Freitag, 5. Juni 2015

Gelesen: "Keine halben Sachen - Konrad von Kamms 1. Fall" von Antonia Günder-Freytag


-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 2792 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 255 Seiten 
-          Verlag: bookshouse (6. Dezember 2014)  
-          Sprache: Deutsch

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Wenig Blut – Viele Verdächtige – Keine halben Sachen
Hauptkommissar Konrad von Kamms Weihnachtsabend ist verdorben. Nicht nur, dass ihn seine Frau betrügt, auch die Weihnachtsgans ist angebrannt. So kommt ihm der Doppelmord in einer hochherrschaftlichen Villa in München Bogenhausen gerade recht.
Als er mit seinem Kollegen Ralf Utzschneider die Ermittlung beginnt, ahnt er nicht, dass die Wurzeln des Falls bis weit in die Vergangenheit zurückreichen. Bald stößt er auf eine Reihe von Verdächtigen und mit jeder Information verdichtet sich das Rätsel um die Verstorbenen.
(Quelle: bookshouse)

Konrad von Kamm, seines Zeichens Hauptkommissar, hat es zurzeit wirklich nicht einfach. Zum einen betrügt ihn seine Frau und dann hat sie auch noch vergessen die Weihnachtspost abzuschicken. Somit muss er die Verwandtschaft persönlich anrufen. Da klingelt sein Telefon, sein Typ wird verlangt. Im Haus der Familie Kunz gibt es zwei Tote. Firmenchef Heinrich Kunz und sein zweitgeborener Sohn wurden erschossen. Jedes Familienmitglied könnte der Täter sein. Oder hat gar die Mafia ihre Finger im Spiel. Der Fall wird immer undurchsichtiger und verworrener.
Können Konrad von Kamms und sein Kollege Ralf Utzschneider den Fall lösen und den Täter überführen?

Der Kriminalroman „Keine halben Sachen - Konrad von Kamms 1. Fall“ stammt von der Autorin Antonia Günder-Freytag. Es ist das erste Buch einer Reihe rund um den Hauptkommissar Konrad von Kamm. Für mich war dies das zweite Buch der Autorin und obwohl ich nicht wirklich eine Krimileserin bin war ich dennoch sehr gespannt auf die Handlung.

Konrad von Kamm ist ein gut beschriebener Protagonist. Er wirkt sehr authentisch, auch wenn er es nicht gerade leicht hat. Seine Frau betrügt ihn und das findet er ausgerechnet an Weihnachten heraus. Ich mochte Konrad sehr gerne, auch wenn er doch manchmal schon ein komischer Kauz ist.
Sein Kollege Ralf Utzschneider ist das komplette Gegenteil von Konrad. Doch gerade deswegen sind die beiden ein so gutes Team.

Auch die weiteren Charaktere des Buches sind sehr gut beschrieben. Auch sie wirken realistisch und authentisch. Besonders in Erinnerung ist mir hier Konrads Mutter Hildegard von Kamms geblieben.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker zu lesen. Man wird ins Geschehen gezogen und an die Seiten gefesselt. Einmal angefangen kann man das Buch nicht zur Seite legen.
Geschildert wird das Geschehen aus der personalen Sichtweise. Es gibt zwei Zeitebenen, einmal die Ermittlungsarbeit im hier und jetzt und dann gibt es noch Rückblicke in die Zeit 16 Jahre zuvor. Diese Rückblicke helfen wirklich gut bei den Ermittlungen.
Die Handlung selbst ist spannend und hat mich wirklich mitgenommen. Ich wollte immerzu wissen wer denn nun der Täter ist. Ich hatte einige Kandidaten auf meiner Liste und habe so fleißig mitgerätselt.
Die Ermittlungsarbeit der Polizei wird von Antonia Günder-Freytag sehr gut wiedergegeben, man kann es sich sehr gut vorstellen.

Das Ende mit der Auflösung, dem Täter, hat mir sehr gut gefallen. Es ist schlüssig, auch wenn es für mich ein wenig unerwartet war.

Alles in Allem ist „Keine halben Sachen - Konrad von Kamms 1. Fall“ von Antonia Günder-Freytag ein wirklich guter Kriminalroman.
Authentische Charaktere, ein flüssig lesbarer lockerer Stil der Autorin und eine spannende Handlung, die den Leser an die Seiten fesselt und miträtseln lässt, haben mich hier vollkommen überzeugt.
Klar zu empfehlen!


Ich bedanke mich bei der Autorin und dem Verlag für das eBook!

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