Samstag, 8. August 2015

Gelesen: "Engelsmacht" von Sabine Niedermayr



-          Taschenbuch: 332 Seiten 
-          Verlag: Elvea Verlag (3. Juli 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3945600723 
-          ISBN-13: 978-3945600726 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren

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Kate ist gerade einmal siebzehn und ihr Leben besteht zu einem großen Teil aus der Bewältigung ihres Schulalltages und darin, sich mit ihren Freundinnen zu treffen. Dieses vermeintlich einfache und unbeschwerte Leben wird zunehmend durcheinander gebracht, als sich seltsame Erscheinungen und Begegnungen in Kates Leben drängen. Ausgerechnet jetzt gesteht ihr der Freund ihrer Kindheit seine Liebe. Gefühle, die sie nicht erwidert und die ihre Beziehung auf eine harte Probe stellen. Hinzu kommt, dass Veränderungen auf der Erde ihren Anfang nehmen, Berichte über Naturereignisse und Katastrophen sich mehren, eine düstere Stimmung den Planeten einhüllt. Auswirkungen, die sie am eigenen Leibe zu spüren bekommt und sie nach Antworten suchen lassen, die offenbar nur ein Priester ihr geben kann. Aber sind rätselhafte Inschriften, die Visionen eines verwirrten Mannes und das Auftauchen von sonderbaren Gestalten wirklich Zeugnis eines nahenden Unterganges?
(Quelle: amazon)

Eigentlich führt Kate ein ganz normales Leben, so wie viele andere Teenager in ihrem Alter auch. Sie geht zur Schule, trifft sich mit Freunden, eben genau so wie es sich für eine 17-jährige gehört. Doch dann geschehen immer mehr merkwürdige Dinge in ihrer Umgebung und auch sonst kommt es zu immer mehr Veränderungen, zu Katastrophen auf der Erde. Außerdem sieht Kate Personen, die andere nicht zu sehen scheinen. Wie kann das sein? Wird sie verrückt?
Als sie eines Tages einer dieser Personen folgt findet sie sich plötzlich in einer Kirche wieder. Der Priester dort erzählt Kate von der Apokalypse, von Visionen eines verwirrten Mannes und von rätselhaften Inschriften. Droht wirklich der Untergang der Erde? Und was hat Kate mit alledem zu tun?

Der Roman „Engelsmacht“ stammt aus der Feder der Autorin Sabine Niedermayr. Es ist das insgesamt zweite Werk der Autorin, für mich war dies hier die Premiere. Ich war sehr gespannt, wurde ich doch vom Cover und dem vielsagend klingenden Klappentext sehr angesprochen.

Die Protagonistin Kate heißt eigentlich Katharina. Aber so wird sie kaum noch genannt. Sie ist 17 Jahre alt und geht einem normalen Teenagerleben nach, also Schule, Freunde treffen und was sonst noch dazu gehört. Sie wohnt mit ihren Eltern zusammen, ihr Bruder studiert bereits. Als Kate plötzlich merkwürdige Gestalten sieht glaubt sie zunächst nicht wirklich daran. Doch sie kann sich ihrem Schicksal nicht entziehen. Zu Beginn wirkt Kate ein wenig unsicher, im Verlauf aber wird sie reifer und auch mutiger.
Ann ist Kates beste Freundin. Die beiden halten zusammen, egal was kommt. Ann ist es auch die Kate zur Seite steht als das Unheil losbricht. Ich empfand Ann als ein schlagfertiges und durchaus sympathisches junges Mädchen.

Auch die Nebenfiguren, wie beispielsweise Kates Eltern oder Jim oder auch der Priester, sind Sabine Niedermayr gut gelungen. Jeder erfüllt hier einen bestimmten Zweck und hat seinen festen Platz.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und leicht lesbar. Sie beschreibt die Szenen sehr bildhaft und detailliert, man kann sich alles genau vorstellen. Besonders charmant fand ich, dass sie auch ein paar österreichische Wörter integriert hat.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Kate. Hierfür hat Sabine Niedermayr die personale Perspektive verwendet. So behält man eine gewisse Distanz zum Geschehen und bekommt einen guten Überblick.
Die Handlung ist einerseits fantastisch, mit Engeln aber auch dystopisch angehaucht, denn es dreht sich alles um die Apokalypse. Es geht spannend zu, wobei ich manchmal das Gefühl hatte das alles doch sehr schnell abläuft. Man hat keine Zeit zum Luftholen, kann nicht wirklich über das Geschehen nachdenken. Immerzu passiert etwas, das war mir an manchen Stellen doch zu viel des Guten. Außerdem nimmt Kate ihre Rolle in meinen Augen doch ein wenig zu einfach an. Ihr bleibt zwar keine andere Wahl, doch irgendwie hinterfragt sie es auch nicht.
Sabine Niedermayr hat sehr gut für ihr Buch recherchiert. Es wirkt alles realistisch dargestellt und glaubhaft.

Das Ende ist spannend gehalten. Es hat mich ehrlich ein wenig überrascht, doch letztlich passt es gut zur Gesamtgeschichte und rundet diese schön ab.

Zusammenfassend gesagt ist „Engelsmacht“ von Sabine Niedermayr ein sehr guter Fantasyroman, der dystopisch angehaucht ist.
Die sehr gut gezeichneten Charaktere, der flüssig und leicht lesbare Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend ist, mir aber manchmal ein wenig zu viel auf einmal darbot, haben mich hier sehr gut unterhalten können.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich bei der Autorin für ihr Buch!

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