Donnerstag, 27. August 2015

Gelesen: "Die Welt ist kein Ozean" von Alexa Hennig von Lange



-          Broschiert: 352 Seiten 
-          Verlag: cbt (27. Juli 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3570162966 
-          ISBN-13: 978-3570162965  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 14 Jahren






Ausgerechnet in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche will die 16-jährige Franzi ihr Schulpraktikum machen. Sie stellt sich das abenteuerlich und besonders vor – muss aber schnell erkennen, dass sie eine Welt betritt, in der die Normalität außer Kraft gesetzt ist. Hier trifft sie auf den 18-jährigen Tucker – und Tucker trifft sie voll ins Herz. Nach einem traumatischen Erlebnis spricht er nicht mehr. Tief in sich zurückgezogen, dreht er im Schwimmbad seine Runden, am liebsten unter Wasser, wo ihn keiner erreichen kann. Behutsam versucht Franzi, Kontakt mit ihm aufzunehmen. Als ihr das gelingt, steht sie vor einer schweren Entscheidung: Soll sie wie geplant für eine Zeit ins Ausland gehen? Oder dem Herzen folgen, das gerade erst wieder zu sprechen begonnen hat?
(Quelle: cbt)


Franzi ist behütet aufgewachsen. Doch nun will sie quasi ausbrechen und hat sich dafür entschieden ihr Schülerpraktikum in einer psychiatrischen Klinik für Jugendliche zu machen. Sie denkt das ist ein ziemliches Abenteuer für sie. Doch weit gefehlt, schon bald merkt Franzi so einfach wie sie es sich vorgestellt hat ist es gar nicht.
Während ihres Praktikums lernt sie Tucker kennen. Er ist ein Junge, der nach einem traumatischen Erlebnis nicht mehr spricht. Franzi fühlt sich zu ihm hingezogen und auch Tucker scheint es ähnlich zu gehen. Er sucht immer wieder Franzi Nähe. Und er beginnt sich Franzi gegenüber zu öffnen. Dabei möchte Franzi doch schon bald für ein Jahr nach Australien gehen.
Wird Franzi das durchziehen oder wird sie ihrem Herzen folgen?

Der Jugendroman „Die Welt ist kein Ozean“ stammt von der Autorin Alexa Hennig von Lange. Für mich war dies nicht das erste Buch der Autorin. Ich war aber dennoch wirklich sehr gespannt darauf wohin mich die Reise hier führen würde.

Von den Charakteren der Geschichte waren mir bereits ein paar bekannt, aus dem Roman „Ach wie gut, das niemand weiß“. Dieses Buch kann man nämlich schon fast als Fortsetzung ansehen, auch wenn man es versteht ohne das andere zu kennen.
Franzi hat mir als Protagonistin gut gefallen. Sie ist 16 Jahre alt und hat feuerrote lange Haare. Sie ist sehr romantisch veranlagt. Franzi ist behütet aufgewachsen, ihre Mutter ist immer sehr besorgt. Zum Wasser hat Franzi kein so gutes Verhältnis, sie kann nicht schwimmen. Aber Franzi kann ganz wunderbar Klavier spielen. Daher auch ihr Traum für 1 Jahr nach Australien zu gehen. Ich mochte Franzi sehr gerne, zumal sie auch eine schöne Entwicklung im Buch durchmacht.
Tucker ist 18 Jahre alt. Mittlerweile ist er bereits 1 Jahr in der psychiatrischen Klinik. Hier macht Franzi ihr Praktikum und so lernen sich die beiden kennen. Tucker liebt Waffeln und schwimmt unheimlich gerne. Allerdings spricht er nicht, er leidet an totalem Mutismus, ausgelöst durch ein traumatische Erlebnis. Und auch wenn Franzi an Tucker herankommt, er hat auch etwas Unnahbares an sich. Ich persönlich fand Tucker sympathisch, auch wenn er eine Weile braucht um sich zu öffnen.

Neben den beiden Protagonisten gibt es noch weitere Figuren im Buch. Beispielsweise Franzis Familie, die bereits im „ersten Teil“ „Ach wie gut, das niemand weiß“ eine große Rolle gespielt haben. Dann gibt es noch das Klinikpersonal oder auch Franzi beste Freundin Nellie, die mir ebenso sehr gut gefallen haben.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und locker leicht lesbar. Ich bin zügig durch die Seiten gekommen und die Gefühle der Charaktere werden sehr gut zum Leser transportiert.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Franzi. Hierfür hat die Autorin die Ich-Perspektive verwendet. Das passt hier wunderbar, denn so bekommt man als Leser zum einem einen sehr guten Eindruck von Franzi und kann ihre Gedanken und Gefühle nachvollziehen.
Die Handlung an sich ist sehr interessant beschrieben. Man wird als Leser mitgenommen in eine psychiatrische Klinik von Jugendlichen, lernt deren Probleme kennen. Dieser Einblick in die Arbeit dort hat mir gut gefallen. Es hätte in meinen Augen ruhig noch ein wenig mehr Einblicke sein können, denn im Verlauf tritt die Klinik doch mehr und mehr in den Hintergrund.
Zudem geht es um die Familie, um Liebe und um Freundschaft. Diese Themen sind ins Geschehen eingearbeitet.
Die zarte Liebesgeschichte entwickelt sich nebenbei und drängt sich nicht auf. Das gefiel mir so sehr gut, es passt einfach zur Gesamtgeschichte.

Das Ende hat mir persönlich sehr gefallen. Klar es mag ein wenig vorhersehbar sein aber mich hat es nicht gestört. Es ist stimmig und passt gut zur gesamten Handlung.


Alles in Allem ist „Die Welt ist kein Ozean“ von Alexa Hennig von Lange ein sehr guter Jugendroman, der den Leser auch berührt.
Sympathisch gestaltete Charaktere, ein flüssig zu lesender lockerer Stil der Autorin und eine Handlung, die interessant ist und eine süße Liebesgeschichte beinhaltet, haben mir hier wirklich unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich danke der Agentur von Pia Mortensen für das zugesandte Exemplar!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!