Dienstag, 6. Oktober 2015

Blogtour "Ohne Ziel ist der Weg auch egal" von Michaela Grünig - Tag 4 "Seniorenheime"

Guten Morgen liebe Blogtour - Begeisterte,

und Willkommen zu Tag 4 unserer Blogtour

"Ohne Ziel ist der Weg auch egal"

von Michaela Grünig.



Seit Beginn unserer Tour habt ihr ja bereits einiges Informative erfahren.
So gab es bei Verena zum Auftakt das Thema "Schwiegermutter - Schwiegermonster".
Tag 2 war Annett an der Reihe. Sie hat euch mehr über Lenny und Karla erzählt.
Gestern hat die Tour bei Sabrina halt gemacht. Ihr Thema war "Wer ist wer?".

Mein Thema heute:

*Seniorenheime*

Dieses Thema ist wirklich sehr umfangreich.
Nichts desto Trotz werde ich versuchen es euch auf kompakte Weise ein wenig näher zu bringen.

Was ist ein Seniorenheim?
Das Seniorenheim => es wird auch Altenwohnheim genannt.
In der Regel bewohnen die Senioren hier ein Einzelzimmer mit Dusche und WC.
Die Versorgung mit den Mahlzeiten wird vom Heim erbracht, ebenso wie Hilfeleistungen bei den alltäglichen Tätigkeiten.
Die Unterbringung in einem Heim wird detailliert durch das Heimgesetz geregelt. Der Bewohner schließt einen Vertrag mit dem jeweiligen Heim, in dem die Unterbringung, die Pflege, die Betreuung und die Verpflegung geregelt sind.
Im Heimvertrag müssen auch die einzelnen Leistungen des Heims beschrieben und ihre jeweiligen Kosten aufgeführt werden.
Auch wenn direkt mit der Pflegekasse abgerechnet werden sollte, muss aufgeführt werden, was der Bewohner im Monat für die einzelnen Leistungen zu zahlen hat.
Im Falle der Kostenteilung durch Pflegekasse und privatem Vermögen muss die Höhe der Zuzahlung und der Eigenanteil schriftlich niedergelegt sein.
In einem guten Heim wird die Betreuung rund um die Uhr angeboten, ebenso wie die Verpflegung, gesellige Aktivitäten und eine Beschäftigungstherapie.
Zur gemeinsamen Benutzung stehen den Bewohnern Gemeinschaftseinrichtungen zur Verfügung.
Die Mitarbeiter werden sich in einer qualitativ hochwertigen Einrichtung um die Erhaltung und Aktivierung der Gesundheit und der Mobilität der Bewohner besonders bemühen.

So beispielsweise könnte ein Seniorenheim aussehen.
Es gibt aber noch weitere Heimarten.
Zum einen ist das:

Das Pflegeheim
Das Pflegeheim ist eine Einrichtung für ausschließlich pflegebedürftige Menschen. Es kommt auf Art, Umfang und Ausmaß der Pflegebedürftigkeit an, ob der Aufenthalt im Pflegeheim vollstationär, also ganztags oder teilstationär, alternativ tagsüber oder nachts notwendig und gewünscht ist. Diese Entscheidung orientiert sich weitgehend an der Pflegestufe, in die der Pflegebedürftige aufgrund seiner Krankheit eingestuft wird. Heutzutage sind Pflegeheime in der Regel Altenpflegeheime, also Einrichtungen für Ältere und Hochalterige. Träger der Pflegeheime sind vielfach die Wohlfahrtsverbände wie DRK, Caritas, Arbeiterwohlfahrt oder das Diakonische Werk. Im Gegensatz zu den Wohnheimen für Senioren sind die Bewohner der Pflegeheime weitgehend von einer täglichen Versorgung durch Fachpersonal abhängig. Sie müssen buchstäblich gepflegt werden, im Bedarfsfalle rund um die Uhr, 24h täglich. Etwa ein Drittel der pflegebedürftigen Bürger lebt dauerhaft in einem der bundesweit mehr als zehntausend Pflegeheime.

Und dann gibt es noch:

Die Seniorenresidenz
Vom Prinzip her ist es wie das Seniorenwohnheim es besitzt jedoch ein gehobeneres Ambiente und vielfältige Angebote. Diese Wohnanlagen besitzen einen hotelähnlichen Charakter, kombiniert mit einem umfassendem Dienstleistungspaket.
Die Seniorenresidenz ist kein geschützter Begriff. Er wird in erster Linie aus Werbe- und Verkaufsgründen genutzt, um gängige Begriffe wie Altenheim oder betreutes Wohnen zu schönen. Seniorenresidenz wird oftmals dann verwendet, wenn den Senioren ein neuer Lebensraum für das Alter in Form einer Eigentumswohnung vermittelt werden soll.

