Sonntag, 18. Oktober 2015

Gelesen: "Winterpferde" von Philip Kerr



-          Gebundene Ausgabe: 288 Seiten 
-          Verlag: rororo (25. September 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3499217155 
-          ISBN-13: 978-3499217159 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 13 - 16 Jahre 
-          Originaltitel: The Winter Horses




Es ist ein eisiger Winter 1941 auf Askania-Nowa, wo sich das jüdische Mädchen Kalinka versteckt hält. Hier in dem alten Naturreservat leben auch die seltenen Przewalski-Pferde. Sie scheinen zu spüren, dass Kalinka eine von ihnen ist – denn wie Kalinka sind sie in großer Gefahr vor den Nazis, die Askania-Nowa besetzen.
Mit Hilfe des treuen Tierwärters Max flieht Kalinka mit zwei Pferden und einem Wolfshund Hunderte von Kilometern über die weiße Steppe der Ukraine. Doch können ein Mädchen und drei Tiere der Übermacht der Deutschen entkommen?
(Quelle: Rowohlt Verlag)


Der Winter im Jahr 1941 ist hart und eisig. Die Jüdin Kalinka versteckt sich auf dem Naturreservat Askania-Nowa. In diesem Reservat leben die seltenen Przewalski-Pferde. Ein Mann namens Maxim lebt ebenfalls dort, gemeinsam mit seinem Hund. Ihm tut das Mädchen Kalinka leid, nur deshalb hält er sie versteckt. Dann aber nehme die deutschen Soldaten das Reservat ein, doch Max behält auch in dieser Situation sein Wort. Dann aber kommt es zu einem Zwischenfall und Kalinka steht ganz plötzlich alleine da mit den Pferden …

Der Roman „Winterpferde“ stammt vom Autor Philip Karr. Dieser Roman war für mich der erste des Autors. Ich bin eigentlich ohne große Erwartungen an das Buch herangegangen, ich hatte eigentlich überhaupt keine Ahnung was mich wirklich erwarten würde.

Die Charaktere sind durchweg gut gelungen. Ich konnte sie mir alle gut vorstellen, da der Autor sie wirklich gut beschreibt.
Kalinka ist eine junge Jüdin, die sich auf dem Reservat versteckt hält. Es herrscht Krieg und für Kalinka ist dies keine einfache Zeit. Sie ist ein außergewöhnliches Mädchen, deren Familie durch die Nazis umgebracht wurde. Zu Tieren hat Kalinka einen besonderen Draht. Zu den Pferden fühlt sie sich besonders hingezogen.
Max ist Tierwärter und lebt mit seinem treuen Hund auf dem Reservat. Zu Beginn wusste ich nicht wirklich was ich von ihm halten sollte. Je mehr ich über ihn erfahren habe desto mehr aber wurde mir bewusst Max ist ein absolut guter Mensch.

Auch die anderen Charaktere sind gut gelungen. Da gibt es die Nazis, welche die Rolle der Bösen einnehmen, dann die Russen, die hier die Guten sind und noch Personen dazwischen. Und es herrscht Krieg, der die Menschen verändert.

Der Schreibstil des Autors ist lebendig und ich bin sehr flüssig durch die Seiten gekommen. Philip Karr hat es geschafft mich von Anfang an zu fesseln und mitfiebern lassen.
In der Handlung dreht sich klar viel um den 2. Weltkrieg und die Gräueltaten der Nazis. Aber nicht nur das, es geht auch um Freundschaft und die Liebe zu Tieren. Man erlebt als Leser wie Kalinka Kontakt zu den Pferden aufnimmt, wie sie ihr Vertrauen gewinnt. Und dann am Ende die Flucht, ich habe hier wirklich mitgefiebert. Die Umgebung ist sehr anschaulich beschrieben, sie wird quasi vor dem geistigen Auge des Lesers zum Leben erweckt.


Abschließend gesagt ist „Winterpferde“ von Philip Kerr ein wirklich toller Roman.
Die authentisch beschriebenen Charaktere, der angenehm lesbare Stil des Autors und eine Handlung, die sich nicht nur mit dem Thema Krieg befasst, sondern auch zeigt was es heißt Freundschaft zu schließen und Tiere zu lieben, haben mich hier wirklich begeistert und überzeugt.
Klar zu empfehlen!


Ich bedanke mich beim Verlag für das Leseexemplar!


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