Dienstag, 26. Mai 2015

Gelesen: "Die letzten Tage von Rabbit Hayes" von Anna McPartlin



-          Taschenbuch: 464 Seiten 
-          Verlag: rororo (20. März 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3499269228  
-          ISBN-13: 978-3499269226




Erst wenn das Schlimmste eintritt, weißt du, wer dich liebt.
Stell dir vor, du hast nur noch neun Tage. Neun Tage, um über die Flüche deiner Mutter zu lachen. Um die Hand deines Vaters zu halten (wenn er dich lässt). Und deiner Schwester durch ihr Familienchaos zu helfen. Um deinem Bruder den Weg zurück in die Familie zu bahnen. Nur neun Tage, um Abschied zu nehmen von deiner Tochter, die noch nicht weiß, dass du nun gehen wirst ...
Die Geschichte von Rabbit Hayes: ungeheuer traurig. Ungeheuer tröstlich.
(Quelle: Rowohlt)

Rabbit Hayes hat Brustkrebs. Von ihrer Familie wird sie in ein Hospiz begleitet. Es soll ein Sterben in friedlichen Rahmen werden. Rabbits Tage sind gezählt, den Kampf gegen den Krebs hat sie verloren. 9 Tage lang begleitet der Leser Rabbit in Rückblenden in vergangene Zeiten mit ihrer Familie, ihren Freunden und ihrer Tochter Juliet. Sie ist bisher auch die einzige die nicht weiß, dass ihre Mutter bald gehen muss …

Der Roman „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ stammt von der Autorin Anna McPartlin. Für mich war dieses Buch das erste der Autorin. Es wird aber mit Sicherheit nicht das letzte von ihr gewesen sein.

Die Charaktere des Romans sind alle wirklich absolut authentisch und sehr glaubhaft dargestellt.
Die Protagonistin Rabbit hat mich sehr begeistert. Sie wirkt lebensnah und auch stark, irgendwie. Doch leider hat sie der Krebs gezeichnet, er fordert sein Tribut. Rabbit ist ein Familienmensch, daher wird sie auch von ihren Liebsten ins Hospiz begleitet. Ihre Gefühle werden hier sehr gut zum Leser transportiert, man kann sie förmlich selbst spüren.

Auch die ganzen anderen Charaktere, wie Rabbits Tochter Juliet, ihre Eltern Molly und Jack, ihre Geschwister oder auch ihre beste Freundin sind sehr gut gestaltet. Auch sie wirken real und glaubhaft.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht lesbar. Sie hat mich von Anfang an gefangen genommen, mich mitgerissen und zu Tränen gerührt. Sie transportiert die Gefühle ihre Figuren perfekt zu Leser, berührt diesen emotional.
Geschildert wird das Geschehen aus verschiedenen Sichtweisen der vorkommenden Personen. Anna McPartlin hat hier die personale Erzählperspektive verwendet. So blickt man als Leser in gewisser Weise von oben herab auf das Geschehen.
Die Handlung selbst hat mich mitten ins Herz getroffen. Ich gebe zu ich hatte ein doch großen Respekt vor diesem Buch, da ich selbst weiß wie es ist einen Menschen durch Krebs zu verlieren. Rabbits Weg wird hier absolut glaubhaft und lebensnah geschildert. Die Handlung bewegt und berührt, stimmt nachdenklich. Es geht um die Familie und den Zusammenhalt und eben auch ums Sterben in einem Hospiz. Immer wieder gibt es Rückblenden, Rabbits Erinnerungen an vergangene Zeiten, beispielsweise an ihre erste große Liebe. Es ist eine Mischung aus eben diesen vergangenen Tagen und der Gegenwart. Lachen und Weinen liegen hier so eng beieinander.
Es ist von Anfang an klar wohin es gehen würde, was am Ende kommt. Anna McPartlin hat dieses sensible Thema sehr gut umgesetzt, macht vielleicht auch ein wenig Hoffnung.

Das Ende ist traurig schön. Dadurch das man als Leser quasi über den Roman hinweg darauf vorbereitet wird kann man vielleicht auch ein wenig ein Happy End darin sehen.

Alles in Allem ist „Die letzten Tage von Rabbit Hayes“ von Anna McPartlin ein gelungener sehr gefühlvoller Roman.
Authentische Charaktere, ein lockerer Stil, der emotional berührt und eine Handlung, die aus dem Leben gegriffen ist und mich mitten im Herz getroffen hat, haben mich hier auf ganzer Linie überzeugt und zu Tränen gerührt.
Ganz klar zu empfehlen!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Huhu :)

    Sicher weiß ich gar nicht warum, aber irgendwie fand ich den Titel zuerst ganz spannend und mittlerweile etwas abschreckend... Trotzdem gefällt mir deine Rezi richtig gut - vielleicht bleibt der Roman doch auf meiner Wunschliste ;)

    Liebe Grüße,
    Marie

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