Montag, 2. Februar 2015

Gelesen: "Der Ozean am Ende der Straße" von Neil Gaiman


-    Gebundene Ausgabe: 240 Seiten 
-    Verlag: Eichborn Verlag (8. Oktober 2014) 
-    Sprache: Deutsch 
-    ISBN-10: 3847905791 
-    ISBN-13: 978-3847905790 
-    Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren 
-    Originaltitel: The Ocean at the end of the lane


Es war nur ein Ententeich, ein Stück weit unterhalb des Bauernhofs. Und er war nicht besonders groß. Lettie Hempstock behauptete, es sei ein Ozean, aber ich wusste, das war Quatsch. Sie behauptete, man könne durch ihn in eine andere Welt gelangen. Und was dann geschah, hätte sich eigentlich niemals ereignen dürfen … Weise, wundersam und hochpoetisch erzählt Gaiman in seinem neuen Roman von der übergroßen Macht von Freundschaft und Vertrauen in einer Welt, in der nichts ist, wie es auf den ersten Blick scheint.
(Quelle: Eichborn Verlag)
Ein Mann fährt zu einer Beisetzung in das Dorf seiner Kindheit. Allzu viele Kindheitserinnerungen hat er nicht, doch da er noch etwas Zeit hat fährt er ein wenig im Dorf herum. Dabei trifft er auf ein Haus und eine alte Frau, die er erkennt. Und so kommen die Erlebnisse mit Lettie Hempstock hoch und er denkt an sein Abenteuer, das er damals erlebt hat …

Der Roman „Der Ozean am Ende der Straße“ stammt vom Autor Neil Gaiman. Er ist bereits recht bekannt, für mich war dies allerdings das erste Buch von ihm.

Der Protagonist bleibt währen der gesamten Handlung namenlos. Er reist quasi zurück in seine Kindheit und erzählt alles was er als 7-jähriger Junge so erlebt hat. Dies sind teilweise recht brutale Dinge gewesen. Er ist mutig und sehr liebevoll gezeichnet.
Die Familie des Protagonisten mochte ich gerne. Sie sind alle normal geblieben, wie jemand von nebenan, mit ihren ganz eigenen Fehlern.
Die Familie Hempstock allerdings blieb mir die gesamte Handlung über rätselhaft vom Verhalten her. Ihre Tochter Lettie war früher jemand der mit dem Protagonisten aufregende Dinge erlebt hat.

Der Schreibstil des Autors ist poetisch, lebendig und sehr bildhaft. Man kann sich alles ganz wunderbar vorstellen.
Geschildert wird das Geschehen aus der Ich-Perspektive des Protagonisten. Dabei gibt es zwei Sichtweisen, einmal die des recht naiven 7-jährigen Kindes und einmal die des Erwachsenen.
Die Handlung ist anders, außergewöhnlich. Es ist vieles rätselhaft. Die Atmosphäre ist recht düster und melancholisch. Man muss sich auf dieses Buch einlassen, es ist sicher nicht jedermanns Sache. Ich geb auch zu das ich zu Beginn so meinen Probleme hatte. Es beginnt recht verhalten, doch dies ändert sich rasch. Die Geschichte ist recht einfach gestrickt, macht aber neugierig und ist nach dem Beginn spannend gehalten.

Das Ende geht ans Herz aber es ist auch ziemlich verwirrend, irgendwie. Es bleibt sehr viel offen, regt den Leser zum Nachdenken an. Ich persönlich empfand es aber so wie es ist als passend gestaltet.
Abschließend gesagt ist „Der Ozean am Ende der Straße“ von Neil Gaiman ein außergewöhnliches Buch.
Ein etwas eigenwilliger Protagonist, der poetische sehr gut zu lesende Stil und eine Handlung, die mystisch und spannend ist und sich nicht in vorgefertigte Muster packen lässt, haben mich hier gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Exemplar!

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