Im Roman „Ohne Ziel ist der Weg auch egal“ bezieht unsere Protagonistin Lenny ein Zimmer in einer Seniorenresidenz.
Alles nur um ihren Traummann zurückzuerobern.
 
Wie wird das ganze eigentlich finanziert?
Dies ist ein ziemlich schwieriges Thema,
über das sich die Angehörigen auf jeden Fall genauestens informieren sollten.

Die Kosten einer Pflegeheim-Unterbringung sind abhängig vom Grad der Pflegebedürftigkeit und von der Höhe der einzelnen Bestandteile des Heimentgeltes. Diese Bestandteile variieren von Pflegeheim zu Pflegeheim. Es finden Verhandlungen zwischen dem überörtlichen Sozialhilfeträger und vom jeweiligen Landesverband der Pflegekassen statt. Danach werden sie von diesen Stellen verbindlich festgeschrieben.
Die Kosten für das Altenheim, Seniorenheim bzw. Pflegeheim bestehen aus
- Pflegekosten,
- Unterkunfts- und Verpflegungskosten sowie den
- Investitionskosten (z.B. in NRW).

Zunächst einmal ist die Pflegestufe des Bewohners entscheidend für die Finanzierung eines Heimplatzes. Liegt eine Pflegestufe vor, so beteiligt sich die Pflegekasse in folgender Höhe an den Heimkosten:

Pflegestufe 1:                    1064,-€
Pflegestufe 2:                    1330,-€
Pflegestufe 3:                    1612,-€
Pflegestufe 3 (Härtefälle): 1995,-€

Dann wird die Rente des Pflegebedürftigen herangezogen um die Kosten zu decken.
Sollte die Rente zur Deckung des Heimplatzes nicht ausreichen, so kann beim Sozialamt die so genannte „Einkommensabhängige Einzelförderung“ beantragt werden. Diese ist für pflegebedürftige Menschen mit geringem Einkommen gedacht, die in einem Heim leben und die Kosten aus eigener Kraft nicht tragen können. Die Einzelförderung soll verhindern, dass Sie sozialhilfeabhängig werden. Sollte auch diese Förderung die Heimkosten nicht abdecken, so müssen Sie Sozialhilfe beantragen. Allerdings werden zur Deckung der Heimkosten auch Ihre Ersparnisse herangezogen. Diese werden bis auf einen Freibetrag von 2.600,-€ vom Sozialamt vereinnahmt. Das Sozialamt prüft in diesem Zusammenhang auch die Einkommens- und Vermögensverhältnisse der Angehörigen und entscheidet dann, ob von den Angehörigen Geld zurückgefordert wird.  
(Quelle beides: http://www.ihrheimplatz.de)
 
Unterkunfts- und Verpflegungskosten, sog. Hotelkosten
Die Unterkunftskosten und Verpflegungskosten müssen vom Heimbewohner selbst aufgebracht werden, denn diese Kosten hätte er auch beim Verbleib in der eigenen Wohnung zu tragen.
Investitionskosten
Zu den Investitionskosten zählen die Kosten, die der Träger der Pflegeeinrichtung im Zusammenhang mit der Herstellung, Anschaffung und Instandsetzung von Gebäuden entstehen aufbringen muss. Diese Investitionskosten variieren von Pflegeheim zu Pflegeheim. Sie hängen etwa ab vom Alter und der Ausstattung des Altenheims. Um diese Kosten zu decken, kann Pflegewohngeld bis zur Höhe der tatsächlichen Investitionskosten des jeweiligen Pflegeheims bewilligt werden.


Bevor ich mit meinem Beitrag zum Ende komme, möchte ich gerne noch ein paar ganz persönliche Tipps geben.
Ich selbst war vor ein paar Jahren selbst an der Stelle angelangt wo es hieß „Wir müssen einen Heimplatz suchen“. 
Ich hätte nie gedacht was damit verbunden ist.
Ich habe mir hier in der Umgebung bestimmt 7 oder 8 Heime angeschaut, die Kosten abgewogen, geschaut wo gibt es was usw.
Man ist es dem Angehörigen einfach schuldig sich das Heim vorher genau anzuschauen. Nur so kann man schwarze Schafe entlarven! Und glaubt es mir gibt sie hier leider sehr oft!
Wenn alles geklärt ist, was Unterbringung und Kosten angeht, dann sollte man den Bewohner auch weiterhin regelmäßig besuchen. Es ist immerhin noch jemand, der einem wichtig ist.
Wir sind leider nie über den Punkt des Anschauens und der Kostenregelung hinausgekommen, was aber andere Gründe hat, auf die ich hier nicht näher eingehen werde.
Aber schon alleine diese Zeit hat mir in vielerlei Hinsicht die Augen geöffnet!


