Montag, 13. Juli 2015

Gelesen: "Das Licht von Aurora" von Anna Jarzab



-          Gebundene Ausgabe: 448 Seiten 
-          Verlag: Loewe (22. Juni 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3785579500 
-          ISBN-13: 978-3785579503 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre 
-          Originaltitel: Tandem



Ich hatte nicht das Gefühl, als würde er nach Aurora gehören.
Ich hatte eher das Gefühl, als würde er zu mir gehören, egal wo ich war.
Aber das lag ja nicht in meiner Hand und in seiner auch nicht.

Schon immer wollte die 16-jährige Sasha in die Rolle ihrer liebsten Romanheldinnen schlüpfen und Abenteuer in fernen Welten erleben. Nicht ahnend, dass die Geschichten ihres Großvaters über Parallelwelten tatsächlich wahr sind, landet sie plötzlich unfreiwillig in Aurora – einer modernen Monarchie. Neben einem Leben am Hofe erwartet Sasha hier auch die ganz große Liebe. Doch Palastintrigen und Verrat drohen ihre Träume zu zerstören ...
(Quelle: Loewe)

Sasha ist mehr als überrascht als ihr heimlicher Schwarm Grant sie plötzlich anspricht. Als er sie auch noch einlädt mit ihm zum Abschlussball zu gehen ist Sasha mehr als selig. Was Sasha aber nicht ahnt, Grant ist nicht der, für den sie ihn hält. Sein richtiger Name ist Thomas, er kommt aus einer Parallelwelt namens Aurora und sieht Grant nur zum Verwechseln ähnlich. Thomas‘ Ziel ist es Sasha nach Aurora zu bringen, wo sie in die Rolle der verschwundenen Kronprinzessin Juliana, der Sasha ähnlich sieht, schlüpfen soll …

Der Jugendroman „Das Licht von Aurora“ stammt aus der Feder der Autorin Anna Jarzab. Bei diesem Roman handelt es sich um das erste Buch der Autorin, das auf Deutsch erschienen ist. Ich wurde hier vom wirklich tollen Cover und dem sehr interessant klingenden Klappentext angesprochen.

Sasha, die eigentlich Alexandra heißt, ist 16 Jahre alt und liebt Bücher über alles. In der Schule ist sie eher unscheinbar. Sie hat eigentlich nur ihre beste Freundin und ihren Großvater. Sasha mag Grant bereits sehr lange und fällt quasi aus allen Wolken als er sie zum Abschlussball einlädt. Was Sasha nicht ahnt, sie ist der Analog der Kornprinzessin Juliana aus der Parallelwelt Aurora. Ich empfand Sasha als eine sehr sympathische und liebenswerte Protagonistin. Im Verlauf der Handlung macht sie eine wirklich tolle Entwicklung durch.
Thomas kommt aus der Parallelwelt Aurora. Er ist der Analog von Grant, sieht ihm zum Verwechseln ähnlich. Er ist Mitglied des KED, des Königlichen Geheimdienstes. Thomas sieht sehr gut aus, ist ziemlich charmant, stark und hat einen sehr ausgeprägten Beschützerinstinkt.

Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere sehr vielseitig gestaltete Charaktere. Auch sie konnte ich mir wirklich gut vorstellen und sie wirkten glaubhaft auf mich.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich flüssig und ziemlich einfach zu lesen. Bereits nach recht kurzer Zeit hatte mich Anna Jarzab abgeholt und gefangen genommen.
Geschildert wird das Geschehen aus insgesamt 3 verschiedenen Perspektiven. Den größten Teil nimmt Sashas Sichtweise ein. Dazu gibt es noch die Sichtweise von Thomas und die der Kronprinzessin Juliana.
Die Handlung ist wirklich toll. Anna Jarzab beschreibt die Parallelwelt Aurora sehr detailliert und vorstellbar. Die Ideen mit eben dieser Parallelwelt und die des Partnertauschs waren für mich vollkommen neuartig und haben mir unglaublich gut gefallen. Die Autorin hat dies wirklich sehr gut umgesetzt. Ich war bereits nach ein paar Seiten gefesselt und wollte immerzu wissen wie es weitergeht, was Sasha noch alles erlebt. Wer will schon nicht einmal im Leben eine Prinzessin sein? Es ist doch der Traum eines jeden Mädchens, auch wenn es nur für ein paar Stunden ist. Es gibt viel Spannung und interessante Dinge zu entdecken.
Allerdings habe ich auch einen Kritikpunkt. Für mich war die aufkeimende Beziehung zwischen Sasha und Thomas nicht wirklich eine Liebesgeschichte. Die eingebrachten Gefühle konnte ich nicht greifen, es wirkte auf mich irgendwie hölzern, irgendwie aufgesetzt und künstlich herbeigeführt. Das zwischenmenschliche fehlte mir hier doch sehr.

Das Ende ist eher unbefriedigend. Man wird als Leser quasi unvorbereitet aus der Handlung gerissen, es endet mittendrin. Da es sich allerdings um keinen Einzelband handelt wird die Handlung hoffentlich ganz schnell fortgeführt.

Alles in Allem ist „Das Licht von Aurora“ von Anna Jarzab ein wirklich guter Auftakt der Jugendbuchreihe.
Die sehr gut beschriebenen Charaktere, der flüssig lesbare jugendliche Stil der Autorin und eine doch spannende mit einer tollen Idee haben mich hier sehr unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Sehr schöne Rezension :) - Ich habe mich in das Cover soo verliebt :)

    Liebe Grüße,
    Lisa

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