Samstag, 15. August 2015

Gelesen: "Herz über Kopf" von Jo Platt



-          Format: Kindle Edition 
-          Dateigröße: 522 KB 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 368 Seiten 
-          Verlag: Rowohlt E-Book (30. Mai 2015)  
-          Sprache: Deutsch 

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Manchmal muss die Welt erst auf den Kopf gestellt werden, damit man erkennt, wohin man gehört.
Mit Rückschlägen kennt Rosalind sich aus. Achtzehn Monate ist es her, dass ihr Verlobter – aus gutem Grund nur «die Ratte» genannt – aus der Kirche floh. Am Tag ihrer Hochzeit, durch das Fenster der Sakristei. Seitdem ist nichts mehr wie zuvor.
Im malerischen St. Albans hofft Ros, endlich mit der Vergangenheit abschließen zu können: Sie liebt das beschauliche Leben dort, den neuen Job in der Buchhandlung und vor allem ihre Kollegen: den schweigsamen Andrew, Georgina, die alles zu haben scheint, was sich Ros wünscht, und die liebenswert-schrullige Joan.
Doch dann klingelt es eines Freitagabends an der Tür: Der Mann mit dem Blumenstrauß entpuppt sich als ihr Nachbar Daniel, und er bringt schlechte Nachrichten: Er hat Mr. Edward überfahren. Mit dem Rasenmäher. Noch ahnt Ros nicht, dass das vorzeitige Ableben ihres geliebten Meerschweinchens einen noch größeren Einfluss auf ihr Leben haben wird als die Flucht der Ratte …
(Quelle: Rowohlt)


Rosalind, die etwas verrückt ist und kurz nur Ros genannt wird, wird vor dem Traualtar von ihrem Verlobten sitzen gelassen. Warum, dafür gibt es keine Erklärung. Von da an hat sie sowohl Depressionen und so ziemlich jeder, der ihr begegnet hat Mitleid mit ihr. Ros hält das aber nicht mehr aus und ergreift die Flucht. Sie beginnt ein neues Leben und zieht in ein neues Haus. Dazu gehört auch Mr. Edward, das Meerschweinchen des Hauses.
Dann aber passiert es, Mr. Edward wird bei einem Unfall überfahren. Der Nachbar hat ihn mit dem Rasenmäher übersehen. Doch als der Fahrer letztlich vor Rosalinds Tür steht ist diese fasziniert von diesen blauen Augen. Diese kann sie einfach nicht vergessen. Doch kann sie Mr. Edwards Tod verzeihen?

Der Roman „Herz über Kopf“ stammt aus der Feder der Autorin Jo Platt. Es handelt sie hierbei um das Debüt der Autorin. Angesprochen vom sehr ansprechend klingenden Klappentext habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut.

Rosalind, genannt Ros, ist eine etwas verrückte und skurrile Protagonistin. Sie ist im besten Alter und wird von ihrem Verlobten am Traumaltar stehen gelassen. Sie wirkt schon sehr merkwürdig und zerstreut aber ich habe sie beim Lesen sehr sympathisch gefunden. Ros versteht es die Menschen für sich zu gewinnen, ist sie doch humorvoll und ziemlich schafsinnig.
Daniel hat mir ebenso sehr gut gefallen. Er ist sehr mitfühlend und witzig und ein erfolgreicher Geschäftsmann.

Neben den beiden genannten gibt es noch einige Nebenfiguren. Hier fällt vor allen „die Ratte“ auf, der Mann, der Ros vor dem Traualtar hat stehen lassen.

Der Schreibstil der Autorin ist humorvoll und flüssig zu lesen. Es gibt viele Situationen, die dem Leser ein Schmunzeln auf die Lippen zaubern.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Ros. Hierfür hat Jo Platt die Ich-Perspektive verwendet. So schließt man Ros sehr schnell ins Herz und kann ihre Handlungen miterleben.
Die Handlung ist toll. Es gibt zahlreiche amüsante Passagen aber Jo Platt hätte hier noch mehr rausholen können. Nicht alles ist wirklich so witzig, wie es wohl geplant war. Es wirkte auf mich teils zu sehr gewollt, ja schon auch konstruiert, so dass der Humor letztlich doch sehr auf der Strecke geblieben ist.
Die Idee hinter der Geschichte ist sicherlich nicht unbedingt neu aber sie passt hier gut zu den Protagonisten.
Es soll jetzt aber nicht heißen, dass das Buch schlecht ist. Es ist ein erfrischender Roman, der sicherlich seine Fans hat. Für mich allerdings hat etwas gefehlt.


Letztlich gesagt ist „Herz über Kopf“ von Jo Platt ein durchwachsenes Debüt der Autorin.
Sympathische Protagonisten und ein locker leichter Stil der Autorin stehen hier einer Handlung gegenüber, die mir etwas zu gewollt war und wo der Humor auf der Strecke geblieben ist. Die Autorin hat das hier vorhandene Potential nicht voll ausgeschöpft.
Schade!


Ich bedanke mich beim Verlag für das eBook!

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