Samstag, 28. November 2015

2. Tag der Blogtour "Mord auf der Levada" von Joyce Summer - Interview mit der Autorin

Hallo meine lieben Blogtour - Freunde,

und Willkommen zum 2. Tag unserer Blogtour

"Mord auf der Levada"

von Joyce Summer.



Nachdem ihr gestern bei Katja mehr über den Krimi erfahren habt,

habe ich heute ein Interview mit der Autorin für euch.

Viel Spaß!


Hallo liebe Joyce,
es freut mich, dass ich dir im Rahmen unserer Blogtour ein paar Fragen stellen darf.

 Joyce Summer)
Wie geht es dir denn gerade? 
Mir geht es sehr gut, danke. Ich hadere zwar gerade etwas mit der Kälte in Hamburg, aber nun freue ich mich auf die anstehende Blogtour und den Jahresendspurt. 

Magst du dich für die Leser, die dich noch nicht kennen (ich geb zu ich gehörte bis zu diesem Buch auch dazu), vielleicht kurz vorstellen? Wer verbirgt sich hinter Joyce Summer? 
Eigentlich stamme ich aus Süddeutschland, lebe aber schon über 20 Jahre in Hamburg. Das ist eine schöne Stadt, aber leider oft nicht so sonnig, wie ich es eigentlich mag. Daher kommt wahrscheinlich auch meine Leidenschaft für das Reisen in warme Länder.
In Hamburg streife ich gerne in meiner Freizeit durch schöne kleine Cafés und genieße die Nähe zum Wasser.
So bin ich auch zum Kajakfahren gekommen. Abends kurz vor dem Sonnenuntergang durch die Kanäle von Hamburg paddeln, Eisvögel beobachten und die Stadt aus einem ganz anderen Blickwinkel sehen, ist einfach wunderschön. 

Im Juni diesen Jahres ist dein Krimi „Mord auf der Levada“ erschienen. Wie bist du auf die Idee gekommen? Gab es einen Auslöser? 
Die Idee einen Krimi zu schreiben hatte ich schon sehr lange und irgendwie wusste ich auch immer, dass der erste Krimi auf Madeira spielen sollte. Über die Jahre habe ich ungewöhnliche Geschichten rund um Madeira gesammelt. Und letztes Jahr im März, als ich so durch meine Sammlung klickte, war die Geschichte mit einem Mal in meinem Kopf. 

Kannst du vielleicht kurz zusammenfassen worum es im Buch geht? 
In „Mord auf der Levada“ möchte eine Cafébesitzerin, Pauline, mit ihrem Mann Ben einen ruhigen Schnorchelurlaub auf der Insel Madeira verbringen, aber es kommt ganz anders. Sie stolpert über eine Leiche und wird dadurch in eine Geschichte verwickelt, die zurück bis in das Jahr 1922 reicht, als der letzte Habsburger Kaiser Karl auf Madeira im Exil war. Auch ein Flugzeugabsturz im Jahr 1977 spielt eine Rolle. Pauline versucht, sehr zum Unwillen von Ben und des einheimischen Commissàrio Avila, auf eigene Faust zu ermitteln, und bringt sich dabei in große Gefahr. 

Gibt es eine Figur mit der du gerne mal einen Kaffee trinken möchtest? 
Mit Commissàrio Avila würde ich mich hinsetzen, in Ruhe einen portugiesischen Galao trinken, vielleicht mit Blick auf den Atlantik und mit ihm über seine Zeit im westfälischen Münster reden.
Paulines Café in Hamburg würde ich auch gerne besuchen, mit ihr zusammen den guten Galao von Tomaz, ihrem Barista, genießen und die Gäste beobachten. Wir hätten bestimmt viel Spaß miteinander. 

Hast du einen besonderen Bezugspunkt zu den Schauplätzen deines Krimis? Hast du selbst recherchiert? 
Ja. Madeira ist seit Jahren einer meiner Lieblingsurlaubsorte, den ich immer wieder besuche. Die meisten meiner Schauplätze des Buches gibt es wirklich.
Mittlerweile haben wir viele enge Beziehungen zu den Menschen dort aufgebaut. Man glaubt gar nicht, wieviel Hintergrundgeschichten und Insiderwissen man erzählt bekommt, wenn man sich näher kennt. In meinem Blog kann man sehen, wie ich mit Jorma, einem Freund von uns, schon die nächsten Morde für einen weiteren Madeira Krimi plane. Gerade im Juli waren wir für drei Wochen auf Madeira bei Freunden und es war ein komisches Gefühl, auf den Spuren von Ben und Pauline durch Funchal zu streifen. Ich erwartete jeden Moment, dass ich sie vor mir sehe. 

Wie viele persönliche Dinge stecken in deinem Roman? 
Auf jeden Fall das ein oder andere Reiseerlebnis und auch einige Anekdoten aus meinem Alltag. Aber zum Glück habe ich bisher noch nie eine Leiche gefunden.

