist 15 Jahre alt und er weiß er wird sterben. Den Sommer wird er nicht überleben. Doch wie geht ein Teenager mit so einem Schicksal um? Andreas hat seinen Weg gefunden, er zieht sich zurück, möchte für sich sein. Sein Bruder Martin kann das nicht verstehen. Er verbringt seine Zeit am liebsten mit seiner Gitarre und seiner Freundin.
Doch welcher Weg ist der bessere? Der ruhigere oder der offenere?

Der Jugendroman „Zwischen Winter und Himmel“ stammt von der Autorin Elin Bengtsson. Es ist das Erstlingswerk der Autorin, in dem sie ein doch schwieriges Thema anspricht.

Die beiden Protagonisten Andreas und Martin sind vollkommen unterschiedlich. Und doch sind sie Brüder, es gibt etwas was sie verbindet, nämlich Andres‘ Krankheit.
Andreas ist 15 Jahre alt und weiß er wird sterben. Er zieht sich immer mehr in sich zurück, möchte für sich sein, sein Leben eher ruhig ausklingen lassen.
Martin ist der ältere der beiden. Er ist offen, spielt gerne Gitarre, dadurch drückt er seine Gefühle aus. Außerdem verbringt er viel Zeit mit seiner Freundin Sara.

Neben diesen Figuren gibt es noch weitere, wie Andreas‘ Ärztin oder auch die Eltern. Sie bleiben mehr oder weniger eher im Hintergrund, nur die Ärztin schafft es zu Andreas durchzubringen.

Der Schreibstil der Autorin war für mich zunächst recht gewöhnungsbedürftig. Sie schreibt in sehr kurzen Sätzen und gerade heraus. Ich habe etwas Zeit gebraucht um damit klarzukommen, dann aber habe ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Man bekommt als Leser den Eindruck wie es unterschiedlichen Menschen mit ein und demselben Schicksal ergeht.
Die Handlung ist nicht unbedingt leichte Kost. Und trotzdem, oder vielleicht auch gerade deshalb, fesselt es den Leser. Es prallen hier quasi zwei Welten aufeinander und man kann als Leser für sich entscheiden welche man besser findet, eher ruhig oder doch eher offen. Allerdings hatte ich vermehrt das Gefühl die Autorin wollte zu viel, sie packt zu viel Handlung in zu wenige Seiten. Es wirkt gedrungen und setzt vielleicht auch die Prioritäten auf falsche Punkte. So rückt zum Beispiels Andreas mehr und mehr in den Hintergrund, Martin nimmt den Hauptteil ein. Man erfährt so auch sehr wenig über Andreas‘ Krankheit, was ich schade fand.

An Ende des Buches bleiben viele Fragen offen, obwohl es sich um einen Einzelband handelt. Es berührte mich hier dann vor allem auch das Schicksal der zurückbleibenden Eltern.


Zusammenfassend gesagt ist „Zwischen Winter und Himmel“ von Elin Bengtsson ein Debüt das Schwachpunkte aufzeigt.
Die unterschiedliche gestalteten Charaktere, der zunächst gewöhnungsbedürftige, dann aber gut zu lesende Stil der Autorin und eine Handlung mit einem doch schwierigen Thema haben mich aber dennoch berührt und nachdenklich zurückgelassen.
Durchaus lesenswert!


Ich danke dem Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar und Katja für die gemeinsame Leserunde auf Lovelybooks!

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