Das Gewinnspiel:

Die Gewinne:
- 5x das Taschenbuch


- jeweils 1 Ticket von insgesamt 2 Stück für die Buchmesse entweder in Frankfurt oder in Leipzig


Um die Chance auf einen der Gewinne zu haben beantwortet mir doch einfach die nachstehende Frage in den Kommentaren. So sammelt ihr ein Los und ausgelost wird dann ganz am Ende.

Tagesfrage:
Könnt ihr euch vorstellen einem Angehörigen einen Platz im Seniorenheim zu suchen?
Oder favorisiert ihr lieber die Pflege zu Hause?



Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teilnahmebedingungen einverstanden.


Morgen ist der letzte Tag der Tour.
Da wird es bei Bianca ein Interview mit der Autorin geben.


Hier gibt es den gesamten Tourplan nochmals zum Nachlesen!

 

Kommentare:

  1. Hallo Manja ,
    dein Beitrag ist wirklich super, das könnte ich so unterschreiben . Das ist eine schwierige Frage für die Menschen die nicht wissen was auf sie zukommen können. Meine halbe Familie ist in der Altenpflge, meine Mutter, meine Schwester und ich bin in der Betreuung ( mache also Sitzgymnastik, Gedächtnistraining usw. ) . Wir hatten schon viele Angehörige die es zu Hause versucht haben, aber sobald die Liebsten Dement werden ist das kaum noch alleine zu stemmen.
    Meine Eltern sagte schon das sie ins Pflegeheim möchten, wenn es soweit ist. Bei der richtigen Auswahl geht es einem richtig gut und viele blühen noch mal richtig auf. Vor 5 Wochen musste ich für meine Schwiegermutter einen Kurzzeitpflegeplatz suchen, es war unglaublich in der ganzen Stadt war nicht frei , wir mussten auf die Dörfer ausweiten und fanden dann schließlich ein Platz für 4 Wochen.
    Lg Jasmin

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  2. Hallo und guten Tag,

    Danke erst einmal für die vielen Infos rund um dieses Thema, dass uns alle treffen kann.

    Ich glaube, es ist generell eine schwierige Entscheidung egal ob Altersheim oder zu Hause mit einem möglichen Pflegedienst. Denn alles hat seine Tücken und bringt möglicherweise Probleme mit sich. Die man am Anfang gar nicht einschätzen und übersehen kann.

    Bei mir ist es eher ohnehin schwierig, weil meine Mutter zu weit weg wohnt und wahrscheinlich ohnehin nicht umziehen würde...

    LG..Karin...

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  3. Moin, ich glaube, das ist eine schwere Entscheidung. Da habe ich noch nicht näher drüber nachgedacht, ich denke beides ist möglich. Ich finde die Vorstellung hier sehr gelungen und das Buch klingt auch spannend. LG Buchrättin

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  4. hallo, da hast du ja wirklich tolle infos zusammen getragen. die würde sich manch einer wünschen zu finden, wenn er vor solchen entscheidungen steht. wirklich klasse.
    tja, ich stehe GsD nicht vor solchen entscheidungen. von mir würde sich meine ma auch nicht pflegen lassen. eher von meinem bruder. aber wenn es den nötigwäre hätte meine ma auch nichts gegen ein altenwohnheim.sie hat lange in einem in der tagespflege gearbeitet. das ding war wirklich toll. man kam rein und in eine halle wie ein hotel. nach hinten die front über dreietagen voll verglast, die bewohner konnten ihre tiere mitbringen.....das ist echt toll.
    lg anja v-j