Kommen wir zu ein paar persönlicheren Fragen …

Wenn du schreibst wie gehst du vor? Fängst du eher in der Mitte an, oder am Anfang? Und bleibt alles immer so wie du es dir erdacht hast? 
Zuerst ist dort immer eine Grundidee, die erst einmal reifen muss. Das kann zum Beispiel ein besonderes Ereignis sein, aber auch ein Ort oder altes Foto kann mich sehr inspirieren.
Wenn sich die Grundidee entwickelt hat kommen die Personen in meiner Geschichte dran. Jede von ihnen hat ihren eigenen Lebenslauf, ihre Stärken und Schwächen und sie haben Beziehungen zueinander. Erst dann fange ich an meine Erzählstränge zu skizzieren. Ich liebe es, historische und andere reale Fakten in meinen Geschichten zu verweben. Daher gibt es immer mehr als einen Erzählstrang.
Wenn die grobe Handlung steht, wird Kapitel für Kapitel das Ganze mit Leben gefüllt. Das Schreiben wird immer wieder unterbrochen von intensiven Recherchen und Gesprächen mit Experten. Für mein letztes Buch habe ich mir so Wissen zu Wirkungen von Giften, Tauchmedizin und Habsburger Geschichte erarbeitet. Das nimmt schon einige Zeit in Anspruch. Aber das macht das Schreiben auch reizvoll. Gerade im Moment lerne ich viel über den Johanniterorden auf Malta, auch ein sehr spannendes Thema. 

Gibt es ein Genre in dem du niemals ein Buch veröffentlichen würdest? Oder eines das dich besonders reizt? 
Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Fachbücher schreiben werde, weil ich es schön finde mir in meinen Büchern neue Figuren und Welten zu erschaffen.
Vielleicht schreibe ich später einmal reine Reisebeschreibungen, ganz ohne Tote. Aber im Moment steckt noch zu viel kriminelle Energie in mir, die nächsten drei Krimis sind schon in meinem Kopf. 

Ist Autorin dein Hauptberuf? 
Leider nicht. Das war auch gar nicht geplant. Aber schon jetzt ist das Echo auf meinen ersten Krimi viel größer als ich am Anfang zu hoffen wagte. Von daher muss man einfach sehen, was die nächsten Bücher so bringen. Wenn ich irgendwann nur vom Schreiben leben könnte, wäre das schon schön. Da bin ich aber bei weitem noch nicht. 

Wie schreibst du? Hast du bestimmte Rituale? 
Ähnlich wie Pauline bin ich kaffeesüchtig. Daher gehört ein schöner Latte Macchiato immer dazu. Der muss dann aber auch richtig zelebriert werden. Schon die richtige Zubereitung ist mir wichtig. Ich verwende gerne Espressi aus kleinen privaten Röstereien. Einen meiner Lieblingsespressi kann man bei dieser Blogtour auch gewinnen. Ich liebe es außerdem in kleinen urigen Cafés zu schreiben, da die Geräusche wie das Mahlen von Bohnen oder auch leises Stimmengewirr mich inspirieren. 

Magst du eher die Printvariante oder liest du auch eBooks? 
Vor ein paar Jahren hätte ich ohne zögern gesagt, ein Buch muss man anfassen und riechen können. Aber ich genieße es mittlerweile immer mehr auf Reisen meine Bücher als eBooks bei mir zu haben. Daher sind alle Bücher, die ich in den letzten Jahren erworben habe, ausschließlich eBooks. Das hilft auch bei meinem notorischen Platzmangel im Bücherregal. Da war zum Schluss kaum mehr Raum zum Stapeln bei den ganzen Büchermassen. 

Liest du eher zeitgenössische Literatur oder doch liebe Klassiker? Was war dein letztes Buch? 
Eher zeitgenössische Literatur, obwohl in meinem Bücherschrank auch Klassiker von Jane Austen und Hermann Hesse vertreten sind. Im Moment lese ich gerade „Das letzte Fallbeil“ von Fred Vargas, davor habe ich von Alexander McCall Smith „The right attitude to rain“ gelesen. 

Wie schaut es in deinem Bücherregal aus? Eher chaotisch oder hast du eine bestimmte Ordnung? 
Ich versuche meine Bücher nach Genre zu sortieren und dann nach Autoren. Aber aufgrund der vielen Bücher musste ich bereits alles in zwei Reihen und teilweise noch übereinander stapeln. Was eine übersichtliche Sortierung nicht gerade unterstützt. 

Kannst du schon etwas über neue Projekte/Bücher sagen? Was können deine Leser in naher Zukunft von dir erwarten? 
Pauline ist bereits auf Malta angekommen und steckt wieder in einer Mordgeschichte. Diesmal geht es aber bei den Ermittlungen noch weiter in die Vergangenheit zurück, bis zu den Tempelrittern des Johanniterordens und ihrem Sieg gegen die Osmanen. Das neue Buch „Malteser Morde“ soll im Frühjahr nächsten Jahres herauskommen.
Parallel dazu wird es einige Lesungen geben, an eher ungewöhnlichen Orten. Mehr wird noch nicht verraten. 

