Freitag, 24. April 2015

Gelesen: "Lolito" von Ben Brooks



-          Gebundene Ausgabe: 272 Seiten 
-          Verlag: Atrium Zürich (20. Februar 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3855350558 
-          ISBN-13: 978-3855350551 

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Schreiend komisch, zutiefst berührend und (leider) absolut wahrhaftig: Die haarsträubende Geschichte des jungen Etgar ist zugleich das Porträt einer gebeutelten Generation, die von klein auf im Internet ihr blaues Wunder erlebt.
Der 15-jährige Etgar ist mit seinem Hund Amundsen allein zu Haus. Als er über Facebook herausfindet, dass seine Freundin ihn betrogen hat, bricht es ihm das Herz. Im Internet begibt er sich auf eine Reise durch immer zweifelhaftere Chatrooms und Single-Börsen. Dort trifft er auf Macy, der er sich am Bildschirm als jungdynamischer Hypothekenmakler vorstellt. Hals über Kopf stürzen sich die beiden in eine Cyber-Affäre, und bald taumelt Etgar zwischen nackter Panik und der aufregenden Erkenntnis,
dass im Internet einfach alles möglich ist. Aber dann will Macy Etgar nicht mehr nur im Internet treffen. Mit schlotternden Knien, schweißnassen Händen und Omas Erbe auf dem Konto checkt Etgar in einem Hotel ein. In der Lobby tritt ihm Macy entgegen, sie ist schön, sie ist sexy – und sie entpuppt sich als 46-jährige Schulleiterin.
(Quelle: Atrium Zürich)

Etgar ist 15 Jahre alt und alleine zu Hause. Seine Eltern sind zu einer Hochzeit gefahren. Unter anderem muss sich Etgar nun um den Familienhund kümmern. Doch so richtig kommt er nicht klar, denn er hat Liebeskummer wegen Alice. Aufgrund dessen und weil ihm schrecklich langweilig ist surft Etgar im Internet und trinkt Alkohol.
In einem Chatroom lernt er Marcy kennen. Sie ist auch einsam und die beiden schreiben miteinander. Doch Marcy weiß nicht das Etgar erst 15 ist.
Und ganz plötzlich ist Marcy in London und möchte Edgar kennenlernen …

Der Roman „Lolito“ stammt vom Autor Ben Brooks. Es war für mich das erste Buch des Autors und ich war schon gespannt darauf was mich hier wohl erwarten würde.

Etgar ist ein doch komischer 15-jähriger Junge. Er hat Liebeskummer und ist zudem auch noch alleine zu Hause. Also ertränkt er den Kummer im Alkohol und surft zudem auch noch stundenlang im Internet. Etgar ist heillos überfordert mit einigen Dingen. Von Alice, seiner Freundin wurde Etgar betrogen. Was mich gewundert hat er ist 15 Jahre alt, kann aber bereits in Bars gehen und kauft sich Alkohol. Schon irgendwie komisch. Im Internet lernt Etgar Marcy kennen. Er gibt sich dort als Geschäftsmann aus, nicht als Jugendlicher.
Marcy lernt Etgar im Internet in einem Chatroom kennen. Sie ist, ebenso wie Etgar, einsam und sucht Unterhaltung. Und Marcy ist, genauso wie Etgar, nicht zu hundert Prozent ehrlich.
Als beide aufeinandertreffen staunen sie nicht schlecht wen sie wirklich vor sich haben.

Der Schreibstil des Autors ist ziemlich abgehackt und direkt. Ich hatte so ein paar Probleme damit, vor allem das Reinkommen ins Buch gestaltete sich schwierig.
Die Handlung ist doch sehr skurril. Ich finde auch der Klappentext leitet den Leser ziemlich in die Irre. Es ist ziemlich realistisch und die Themen Internet und wie die heutige Jugend damit umgeht finde ist zwar interessant aber der Humor kam mir doch etwas zu kurz. Ich habe ab und an schmunzeln müssen, mehr aber leider nicht. Außerdem hatte ich doch so meine Probleme damit in die Handlung hineinzukommen.

Das Ende wiederum finde ich absolut gut gelungen. Es kam für mich äußerst überraschend und reißt so einiges heraus.
 
Alles in Allem ist „Lolito“ von Ben Brooks ein Jugendroman, der ganz anders ist als erwartet und sicher nicht für jeden etwas ist.
Ein skurriler Protagonist, der doch recht abgehackte aber direkte Stil des Autors und eine Handlung über die Themen Internet und Jugend haben mich leider nicht hundertprozentig erreichen können.
Schade!


Ich bedanke mich beim Verlag für das zugesandte Buch!

1 Kommentar:

  1. Huhu :)

    Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass der Roman mir gefallen könnte :D Richtig gute geschriebene Rezi! Ich mag etwas außergewöhnliche Romane meistens - aber du hast Recht, manchmal geht so ein Versuch auf schlicht und ergreifend schief ;)

    Liebe Grüße,
    Marie

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