Mittwoch, 23. September 2015

Gelesen: "Leona - Die Würfel sind gefallen" von Jenny Rogneby



-          Broschiert: 448 Seiten 
-          Verlag: Atrium Zürich (20. August 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3855356270 
-          ISBN-13: 978-3855356270 






Dieser Bestseller aus Schweden hat die Krimiszene auf den Kopf gestellt: Was Sie mit der Ermittlerin Leona Lindberg erleben, werden Sie nicht wieder vergessen. Glauben Sie nichts – und machen Sie sich auf alles gefasst.
Stockholm: Ein siebenjähriges Mädchen betritt blutüberströmt eine Bank und schaltet einen Kassettenrekorder ein. Eine Stimme fordert Geld im Austausch für das Leben des Kindes. Die Angestellten sind entsetzt. Kurz darauf verlässt das Mädchen die Bank mit sieben Millionen Kronen und verschwindet. Der Fall macht Schlagzeilen. Bei der Polizei wird Leona Lindberg mit den Ermittlungen beauftragt. Leona ist 34, verheiratet und selbst Mutter von zwei Kindern. Sie gilt als Außenseiterin, doch ihr Ruf ist tadellos. Aber diesmal führen ihre Ermittlungen in eine Sackgasse, denn von dem Mädchen fehlt jede Spur. Und jeder scheint etwas zu verbergen. Allen voran Leona selbst.
(Quelle: Atrium Verlag)


In Stockholm steht plötzlich ein kleines Mädchen im Alter von 7 Jahren in einer Bank. Sie ist blutbefleckt und nackt, noch dazu vollkommen verängstigt. Bei sich hat sie einen Kassettenrekorder, mit einer Aufnahme, die die Angestellten dazu auffordert dem Mädchen das Geld auszuhändigen. Nur so würde dem Mädchen nichts passieren. Die Beute sind 7 Millionen schwedische Kronen.
Die Polizei, die kurz nach dem Raub an der Bank ist kann keinerlei Spuren finden. Das Mädchen ist mit dem Geld spurlos verschwunden. Leona Lindberg wird mit dem Fall betraut. Sie ist eine erfahrene Ermittlerin und selbst Mutter zweier Kinder. Doch die Arbeit ist schwierig, vor allem weil jeder irgendwie etwas zu verbergen hat, Leona nicht ausgenommen …

Der Roman „Leona – Die Würfel sind gefallen“ stammt von der Autorin Jenny Rogneby. Es ist das Debüt der Schwedin und ich war sehr gespannt auf dieses Buch, da es als neuartiger Krimi angepriesen wurde. Davon wollte ich mich selbst überzeugen.

Leona ist 34 Jahre alt und Polizistin. Privat ist sie verheiratet und hat zwei Kinder. Man könnte meinen Leona ist eine ganz normale Frau, die Karriere und Familie irgendwie unter einen Hut bringt. Doch weit gefehlt, Leona ist anders. Sie wirkt irgendwie seltsam, ist ihren Mitmenschen gegenüber distanziert und lässt irgendwie niemanden wirklich an sich ran. Leona hat außerdem irgendwelche Störungen. Sie sortiert ihre Stifte bis sie parallel liegen oder das Blaulicht stört sie an einem Tatort. Und Leona spielt für ihr Leben gerne Poker. Die Kindheit von ihr war grauenhaft und das hat sie ziemlich geprägt. Ich persönlich empfand Leona zu Beginn eher merkwürdig, gefühllos und kalt. Ich musste erst mit ihr warm werden. Dann aber konnte ich mich durchaus in sie hineindenken.

Die weiteren Charaktere, wie beispielsweise Leonas Ehemann, ihre beiden Kinder, der Journalist oder auch die anderen Polizisten, passen sehr gut ins Geschehen hinein.

Der Schreibstil der Autorin ist ziemlich fesselnd. Sie schreibt flüssig und man kann dem Geschehen mühelos folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Leona. Hierfür hat Jenny Rogneby die Ich-Perspektive verwendet. Man erhält also einen exklusiven Einblick in ihre Gedanken und Gefühle. Man versucht als Leser hinter die Fassade zu blicken, doch das ist gar nicht so einfach.
Die Handlung selbst ist anders. Es ist ein Krimi, der aber vollkommen neuartig daherkommt. Es beginnt direkt spannend mit dem Raub. Dann erlebt man als Leser die Ermittlungsarbeit und taucht immer mehr in Leonas Leben ein. Im Mittelteil gibt es ein paar Längen, die jedoch zum Glück wieder von spannenden Szenen abgelöst werden. Man möchte als Leser schließlich erfahren was Leona vorantreibt, wieso es schwierige Ermittlungen sind.

Das Ende hat mich ganz ehrlich ein wenig verwirrt. Es hat mich irritiert und ließ mich ganz ehrlich doch auch ratlos zurück. Man möchte als Leser schon noch mehr und zum Glück bleibt die Ratlosigkeit nicht unbedingt bestehen, denn es wird noch zwei weitere Bände geben. Was genau es aber weitergeht ist noch nicht bekannt.


Kurz gesagt ist „Leona – Die Würfel sind gefallen“ von Jenny Rogneby ein außergewöhnliches Debüt der Autorin.
Eine Protagonistin, die dem Leser nicht sofort gut gesonnen ist, ein flüssig lesbarer Stil der Autorin und eine Handlung, die spannend ist aber leider auch ein paar Längen hat, haben mir hier spannende Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!

1 Kommentar:

  1. Ein Buch, was mich sicher auf Anhieb auch interessieren würde, da ich eine Vorliebe für Kriminalfälle und Thriller aus Skandinavien habe. Die sind irgendwie "anders", schwer zu beschreiben, aber vielleicht weißt Du, was ich meine :) LG

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