Dienstag, 20. Januar 2015

Gelesen: "Kirschblütentage" von Nancy Salchow



-          Taschenbuch: 336 Seiten 
-          Verlag: Knaur TB (3. November 2014) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3426515032 
-          ISBN-13: 978-3426515037 



Eine Plastikrose mit einer Uhr in der Mitte, ein Teelichthalter aus grünem Glas, ein altes Buch – drei von vielen Dingen, die die zerstrittenen Eltern Jasmin und Vincent und ihre heftig pubertierenden Kinder plötzlich überall im Haus finden. Gegenstände, die Erinnerungen wecken an die unbeschwerte Anfangszeit ihrer Ehe. Aber diese Funde sind kein Zufall. Sorgfältig hat Emilia, die kürzlich verstorbene Großmutter, in ihren letzten Tagen diese Spuren gelegt. In der Hoffnung, ihre auseinanderbrechende Familie wieder zusammenführen zu können. Doch ist der Zauber der Erinnerung stark genug?
(Quelle: Knaur TB)
Emilia hat nicht mehr lange zu leben. Ihre größte Sorge dreht sich um ihre Familie, wie wird es ihr ergehen wenn sie nicht mehr da ist?
Die Ehe von Vincent und Jasmin steht auf der Kippe, ihre Enkelkinder Kea und Philipp sind mitten in der Pubertät. Kurz vor ihrem Tod verteilt Emilia im ganzen Haus Erinnerungsstücke, die ihre Familie, wenn sie nicht mehr ist, an glückliche Zeiten erinnern soll. Können diese Spuren die Familie wieder zusammenführen?

Der Roman „Kirschblütentage“ stammt von der Autorin Nancy Salchow. Es war für mich das erste Buch der Autorin, nun werde ich mir aber wohl noch weitere zulegen.

Die Charaktere der Geschichte sind gut gelungen. Sie wirken alle facettenreich und vielseitig gestaltet.
Jasmin hat mir sehr gut gefallen. In ihrer Ehe kriselt es. Dabei steht die Familie bei ihr an erster Stelle, ihr Wohlergehen geht ihr über alles. In sie kann man sich wirklich gut hineinversetzen.
Mit Vincent hatte ich ein paar Probleme. Er wirkt arrogant und egoistisch, wandelt sich aber im Verlauf der Handlung merklich zum Besseren.
Die beiden Kinder Kea und Philipp ziehen sich immer mehr zurück. Die Pubertät ist bei ihnen voll im Gange und so sind sie auch dementsprechend schwierig zu nehmen. Sie wirken aber glaubhaft und authentisch.
Besonders gefallen hat mir hier aber Emilia, die Großmutter, die nicht mehr lange zu leben hat. Auch wenn es nämlich nur kleine Erinnerungsstücke sind, die sie verteilt, so hat jedes von ihnen eine besondere Bedeutung. Sie hat ganz unterschiedliche Emotionen bei mir hervorgerufen.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und lässt sich leicht und locker lesen. Es ist quasi ein Buch das man gut zwischendurch verschlingen kann, denn man kommt sehr rasant durch die Seiten.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Perspektiven. Es sind die Familienmitglieder, die jeder auf seine Art und Weise die Geschehnisse schildern. Jeder bringt eigene Gefühle mit ein, was mir gut gefiel.
Bei der Handlung handelt es sich um eine Familiengeschichte, wie sie zu jeder Zeit überall passieren kann. Sie weist Tiefgang auf, zaubert dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht, erreicht ihn im Herzen.

Das Ende kommt ein wenig zu schnell und hat mich ein wenig enttäuscht. Es wirkt für mich irgendwie übereilt. Allerdings passt es gut zur Gesamtgeschichte.
Abschließend gesagt ist „Kirschblütentage“ von Nancy Salchow ein sehr guter Roman über die Geschichte einer Familie.
Gut charakterisierte Figuren, ein flüssiger Stil und eine Handlung, die aus dem Leben gegriffen scheint und Tiefe hat, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Das hört sich gut an und ich bin neugierig geworden :-) Danke für die Rezension!
    lg Sonja

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