Donnerstag, 15. Oktober 2015

Gelesen: "Press Play. Was ich dir noch sagen wollte" von Steven Camden



-          Gebundene Ausgabe: 352 Seiten 
-          Verlag: Ravensburger Buchverlag (26. August 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3473401269 
-          ISBN-13: 978-3473401260 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 12 - 15 Jahre 
-          Originaltitel: Tape

Das Buch kaufen
Das Buch beim Verlag
Der Verlag bei Facebook




Ein Junge, ein Mädchen - und eine geheimnisvolle Kassette. Ameliah und Ryan sind sich noch nie begegnet. Das glauben sie zumindest. Das Universum weiß es besser. Und es wird sie wieder zusammenbringen. Mit einer Kassette ...
Ryan wächst in einer Zeit ohne Handys, MP3s oder Internet auf. Seine geheimsten Gedanken hält er auf einer Kassette fest. Er spricht über seine Ängste, seine Träume und über das neue Mädchen von nebenan, in das er verliebt ist. Zwanzig Jahre später findet Ameliah die Kassette, als sie in den persönlichen Gegenständen ihrer verstorbenen Eltern stöbert. Schon bald ahnt sie, dass sie und den fremden Jungen viel mehr verbindet als nur eine Tonbandaufnahme ...
(Quelle: Ravensburger Buchverlag)


Ryan und Ameliah, ein Junge und ein Mädchen, aus zwei vollkommen unterschiedlichen Zeiten.
Ryan wächst in einer Zeit auf wo es weder Handys noch MP3 Player noch das Internet gibt. Er kennt nur die gute alte Kassette. Auf diese spricht er seine geheimsten Gedanken und Gefühle. So auch alles über das Mädchen von nebenan. In sie ist Ryan nämlich verliebt.
20 Jahre später ist es Ameliah, die eben diese Kassette beim Durchstöbern der Sachen ihrer verstorbenen Eltern findet. Zuerst weiß sie nichts damit anzufangen, dann aber ahnt sie recht schnell sie und den Jungen auf dem Band verbindet mehr als sie ahnt …

Der Jugendroman „Press Play. Was ich dir noch sagen wollte“ stammt vom Autor Steven Camden. Es ist das Debüt des Autors und ich war gespannt was mir das Buch, mit der Kassette auf dem Cover wohl zu bieten hat.

Die Protagonisten der Geschichte haben mir gut gefallen.
Ryan, 13 Jahre alt, kennt kein Internet, keine MPs und auch keine Handys. Für uns heute mag es komisch sein, für ihn selbstverständlich. Seine Gedanken und Gefühle hält er auf einer Kassette fest. Ich empfand Ryan als authentisch und gut gestaltet.
Ameliah ist ebenfalls 13 Jahre alt und zu Beginn doch ziemlich traurig. Sie hat ihre Eltern verloren und beim Durchstöbern der Sachen findet sich die Kassette. Ameliah lebt in unserer heutigen Zeit. Auch Ameliah ist gut gezeichnet und ich habe sie als glaubhaft empfunden.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und das Buch lässt sich leicht und locker lesen. Man wird nach und nach mit den jeweiligen Zeitebenen vertraut gemacht, erfährt was zur jeweiligen Zeit gerade alles aktuell war bzw. ist.
Ameliah und Ryan erzählen ihre Sichtweisen jeweils selbst. So lernt man sie als Leser noch viel besser kennen und kann sie besser einschätzen. Steven Camden hat hier jeweils die personale Perspektive verwendet.
Wie angesprochen gibt es hier zwei Zeitebenen aber insgesamt 3 Sichtweisen. Was die dritte Sicht bedeutet, darüber möchte ich nichts sagen.
Die Handlung steigert sich langsam und je weiter man voranschreitet desto mehr versteht man wie die Zeitebenen zusammenhängen. Letztlich gab es für mich den „Aha“ Effekt und ich konnte alles zusammenfügen.
Familie wird hier im dieser Geschichte wirklich großgeschrieben, ebenso aber auch Freundschaft und letztlich auch die erste Liebe.

Das Ende hat mich zufrieden gestimmt. Es ist schlüssig und es fügt sich wirklich alles wunderbar zusammen.


Alles in Allem ist „Press Play. Was ich dir noch sagen wollte“ von Steven Camden ist ein sehr schöner Jugendroman, in dem Familie und auch Freundschaft sehr groß geschrieben werden.
Authentische Charaktere, ein leicht lesbarer flüssiger Stil des Autors  und eine Handlung auf zwei Zeitebenen, die sich letztlich logisch zusammenfügt, haben mich hier überzeugt.
Absolut zu empfehlen!


Mein Dank geht an den Verlag für das bereitgestellte Rezensionsexemplar!


1 Kommentar:

  1. Hallo Manja,
    klingt ja wirklich klasse, was du da schreibst. Da kriegt man ja richtig Lust auf das Buch - besonders die 3. Sichtweise und der Part über den "Aha"-Affekt haben mich neugierig gemacht. Mal sehen, wo ich das Buch aufstöbern kann :)

    LG, Katha
    Blog: www.svenjasbookchallenge.blogspot.com

    AntwortenLöschen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!