Montag, 2. November 2015

Gelesen: "Mondscheinblues" von Katrin Koppold



-          Format: Kindle Edition 
-          Seitenzahl der Print-Ausgabe: 392 Seiten 
-          Sprache: Deutsch 
-          ISBN-Quelle der Seitenzahl: 978-3738652239 

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Nina ist ehrgeizig und perfektionistisch, und sie hasst es, die Kontrolle zu verlieren. Tom lebt in den Tag hinein und vertreibt sich die Zeit mit ausschweifenden Partys und Alkohol. Als die pflichtbewusste Redakteurin und der ehemalige Rockstar für eine Reportage gemeinsam nach Cornwall fliegen, sind Spannungen vorprogrammiert: Weil Tom angeblich seinen Führerschein abgeben musste, ist Nina gezwungen, sich dem britischen Linksfahrgebot zu stellen, Hotelbesitzer freuen sich über das vermeintlich erste Flitterwochenpaar der Saison, und es ist äußerst ungünstig, sich auf die Navigations-App des Handys zu verlassen, wenn Cornwall ein einziges Funkloch ist. Doch je länger die Reise dauert, desto mehr bemerken Nina und Tom, dass sie so verschieden nicht sind, wie sie anfangs geglaubt haben. Das sorgt für Herzklopfen – und Mondscheinblues, denn Tom hat etwas zu verbergen.
(Quelle: amazon)


Nina ist eine ehrgeizige junge Frau, die noch dazu perfektionistisch veranlagt ist. Sie muss über alles immer die Kontrolle behalten. Ihren Job macht sie gerne und genau, hofft sie doch darauf bald eine Beförderung zu bekommen. Doch es kommt anders. Als ihre Kollegin ausfällt ist es Nina, die für sie nach Cornwall fliegt. Begleitet wird sie hierbei von Tom. Er ist das komplette Gegenteil von Nina und so sind Spannungen bereits vorprogrammiert.
In Cornwall angekommen muss sich Nina einigen neuen Herausforderungen stellen, wobei Tom ihr nicht unbedingt eine große Hilfe ist. Doch je länger die beiden zusammen unterwegs sind, desto mehr kommen sie miteinander klar und merken sie sind gar nicht so verschieden wie sie dachten. Sie kommen sich langsam aber sicher näher, doch was Nina nicht ahnt, Tom trägt ein Geheimnis mit sich herum …

Der Roman „Mondscheinblues“ stammt von der Autorin Katrin Koppold. Für mich war dieses Buch nicht das erste von ihr, eher im Gegenteil, bisher konnte mich Katrin immer mit ihren Geschichten fesseln und ich hab jede einzelne wirklich genossen. Daher war ich auch wirklich gespannt darauf wie es mir mit „Mondscheinblues“ ergehen würde.

Nina mochte ich auf Anhieb. Sie war mir bereits bekannt aus Katrins Roman „Hoffnung aus Kirschblüten“. Umso mehr habe ich mich gefreut, dass sie auch ihre eigene Geschichte bekommt. Nina ist sehr ehrgeizig und dazu auch noch perfektionistisch veranlagt. Ganz tief im Inneren aber ist Nina eine absolut liebenswerte junge Frau, die eigentlich nur eines möchte, geliebt werden. Sie hat nicht so gute Erfahrungen gemacht und daher hat sie quasi eine Mauer um sich erbaut. Im Verlauf aber bröckelt diese Mauer mehr und mehr und das ist alleine Toms Verdienst.
Tom Bergmann, ein ehemaliger Rockmusiker, hat es mir ebenfalls direkt von Anfang an sehr angetan. Er ist so ein Typ, harte Schale ganz weicher Kern. Er lebt in den Tag, Alkohol und Drogen spielen dabei auch eine ziemliche Rolle. Zuerst ist er nicht so begeistert mit Nina nach Cornwall zu fliegen, doch auch er macht eine Veränderung durch, beginnt sich im Verlauf immer mehr zu öffnen.

Neben den beiden gibt es noch Nebencharaktere. Beispielsweise Ninas Arbeitskollegin Amelie oder ihr Chef oder auch die ganzen Personen, denen Nina und Tom in Cornwall begegnen. Hier ist mir ganz besonders Herb, der Fotograf, in Erinnerung geblieben. Er fotografiert Nina und Tom in Cornwall.

Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig und locker leicht. Ich bin regelrecht durch die Seiten geflogen, war ganz in der Geschichte gefangen.
Geschildert wird das Geschehen abwechselnd aus den Perspektiven von Nina und Tom. Für beide Sichtweisen hat Katrin Koppold die Ich-Perspektive verwendet, was den Leser noch näher an die beiden heranbringt.
Die Handlung reist den Leser von Beginn an mit. Man kann komplett im Geschehen abtauchen und taucht erst am Ende wieder auf. Es ist hier ein Auf und Ab der Gefühle. Nina und Tom necken sich sehr viel, was Katrin Koppold seht humorvoll an den Leser heranträgt. Die Macken der beiden machen dieses Buch so besonders, denn niemand ist wirklich perfekt. Sie tasten sich langsam aber stetig aneinander heran.
Als Kulisse hat Katrin Koppold hier die Landschaft von Cornwall gewählt. Diese wird wunderbar beschrieben, man kann sie sich als Leser sehr gut vorstellen. Und kleiner Tipp: Am Ende gibt es die Reiseroute für den eigenen Trip nach Cornwall.

Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Es passt zur Gesamtgeschichte, macht sie rund und vor allem es schließt sie ab. Bevor man Nina und Tom verlässt fiebert man als Leser aber nochmals mit beiden mit.


Kurz gesagt ist „Mondscheinblues“ von Katrin Koppold ein auf ganzer Linie gelungener Roman vor wundervoller Kulisse.
Sympathische Protagonisten, ein locker leichter Stil der Autorin und eine Handlung, die dem Leser die ganze Bandbreite der Gefühle bietet und ihn mitfiebern lässt haben mich hier begeistert und überzeugt.
Klare Leseempfehlung!


Mein Dank geht an die Autorin für das Vorab-eBook!

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