Montag, 2. Februar 2015

Gelesen: "MUC" von Anna Mocikat



-          Taschenbuch: 368 Seiten
-          Verlag: Knaur TB (1. Dezember 2014)
-          Sprache: Deutsch
-          ISBN-10: 3426515407
-          ISBN-13: 978-3426515402



München, 2120: Hundert Jahre nach dem großen Sterben, dem beinahe die gesamte Menschheit zum Opfer fiel, ist von dem Wohlstand der Stadt wenig übrig. Zerstörte Häuser, Müll und Dreck in den Straßen und Skelette in der U-Bahn, so präsentiert sich MUC, wie die Stadt mittlerweile heißt, der Kletterkünstlerin Pia.
Pia ist auf der Suche – nach ihrem Bruder, der vor Jahren verschollen ist, und nach Antworten. Denn das große Sterben haben nur Rothaarige überlebt, ihre Haare jedoch sind pechschwarz. Aber MUC ist kein Ort des Wissens und der Freiheit mehr, sondern eine ­gnadenlose Diktatur. Pia muss sich entscheiden, ob
sie auf der Seite der Unterdrücker oder der Unterdrückten stehen will.
(Quelle: Knaur TB)
Wir schreiben das Jahr 2120. Pia ist von ihrem abgelegenen Dorf auf dem Weg nach MUC, so der Name des ehemaligen München. Sie weiß nicht unbedingt viel darüber, schafft es aber nah genug heranzukommen um eine Gruppe von Schleusern mit deren Schützlingen zu treffen. So gelangt sie letztlich nach MUC. Die Stadt ist komplett verändert. Pia bemerkt MUC ist nicht das Paradies und schon sehr bald muss sie Entscheidungen treffen und Gefahren ausweichen …

Der dystopische Roman „MUC“ stammt aus der Feder der Autorin Anna Mocikat. Es ist das Debütwerk der Autorin, in dem sie die Handlung hier bei uns in Deutschland ansiedelt.

Die Protagonistin Pia war mir sympathisch. Sie ist 20 Jahre alt und setzt alle ihre Hoffnungen in MUC. Mit ihren pechschwarzen Haaren hebt sich Pia aus der Masse ab. Pia ist ein wenig naiv und wirkt sehr schnell selbstüberschätzend. Im Verlauf der Handlung aber entwickelt sie sich merklich weiter.

Neben der Protagonistin gibt es noch Robin und Alea als weitere Charaktere. Sie sind recht interessant, auch wenn man als Leser nicht so besonders viel über sie erfährt und sie so recht blass bleiben.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut. Man kommt sehr flüssig durch die Seiten. Sie beschreibt die Umgebung, München, sehr bildhaft und detailliert, eben sehr gut vorstellbar.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Pia, wofür Anna Mocikat hier die personale Erzählpersepktive verwendet hat.
Die Handlung ist überzeugend. Es gibt von Anfang Spannung, die sich, je weiter man in der Handlung vorankommt, immer noch steigert. Außerdem ist es actionreich und ziemlich rasant.
Die Idee hinter der Geschichte ist nicht unbedingt neu. Es gibt wenige Überlebende einer Katastrophe, die sich eine neue Heimat suchen. Anna Mocikat hat diese aber sehr gut umgesetzt. Dass sie die Handlung in Deutschland angesiedelt hat fand ich hier sehr gelungen.

Das Ende ist sehr gelungen. Es ist stimmig und bietet, wenn man genauer liest, durchaus auch eine Möglichkeit auf eine Fortsetzung.
Zusammenfassend gesagt ist „MUC“ von Anna Mocikat ein ziemlich überzeugender dystopischer Roman vor einer tollen Kulisse.
Eine sympathische Protagonistin, der flüssig lesbare detaillierte Stil und eine actionreiche interessant gestaltete Handlung haben mir hier spannende Lesestunden beschert und mich begeistert.
Empfehlenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar.

1 Kommentar:

  1. Hallo!

    Bei dir schneidet das Buch mal richtig gut ab, bisher habe ich nur zwiegespaltene Meinungen dazu gelesen. So oder so, ich bin sehr neugierig drauf und werde es sicherlich lesen.

    Liebe Grüße,
    Nicole

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