Dienstag, 24. November 2015

Gelesen: "Herz Slam" von Jaromir Konecny



-          Gebundene Ausgabe: 384 Seiten 
-          Verlag: Ravensburger Buchverlag (23. September 2015) 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-10: 3473401315 
-          ISBN-13: 978-3473401314  
-          Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre




Lea und Sofie sind aus gutem Hause. Mit Hauptschülern würden sie sich nie abgeben. Bei einem Poetry-Slam-Workshop müssen sie ausgerechnet mit "solchen Losern" zusammenarbeiten. Da fliegen die Fetzen, aber auch Schmetterlinge im Bauch.
Hauptschüler sind dumm, prollig und schlecht angezogen - behauptet Leas beste Freundin Sophie. Lea findet Sophie manchmal ziemlich arrogant, dennoch hat auch sie so ihre Vorurteile. Als die beiden sich für einen Poetry-Slam-Workshop anmelden, wissen sie nicht, dass auch Jugendliche einer anderen Schule daran teilnehmen werden: einer Hauptschule. Eine Vollkatastrophe! Es hagelt Wortgefechte und Beleidigungen, doch nach und nach beginnen die Fronten zu bröckeln und Herzen heftig zu schlagen ...
(Quelle: Ravensburger Buchverlag)


Lea und Sophie, beide Gymnasiasten, nehmen an einem Poetry-Slam-Workshop teil. Allerdings wussten sie bei ihrer Anmeldung noch nicht, dass auch Schüler einer anderen Schule teilnehmen. Schüler einer Hauptschule. Die Vorurteile bei beiden sind riesig und es gibt Wortgefechte und Beleidigungen ohne Ende. Nach und nach aber merken Lea und Sophie, dass Hauptschüler doch nicht so schlimm sind wie anfangs gedacht …

Der Jugendroman „Herz Slam“ stammt aus der Feder des Autors Jaromir Konecny. Es war nicht mein erster Roman des Autors, ich kenne bereits „Doktorspiele“, das mir bereits gut gefallen hatte. Umso neugieriger war ich nun auf dieses Buch.

Lea, 16 Jahre alt, mochte ich sehr gerne. Sie war mir sympathisch und ich konnte ihre Handlungen nachvollziehen. Sie möchte Schriftstellerin werden und schreibt schon seit sie denken kann. Lea ist im Vergleich zu Sophie eher schüchtern und zurückgezogen. Aber Lea hat Einfühlungsvermögen, was mir sehr gut gefiel.
Sophie ist das Gegenteil von Lea. Sie hat immer einen guten Spruch auf Lager, strotzt vor Selbstbewusstsein und gibt gerne den Ton an, sagt was sie denkt.
Beide machen im Verlauf der Geschichte eine merkliche und nachvollziehbare Entwicklung durch, die absolut glaubhaft wirkt. Sie lernen was wirklich dran ist an den ganzen Vorurteilen.

Auch die anderen Charaktere, wie beispielsweise Leas ehemalige Freundin Julia, oder auch die beiden Workshopleiter Ivo und Lana, sie alle sind Jaromir Konecny sehr gut gelungen. Sie alle wirken authentisch und glaubhaft.
Ganz besonders in Erinnerung ist mir aber Bruce geblieben. Er ist einfach mein ganz persönlicher Held.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig und jugendlich leicht zu lesen. Ich habe mich vom ersten Satz an wohlgefühlt in der Geschichte und konnte wunderbar folgen.
Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Lea. Jaromir Konecny hat hierfür die Ich-Perspektive verwendet. Sie ist man als Leser noch viel näher dran und erlebt es quasi hautnah mit.
Die Handlung ist toll. Man lernt als Leser viel über Poetry Slam, es gibt zwischendrin immer wieder Gedichte und kurze Geschichten. Es passt hier einfach alles zusammen. Die Geschichte ist unterhaltsam und es gibt auch eine kleine aber feine Liebegeschichte. Jaromir Konecny trifft hier den Nerv der jungen Leser voll und ganz. Die Mischung macht es hier.


Zusammenfassend gesagt ist „Herz Slam“ von Jaromir Konecny ein auf ganzer Linie gelungener Jugendroman.
Authentische Charaktere, ein flüssig lesbarer jugendlich leichter Stil des Autors und eine Handlung, die den Nerv der jungen Leser voll trifft und in der man als Leser viel über Poetry Slam lernen kann, haben mich absolut begeistert.
Klare Leseempfehlung!



Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar!


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Du möchtest mir einen Kommentar hinterlassen?
Das ist wirklich super!
Ich freue mich immer über deine Meinung!
Vielen lieben Dank!