Dienstag, 4. August 2015

Gelesen: "Bullet Schach" von Ben Bauhaus



-          Taschenbuch: 416 Seiten 
-          Verlag: Egmont LYX (5. Juni 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3802595874 
-          ISBN-13: 978-3802595875

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Eigentlich wollte sich der ehemalige Kommissar Johannes Thiebeck nach seiner Suspendierung ganz seiner Leidenschaft fürs Schachboxen hingeben. Doch dann wird er in eine Mordserie verstrickt, bei der es der Täter offenbar auf Thiebecks Freunde und Verwandte abgesehen hat. Thiebeck versucht, den Unbekannten zu finden und sein Motiv zu ergründen. Der Mörder eröffnet unterdessen die gefährlichste Partie Schach, die Thiebeck je gespielt hat – jede verlorene Figur bedeutet ein weiteres Opfer.
(Quelle: Egmont LYX)

Johannes Thiebeck ist ein vom Dienst suspendierter Kommissar. Seine große Leidenschaft ist das Schachboxen. Dann aber kommt der Tag an dem eine Leiche in seinem Wagen gefunden wird. Der Tote ist der Sohn seines Coachs. Dieser fleht Thiebeck an er solle den Mörder finden. Der lässt sich erweichen und beginnt mit den Ermittlungen, nichts ahnend das der Täter eine Partie Schach gegen ihn eröffnet hat. Jede Figur auf dem Schachfeld entspricht einer Person die Thiebeck nahesteht und die sterben muss.
Kann Thiebeck dem Täter das Handwerk legen?

Der Roman „Bullet Schach“ stammt aus der Feder von Ben Bauhaus. Es ist das Debüt des Autors und lässt sich ganz klar ins Thrillergenre einordnen.

Der Protagonist Johannes Thiebeck hat seinen eigenen Kopf. Er ist sympathisch und hat das Herz genau da wo es hingehört. Dazu ist er immer ehrlich, hat eine manchmal ziemlich impulsive Art an sich und wirkt einfach menschlich. Und Thiebeck hat ein sehr außergewöhnliches Hobby, er hegt eine Leidenschaft fürs Schachboxen.

Auch die weiteren Personen im Buch sind Ben Bauhaus gelungen. Für Mirko zum Beispiel muss immer alles strikt nach Regeln gehen. Er weicht von dem, was erlaubt ist, nicht ab.
Und der Täter spielt ein perfides Spiel mit Thiebeck. Er spielt mit ihm Schach und jede Figur, die geschlagene ist, heißt es wird einen neuen Toten geben. Die Zeit spielt hier gegen die Polizei.

Der Schreibstil des Autors ist locker und leicht. Man kommt ziemlich flott durch die Seiten, Ben Bauhaus versteht es den Leser mit seinen Worten an die Seiten zu fesseln. Besonders haben mir die Dialoge gefallen. Einerseits sind sie bissig, vor allem die zwischen Thiebeck und Mirko aber es geht auch ruhig und sachlich, wenn Thiebeck mit Frau Körner spricht. Egal welche Art man nimmt, es passt einfach immer zur jeweiligen Situation.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Johannes Thiebeck. Hierfür hat Ben Bauhaus die Ich-Perspektive verwendet, wodurch man eine recht enge Bindung zu Thiebeck entwickelt, ihn richtig kennenlernt und seine Handlungen verstehen kann.
Die Handlung selbst ist spannend gehalten. Man ist als Leser gefesselt. Je weiter man voranschreitet desto mehr wird von der Handlung aufgedeckt. Und trotzdem schafft es Ben Bauhaus geschickt den Leser immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Es ist nicht zu erahnen, wer der Täter ist und wie es wohl alles aufgelöst wird.

Das Ende ist sehr gut gelungen. Es ist ein spannender Showdown, der so von mir nicht erahnt wurde. Es ist alles schlüssig und man wird als Leser zufriedengestellt. Besonders gut finde ich, dass im Dezember ein zweiter Fall  mit dem Titel „Killerverse“ erscheinen wird.

Abschließend gesagt ist „Bullet Schach“ von Ben Bauhaus ein mehr als gelungenes Debüt des Autors.
Glaubhaft beschriebene Charaktere, ein locker leichter Stil und eine spannende Handlung bei der Thrillerfans voll auf ihre Kosten kommen haben mich auf ganzer Linie überzeugt.
Sehr zu empfehlen!


Ich bedanke mich beim Verlag für das Rezensionsexemplar und Katja und dem Autor für die Leserunde auf Lovelybooks!


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