Zum Abschluss darfst du selbst noch ein paar Worte an deine Leser richten. Was wolltest du ihnen schon immer mal sagen? 
Zunächst einmal ein dickes „Danke“. Die letzten Monate habe ich wirklich viel Freude an euren Reaktionen zu meinem ersten Buch gehabt. Und es gab so viele Nachfragen, wie es denn mit Pauline und Ben jetzt weiter geht, dass ich einfach weiter schreiben muss. Es ist ein tolles Gefühl, dass euch meine Geschichten gefallen und sogar der ein oder andere von euch nach dem Lesen unbedingt die Schauplätze selber erleben will.

Vielen lieben Dank liebe Joyce das du dir die Zeit genommen hast fürs Beantworten :).

Ihr wollt noch mehr über die Autorin erfahren?
Dann schaut doch mal auf ihrer Homepage rein!

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Das Gewinnspiel

Zu gewinnen gibt es:

Platz 1. u. 2:
je ein signiertes Taschenbuch „Mord auf der Levada“



Platz 3 und 4:
 
erhält jeweils einen von Paulines Lieblingsespressi von
Quijote Kaffee - das Nashorn aus Sumatra.

Genaueres mit dem Link zu Quijtote siehe: http://www.joycesummer.de
gleich auf der Frontpage.


Um die Chance auf diese Preise zu haben beantwortet mir doch einfach die nachstehende Frage in den Kommentaren!
Ausgelost wird dann am Ende der Tour!

Tagesfrage:

Joyce Summer hat einen persönlichen Bezug zum Schauplatz ihres Krimis.
Wie seht ihr Leser das, ist euch so etwas wichtig oder spielt es eine weniger wichtige Rolle?

Mit der Teilnahme am Gewinnspiel erklärt ihr euch mit den Teinahmebedingungen einverstanden!

Morgen macht die Tour ihren Halt bei Sabrina.
Sie wird euch die Insel und die Schauplätze genauer zeigen.


Kommentare:

  1. Hey,

    ein persönlicher Bezug macht es für den Autor sicher einfacher. Aber ich glaub, man kann sich genauso etwas ausdenken oder anhand Erzählungen anderer einen Bezug herstellen.

    Liebe Grüße, Samuel
    info@win-com.de

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  2. Guten Morgen,
    ich finde einen persönlichen Bezug des Autors vorteilhaft, man kann seine eigenen Erahrungswerte einfließen lassen.
    Liebe Grüße Bettina
    bettinahertz66@googlemail.com

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  3. Ich finde sowas vorteilhaft, weil es den Leser noch besser den Schauspiel ins Gedächtnis ruft und die Bücher dann oft auch bildhafter beschrieben sind.

    daniela.schiebeck@t-online.de

    Liebe Grüße,
    Daniela

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  4. Hallo,
    Danke für das Interview! Mir ist schon wichtig, dass der Autor eine Beziehung zum Schauplatz der Handlung hat, weil dann er oder sie dann viel authentischer die örtlichen Begebenheiten schildern kann und auch Besonderheiten dort persönlich kennt. Ich finde, man merkt manchmal, dass ein Autor noch nie am Handlungsort war und das finde ich dann schade!

    Lg Curin

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  5. Hallo,
    Ich finde so persönliche Beziehungen wichtig, denn dann wirkt die Geschichte authentischer und meist auch überzeugender. Außerdem passieren so weniger Fehler.

    Liebe Grüße, Cyrana

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  6. Hallo ,

    Ich finde persönliche Bezug zum Schauplatz sehr wichtig ist weil
    die Geschichte spanned wird und bildhafter und dann wirkt das ganze überzeugend .

    Liebe Grüße Margareta
    margareta.gebhardt@gmx.de

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  7. ich finde den persönlichen bezug zu Schauplätzen immer recht ansprechend wenn es zur geschichte und deren Inhalt passt und interessant geschrieben ist. bei Fb unter Jenny Siebentaler zu finden und anzuschreiben bin

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  8. Hallo,

    ich finde es schon gut, wenn man merkt das sich der Autor in der Gegend auskennt über die er schreibt.

    LG
    SaBine

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  9. Hallo und vielen Dank für dieses interessante Interview mit der Autorin! Ich kann mir zwar vorstellen, dass eine Autorin mit einem persönlichen Bezug einen Schauplatz besonders gut beschreiben kann, aber beim Lesen ist es mir nicht wichtig, dass ich erkennen kann, dass eine Autorin diesen Bezug zum Schauplatz hat. Ich mag es durchaus auch, wenn Autoren sich Schauplätze ausdenken, oder aber sogar einen Originalschauplatz für das Buch andauern, solange die Story stimmt und der Schauplatz perfekt zur Story passt.

    Viele liebe Grüße
    Katja

    kavo0003[at]web.de

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  10. Der Autor sollte zumindest eine Kenntnis des Schauplatzes haben. Ihn zu erwähnen und dann ist die Realität komplett anders gefällt mir nicht. Dann lieber einen komplett fiktiven Schauplatz wählen, was ich aber auch nicht mag. Der persönliche Bezug zum Schauplatz macht eine authentische Darstellung und damit das Spiel mit der Handlung für den Autor auch bestimmt einfacher.
    hatho_bieber@web.de

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