Montag, 5. Oktober 2015

Gelesen: "Denn morgen sind wir tot" von Andreas Götz



-          Gebundene Ausgabe: 368 Seiten 
-          Verlag: Oetinger (20. August 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3789136174 
-          ISBN-13: 978-3789136177  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 16 - 17 Jahre




Unglaublich spannend!
Seit sie mit Adrian zusammen ist, ist das Leben der 16-jährigen Siri ein einziger Rausch. Am meisten fasziniert sie, dass Adrian sich nicht um Grenzen und Verbote schert. Lebe jetzt, ist sein Motto, denn morgen sind wir tot. Alles könnte perfekt sein, wäre da nicht Siris Ex-Freund Niklas, der Adrian sogar für gefährlich hält. Siri schlägt alle Warnungen in den Wind und ist bereit, für ihr Glück Eltern und Freunde zu hintergehen. Doch Niklas lässt nicht locker. Als er zur ernsten Bedrohung wird, schmieden Siri und Adrian einen Plan, der das Dunkelste in ihnen zum Vorschein bringt.
(Quelle: Oetinger)


Siri und Adrian sind ein paar. Seitdem befindet sich Siri in einem regelrechten Rausch. Grenzen und Verbote sind für Adrian nichts wert, das bewundert Siri ganz besonders an ihm. Adrian lebt im hier und jetzt, lebt für den Moment, denn morgen könnte ja schon alles vorbei sein.
Siris Ex-Freund Niklas gefällt die neue Siri ganz und gar nicht. Er hält Adrian ja sogar für gefährlich und warnt Siri eindringlich. Doch diese ignoriert alles was von Niklas kommt. Als Niklas immer bedrohlicher wird für die beiden schmieden sie einen ziemlich düsteren Plan …

Der Jugendthriller „Denn morgen sind wir tot“ stammt vom Autor Andreas Götz. Für mich war dies nicht der erste Jugendthriller von ihm, kenne ich doch bereits „Hörst du den Tod?“ Und „Stirb leise, mein Engel“. Ich war sehr gespannt was mich hier, in seinem neuesten Werk, wohl alles erwarten würde.

Siri ist die Hauptprotagonistin. Sie hat einen ziemlichen Dickkopf und wirkt doch noch recht naiv für ihre 16 Jahre. Sie ist auf der Suche nach Mr. Right, nach der großen Liebe und glaubt diese in Adrian gefunden zu haben. Auf mich wirkte Siri glaubhaft und wirklich gut dargestellt.
Adrian ist geheimnisvoll und sehr charmant. Er schafft es mühelos Siri für sich zu gewinnen, dabei hat er eine gewisse gefährliche Art und Weise an sich, die mir Gänsehaut verursacht hat.
Niklas ist Siris Ex-Freund. Er sorgt sich um Siri, will nicht, dass sie sich komplett auf Adrian einlässt. Ihn mochte ich, weil er die Augen einfach nicht verschließt.

Die Nebenfiguren, wie Siris Eltern, sind ebenfalls gut gelungen. Sie wirken auch glaubhaft und bilden beinahe schon ihre eigene kleiner Handlung, die nebenher läuft.

Der Schreibstil des Autors ist jugendlich gut und einfach zu lesen. Es gibt ein doch recht hohes Tempo, man kommt sehr flüssig durch die Seiten.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Siri. So  hat man als Leser zu ihr schon recht bald ein vertrautes Verhältnis und kann ihre Gedanken und Gefühle einschätzen.
Die Handlung selbst ist spannend gehalten. Es gibt zahlreiche unerwartete Wendungen, so dass man als Leser förmlich an den Seiten klebt, man ist einfach gefesselt. Zwar weiß man als Leser wohin alles führt, trotzdem hat Andreas Götz seine Handlung so geschickt aufgebaut, man muss weiterlesen.
Es ist jedoch keine leichte Kost, denn es geht gewalttätig und sehr brutal zu.

Das Ende ist wirklich klasse. Es passt einfach, ist grandios und macht alles rund. Man erfährt als Leser wirklich alles, was man wissen muss und kann den Jugendthriller letztlich zufrieden zur Seite legen.


Abschließend gesagt ist „Denn morgen sind wir tot“ von Andreas Götz ein richtig gelungener Jugendthriller.
Glaubhaft beschriebene Charaktere, ein jugendlich leichter flüssig lesbarer Stil des Autors und eine Handlung, von der man zwar weiß wohin es letztlich geht, die aber dennoch Überraschungen parat hält und den Leser so fesselt, haben mich hier vollends begeistert.
Ganz klar zu empfehlen!


Ich bedanke mich beim Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar und für die gemeinsame Leserunde!

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