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  5. Hallo
    Danke für Deinen Beitrag zu dieser tollen Blogtour.
    Zu Deiner Frage, ich selbst habe jahrelang in einem Pflegeheim als Pflegekraft gearbeitet & habe in den Bewohnern immer meine eigenen Großeltern gesehen & sie entsprechend behandelt, denn meine Großeltern sind für mich sehr sehr sehr sehr wichtig.
    Ich glaube jeder wünscht sich für seine Lieben, dass Sie zu Hause alt werden dürfen & auch zu Hause im eigenen Bett friedlich einschlafen dürfen, um im Himmel wieder auf zu wachen.
    Leider funktioniert das aber manchmal auch mit den besten Bemühungen der Familie nicht. Denn der Grossteil muss den ganzen Tag arbeiten gehen & hat so böse das jetzt auch klingen mag sein eigenes Leben. Schulkinder, Haushalt, Haustier, Arbeit u.s.w.
    Meine Mama hat Teilzeit gearbeitet & sich um meinen Opa gekümmert, ich habe sie so oft es mir möglich war dabei unterstützt. Ich wohne über eine Std Autofahrt entfernt. Solange es uns möglich war haben wir Opa zu Hause gepflegt, man muss auch auf die Bedürfnisse des Pflegenden eingehen. An dem Punkt wo Opa eine 24Std Betreuung benötigte & meine Oma keinen Fremden 24Std in der Wohnung haben wollte, meine Mutter bei aller Liebe keine 24Std bleiben konnte, haben wir gemeinsam mit Oma einen Platz für die Beiden gesucht. Wir haben uns wirklich Zeit gelassen, recherchiert & beobachtet. Dann wurden wir fündig & meine Oma war begeistert. So kamen beide in eine Seniorenresidenz. Und es gefällt den beiden wirklich sehr gut, es wird individuell auf die Bedürfnisse eingegangen & sie werden mit Respekt & Empathie behandelt. Sie bekommen fast täglich Besuch. Leider ist mein Opa inzwischen verstorben, aber im Kreis der Familie, da wir früh genug benachrichtigt wurden, so konnte er seine letzten Stunden im Kreis der Familie verbringen.
    Meine Oma hat ganz liebe Freundinnen gefunden mit denen Sie den ganzen Tag unterwegs ist. Sie gehen spazieren, fahren fort um einzukaufen & geniesen ihr Leben. Seit mein Opa gestorben ist bekommt Oma täglich von einem Familienmitglied Besuch. Wir telefonieren täglich miteinander, da uns zum täglichen Sehen, eine zu weite Strecke trennt. Aber sooft es mir möglich ist besuche ich Sie.
    Die Feiertage verbringt Sie immer im Kreis der Familie, wofür Sie von vielen anderen Bewohnern beneidet wird, auch für den vielen Besuch.

    Wichtig ist einfach das man trotz Heim aufenthalt, seinen liebsten nicht vergisst & ihn tdm noch aktiv in das Familienleben mit einbezieht, das ist echt das aller Wichtigste!!!!!!!!!

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  6. Hallo,

    das ist wohl immer eine schwere Entscheidung, wenn der/die "Betroffene" sich ein Leben im Seniorenheim vorstellen könnte wäre es auf jeden Fall eine Alternative. Aber sowas würde ich nicht alleine entscheiden wollen, sondern zusammen mit meiner Familie.

    Liebe Grüße
    SaBine

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  7. Hallo Manja!
    Wow,toller Beitrag! Da hast du aber richtig recherchiert!Echt gut!
    Zur Frage habe ich eine geteilte Meinung.Wenn die ältere Person den Wunsch hat solange zu Hause zu bleiben,wie es geht,würde ich den Weg immer wählen.Man muss aber auch darauf achten ob man das selber bewältigen kann.Bei einem schweren Pflegefall würde ich ein Heim vorziehen,denn es ist echt schwere Arbeit.Solange man es noch besprechen kann,sollte man das tun und für den späteren Fall der Pflegebedürftigkeit klären.Ich denke es liegt auch an dem Verhältnis, was man zu der älteren Person hat.Ich habe zum Beispiel leider kein gutes Verhältnis zu meiner Mutter.Da kann ich mir die Betreuung zu Hause nicht vorstellen.Meine Oma wiederum hätte ich sehr gerne in meiner Wohnung und würde Sie pflegen so lange ich kann.
    Bis morgen
    Marina Mennewisch
    freye1178(ät)gmail.com

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  8. Hallo ,

    Meine Eltern und der Schwiegervater lebt nicht mehr
    und mit Schwiegermutter haben wir kein Kontakt deswegen mussen wir uns
    nicht damit beschäftigen aber Bruder und Schwester von meinem Mann die
    haben da kein Problem Schwiegermutter ins Altersheim abschieben.

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  9. Hallo,

    ich kann mir beides vorstellen. Meine Oma haben wir zu Hause gepflegt, ich kann es aber auch absolut verstehen, wenn der Familie die Pflege zu viel wird, da diese doch sehr anstrengend ist.

    LG

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