Donnerstag, 12. November 2015

Gelesen: "Der Totenzeichner" von Veit Etzold



-          Taschenbuch: 432 Seiten 
-          Verlag: Bastei Lübbe (Bastei Lübbe Taschenbuch) (16. Juli 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3404172299 
-          ISBN-13: 978-3404172290 
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 16 Jahren 




Ein Leichenfund gibt der Berliner Polizei Rätsel auf. Dem Mordopfer wurden mysteriöse Zeichen in die Haut geritzt, die Clara Vidalis, Expertin für Pathopsychologie am LKA Berlin, bekannt vorkommen. Handelt es sich um kultische Symbole? Als die Obduktion der Leiche weitere grausame Details ans Licht bringt, wird klar, dass es einen ähnlichen Modus Operandi schon einmal gab: Vor zehn Jahren versetzte ein Serienkiller den Westen der USA in Angst und Schrecken. Einen Sommer lang trieb er dort sein Unwesen, bevor er sich mit der blutigen Botschaft verabschiedete: »It’s not over, ’til it’s over«.
Ist der Totenzeichner zurückgekehrt?
(Quelle: Bastei Lübbe)


Im Jahr 2004 wird der Sohn des Polizeichefs von Los Angeles tot in dessen Haus aufgefunden, er wurde ermordet. Ihm wurde das Herz herausgeschnitten und als Souvenir am Tatort zurückgelassen. Es ist der letzte Mord einer Mordserie in den USA.
Im Jahr 2014 aber geschieht in Berlin ein ebenso grausamer Mord. Stephan Schiller, Boss des Deathguard Chapters, wird ermordet in seiner Wohnung aufgefunden. Auch ihm wurde das Herz herausgeschnitten, allerdings hat es der Täter hier mitgenommen. Für diesen Fall verantwortlich ist Hauptkommissarin Clara Vidalis vom LKA Berlin und der Chef der Abteilung für Operative Fallanalyse Dr. Martin Schuller. Können die beiden ihn aufklären?

Der Thriller „Der Totenzeichner“ stammt vom Autor Veit Etzold. Es war für mich nicht das erste Buch des Autors, ich kenne bereits eines seiner Jugendbücher. Aus dem Erwachsenenbereich aber kannte ich bisher noch nichts von ihm und war so gespannt auf diesem wirklich vielversprechend klingenden Thriller.

Die Charaktere kommen leider etwas zu kurz. Veit Etzold lässt sie leider recht blass erscheinen, hält sich mit Informationen über sie sehr zurück. Es kann natürlich sein das die Charaktere im den Vorgängern genauer beschrieben sind, diese kenne ich aber nicht und so blieb mir hier viel im Dunklen.

Der Schreibstil des Autors ist soweit flüssig und gut zu lesen. Gewiss gibt es einige Begriffe, die dem Leser nicht unbedingt auf Anhieb bekannt sind. Diese aber erklärt der Autor sehr schön, er nimmt den Leser quasi an die Hand.
Die Handlung selbst ist garantiert nichts für schwache Nerven. Darüber sollte man sich bewusst sein bevor man mit dem Lesen anfängt. Es geht hier teilweise wirklich um Kannibalismus und noch andere Dinge. Die Szenen werden doch zum Teil wirklich sehr ausführlich beschrieben. Ich muss zugeben ein bisschen war es mir auch zu viel, mehr Handlung hätte dem Buch hier gut getan.
Es dauerte etwa 100 Seiten bis ich vollkommen im Geschehen drin war, dann aber konnte mich Veit Etzold mit seiner Geschichte doch fesseln.

Das Ende, die Auflösung des Falles, kam sehr überraschend. Es wirkt zwar sehr realistisch dargestellt doch irgendwie hat es mich dennoch nicht komplett zufrieden gestellt. Es mag wirklich Geschmackssache sein, auf mich aber wirkte es doch eher konstruiert.


Abschließend gesagt ist „Der Totenzeichner“ von Veit Etzold ein doch guter Thriller, der jedoch nichts für zarte Gemüter ist.
Die etwas blass gestalteten Charaktere, der gut lesbare und fesselnde Stil des Autors und eine Handlung, die zwar ein wenig Anlaufzeit benötigt und auch sehr ausschweifende Beschreibungen beinhaltet dennoch aber zu fesseln weiß haben mich hier spannende Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!


Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!

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