Samstag, 29. August 2015

Gelesen: "Draußen im Moor" von Sandra Greaves



-          Taschenbuch: 320 Seiten 
-          Verlag: Chicken House (2. Juli 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3551520690 
-          ISBN-13: 978-3551520692  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 14 Jahre




Hätten sie das blöde Ding doch nur im Wald gelassen! Seit Matt und seine Cousine Tilda den Vogelschädel gefunden haben, liegt ein rabenschwarzer Schatten auf der Familie. Die Tiere auf der Farm spielen verrückt, Matt wird von Albträumen geplagt und Tilda sucht immerzu Streit. Der seltsame Alte von nebenan warnt die beiden vor einem mysteriösen Fluch. Gemeinsam können sie ihn abwehren, doch sie müssen sich beeilen. Denn sobald die Gänse bei Nacht übers Moor fliegen, droht großes Unheil …
(Quelle: Chicken House)


Matt ist ziemlich genervt und hat die Nase voll vom neuen Freund seiner Mutter. Er kann ihn einfach nicht akzeptieren, obwohl dieser doch versucht nett zu ihm zu sein. Doch Matt hat noch immer die Hoffnung, dass seine Mutter und sein richtiger Vater wieder zusammenfinden.
Und etwas Abstand zu bekommen fährt Matt für ein paar Wochen zu seinem Onkel Jack und zu seinen Cousinen Tilda und Kitty. Sie wohnen auf dem Land und Matt möchte hier etwas Ruhe haben. Doch es kommt anders, er und Tilda streiten die ganze Zeit. Außerdem finden sie bei einem Ausflug ins Moor einen Vogelschädel. Eben genau dieser Schädel ist mit einem Fluch belegt …

Der Jugendroman „Draußen im Moor“ stammt von der Autorin Sandra Greaves. Es ist das Debüt der Autorin und ich war sehr gespannt auf die Geschichte, die mich hier wohl erwarten würde.

Die Protagonisten wurden von Sandra Greaves wirklich sehr gut gezeichnet.
Matt war mir irgendwie total sympathisch. Er hat ziemlich Wut im Bauch und wirkte zudem sehr unzufrieden auf mich. Mit der Trennung seiner Eltern kommt er nicht gut zurecht. Ebenso wenig wie mit dem neuen Freund seiner Mutter.
Tilda machte auf mich einen recht unsympathischen Eindruck. Ich hatte bei ihr das Gefühl, sei wolle allen nur alles schlecht machen, ihnen auf die Nerven gehen, sie schikanieren. Kitty hingegen ist ein Sonnenschein. Sie ist immer fröhlich und freundlich gestimmt, hat immer gute Laune.
Insgesamt ist mir aufgefallen, die Stimmungen der Charaktere und die Atmosphäre im Buch sind sehr aufeinander abgestimmt.

Der Schreibstil der Autorin ist jugendlich und lässt sich flüssig und leicht lesen. Er ist nicht zu anspruchsvoll und man hat die 320 Seiten doch recht schnell gelesen. Die kurzen Kapitel tun hier ihr Übriges dazu.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Sichtweisen von Matt, Tilda und Kitty. Hierfür hat Sandra Greaves jeweils die Ich-Perspektive verwendet.
Die Handlung ist ziemlich spannend gehalten. Besonders aber das Mysteriöse überwiegt hier. Man ist als Leser gefangen im Abenteuer das Matt hier gemeinsam mit Tilda und Kitty erlebt.
Die Ortsbeschreibungen sind hier sehr detailliert, man kann sie sich wirklich gut vorstellen.
Allerdings ich muss zugeben mir hat hier etwas der Grusel gefehlt. Es wirkte alles ein wenig zu leicht auf mich.

Das Ende ist leider ziemlich vorhersehbar. Es passt keine Frage und hier wird es wenigstens ein wenig düster aber leider auch recht traurig.


Zusammenfassend gesagt ist „Draußen im Moor“ von Sandra Greaves ein sehr gutes Debüt der Autorin, das besonders Jugendliche ansprechen dürfte.
Die gut beschriebenen Charaktere, der jugendlich leicht lesbare Stil der Autorin und eine spannende Handlung mit tollen Ortsbeschreibungen, der aber ein wenig der Grusel gefehlt hat, haben mich hier sehr gut unterhalten.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplars!

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