Sonntag, 27. September 2015

Gelesen: "Prinzessinnen" von Marie Darrieussecq



-          Taschenbuch: 304 Seiten 
-          Verlag: dtv Verlagsgesellschaft (Reihe Hanser) (19. Juni 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3423626070  
-          ISBN-13: 978-3423626071




Die blutjunge Solange wächst in dem baskischen Provinznest Clèves auf. Während die meisten ihrer Freundinnen es schon gemacht haben, ist sie noch Jungfrau. Marie Darrieussecq beschreibt das Sich-Ausprobieren, die Neugierde, die Höhen und Tiefen der Sexualität eines Mädchens, das seine Unschuld verliert und sich erprobt. Ein Buch über das Erwachsenwerden, über Sex - aufregend und unverblümt.
(Quelle: dtv Verlagsgesellschaft)


Die junge Solange lebt in der französischen Kleinstadt Cléves. Ihre Jugend verlebt sie in den 80-zigern. Als sie von ihren Freundinnen immer mehr Berichte über deren sexuelle Erfahrungen hört, fühlt sie sich gedrängt und will so schnell es geht selbst Erfahrungen sammeln. Also lässt sie sich auf ihrem wesentlich älteren Ziehvater Biholz ein. worauf das von der Familie mühsam aufrechterhaltene gesellschaftliche Bild ziemlich ins Ungleichgewicht gerät …

Der Roman „Prinzessinnen“ stammt von der Autorin Marie Darrieussecq. Mir war die Autorin bis zu diesem Buch gänzlich unbekannt und ich war, aufgrund dessen der Roman besonders in Frankreich sehr umstritten ist sehr gespannt auf das Buch.

Solange steht im Mittelpunkt des Geschehens. Sie ist noch unerfahren was Männer angeht, will aber schnellstmöglich Erfahrungen sammeln um mit ihren Freundinnen mithalten zu können. Sie steht an der Schwelle zum Erwachsenwerden, erlebt ihre eigene Entwicklung gerade sehr intensiv- Auf mich wirkte es jedoch ein wenig übertrieben, dass sie Erfahrungen sammelt um mitreden zu können.  

Die weiteren Charaktere, Jungs, die Motorrad fahren und halbstark wirken, oder auch die Eltern, sind an sich gut gestaltet.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und man kann das Buch recht flott lesen. Sie schreibt jedoch sehr unverblümt, man muss es mögen.
Und auch wenn das Buch nicht so viele Seiten hat, so ist die Handlung schon gewöhnungsbedürftig. Der Roman hat besonders in Frankreich Aufsehen erregt und auch ich muss zugeben, so ganz mein Fall war es nicht. Es geht hier um eine Heranwachsende, die ziemlich unter Gruppenzwang steht. Immer wieder werden die Gedanken wiedergegeben, das geschieht hier sehr offen und ja auch schonungslos. Marie Darrieussecq zeigt auch Mädchen können hormongesteuert sein und dabei geht die Fantasie meist ihre ganz eigenen Wege.
Es gibt zwar einen roten Faden, doch wirklich verständlich ist dennoch nicht alles.
Die Altersempfehlung des Verlags von 16 Jahren halte ich hier für mehr als angemessen.


Zusammenfassend gesagt ist „Prinzessinnen“ von Marie Darrieussecq ein gewöhnungsbedürftiger Roman.
Eine Protagonistin, die zwar gut beschrieben ist, mit der ich aber aufgrund ihrer hormongesteuerten Handlungen doch meine Probleme hatte, ein flüssiger aber schonungsloser Stil und eine Handlung, die mich zum Teil sehr verwirrt hat und die offen und ungewohnt ist, konnte mich hier nicht gänzlich überzeugen.
Ich hatte etwas anderes erwartet.
Schade!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Exemplar!


1 Kommentar:

  1. Hei c:

    Klingt nach einem interssanten Buch mit schönem Cover!
    Hast du eigentlich schon bei meinem Gewinnspiel mitgemacht? Falls nicht, schau doch mal vorbei, ich würde mich riesig freuen: walkingaboutrainbows.blogspot.de

    Ganz viele liebe Grüße, Michelle ☼♥

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