Montag, 29. Juni 2015

Gelesen: "Die Falle" von Melanie Raabe



-          Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 
-          Verlag: btb Verlag (9. März 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3442754917 
-          ISBN-13: 978-3442754915

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Sie stellt ihm eine Falle. Aber ist er wirklich ein Mörder?
Die berühmte Bestsellerautorin Linda Conrads lebt sehr zurückgezogen. Seit elf Jahren hat sie ihr Haus nicht mehr verlassen. Als sie im Fernsehen den Mann zu erkennen glaubt, der vor Jahren ihre Schwester umgebracht hat, versucht sie, ihm eine Falle zu stellen – Köder ist sie selbst.
Dass sie darüber hinaus eine schreckliche Erinnerung aus der Vergangenheit quält, wissen nur wenige. Vor vielen Jahren hat Linda ihre jüngere Schwester Anna in einem Blutbad vorgefunden – und den Mörder flüchten sehen. Das Gesicht des Mörders verfolgt sie bis in ihre Träume. Deshalb ist es ein ungeheurer Schock für sie, als sie genau dieses Gesicht eines Tages über ihren Fernseher flimmern sieht. Grund genug für Linda, einen perfiden Plan zu schmieden - sie wird den vermeintlichen Mörder in eine Falle locken. Doch was ist damals in der Tatnacht tatsächlich passiert?
(Quelle: btb Verlag)

Linda hat damals vor 12 Jahren mit angesehen wie ihre Schwester umgebracht wurde. Sie hat den Täter gesehen und verlässt seitdem ihr Haus nicht mehr. Nur eine Handvoll Leute hat persönlichen Kontakt zu ihr. Durch Fernsehen und Internet hält sie den Kontakt zu Außenwelt. Bis zu dem Tag an den sie den Mörder ihrer Schwester im Fernsehen sieht. Er ist mittlerweile ein großer Journalist und Linda fasst einen Plan. Sie will ihn in eine Falle locken und ihn für ein Interview in ihr Haus einladen.
Der Termin ist recht schnell gefunden, doch kann das wirklich gut gehen?

Der Roman „Die Falle“ stammt aus der Feder der Autorin Melanie Raabe. Es ist das Debüt der Autorin, das sich jedoch nur schwer in ein Genre einordnen lässt. Aufgrund des ansprechend klingenden Klappentextes war ich sehr gespannt auf den Inhalt der Geschichte.

Linda ist eine 38-jährige junge Frau. Sie ist Bestsellerautorin und hat seit nunmehr 11 Jahren ihr Haus nicht mehr verlassen. Linda ist zielstrebig und wirkt stark. Im Inneren aber ist sie schwach und psychisch labil, den Tod ihrer Schwester Anna hat sie nicht verkraftet. Zumal sie mit ansehen musste wie diese umgebracht wurde. Als Leser denkt man recht schnell Linda scheint verrückt zu sein. Doch sie verfolgt einen Plan.
Victor ist ebenso sehr gut gezeichnet. Als Leser allerdings entwickelt man sehr schnell eine Abneigung gegen ihn. Das hat die Autorin hier wirklich gut eingefädelt.

Der Schreibstil der Autorin ist erfrischend und lässt sich sehr flüssig und angenehm lesen. Sie hat eine recht einfache und klare Sprache, alles ist verständlich geschildert.
Erzählt wird das Geschehen zu einem aus der Sichtweise von Linda. Hierfür hat Melanie Raabe die Ich-Perspektive gewählt. So kann man sich in Linda sehr gut hineinversetzen, ihre Handlungen nachvollziehen. Abwechselnd hierzu gibt es immer wieder Passagen aus Lindas Roman. So erfährt man als Leser was damals mit ihrer Schwester geschehen ist.
Die Handlung an sich ist interessant gestaltet. Es war für mich sehr schwierig das Buch in ein festes Genre einzuordnen. Mal ist es eher ein Roman, man doch schon ein Psychothriller. Die Mischung ist auf jeden Fall sehr gelungen.
Das Tempo im Buch steigert sich erst langsam, es geht eher ruhig los. Dann aber hat Melanie Raabe immer wieder Wendungen eingebaut um den Leser im Dunkeln tappen zu lassen. Es gibt Intrigen und Täuschungen, es passt alles sehr gut zusammen. So steigert sich auch die Spannung immer mehr.

Das Ende hat mir nicht zu 100 Prozent gefallen. Es passt zwar sehr gut zur Gesamtgeschichte, ich empfand aber, dass es doch zu viele Zufälle gibt und so wurde ich nicht komplett zufriedengestellt.

Abschließend gesagt ist „Die Falle“ von Melanie Raabe ein sehr guter Debütroman der Autorin.
Die gut gestalteten Charaktere, der angenehm lesbare flüssige Stil mit einer leichten und klaren Sprache und eine Handlung, die schon auch spannend ist, mich aber am Ende nicht komplett zufriedengestellt hat, haben mir hier unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich danke dem Verlag für das zugesandte Rezensionsexemplar!

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